Fermentierte Lebensmittel: entschlackend und gesund

Schon vor Hunderten von Jahren haben die Menschen Gemüse fermentiert, um es für den Winter haltbar zu machen. So war in der kalten Jahreszeit die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gesichert. Nach einer Phase der Vergessenheit wurden fermentierte Lebensmittel nun wiederentdeckt und gehören zu den neuesten Ernährungstrends – aus gutem Grund: Fermentierte Lebensmittel beeindrucken durch ihre gesundheitsfördernde Wirkung und sind zudem noch gut für die Figur.

Was genau ist Fermentation?

Fermentation oder Fermentierung bezeichnet bestimmte Umwandlungsprozesse organischer Stoffe mit Hilfe von Mikroorganismen (Probiotika) oder Enzymen. Die Lebensmittelindustrie nutzt Fermentation zum Beispiel für die Haltbarmachung und Herstellung von Sauerkraut, Tofu und proteinhaltigen Lebensmitteln wie Käse oder zur Veredelung von Kaffee oder Tee. Da sich die nötigen Mikroorganismen in der Luft, in den Lebensmitteln selbst oder im Wasser befinden, kann im Prinzip jedes Gemüse fermentiert und als gesundes probiotisches Lebensmittel genossen werden.

Was macht fermentierte Lebensmittel so gesund?

selbstfermentierter-KefirRohes fermentiertes Gemüse und auch leicht verdauliche Lebensmittel wie Kefir oder Joghurt enthalten natürliche Enzyme und aktive Milchsäurebakterien und können somit als „lebendige Nahrung“ bezeichnet werden. Die nützlichen Mikroorganismen schaffen ein gesundes ausgewogenes Milieu in unseren Verdauungsorganen und bringen die Darmflora ins Gleichgewicht. Ein gesunder Darm ist elementar für ein gut funktionierendes Immunsystem und kann uns vor schädlichen Bakterien, Parasiten, Pilzen und vielen chronischen Krankheiten schützen. Fermentierte Lebensmittel, sind durch die aktiven Mikroorganismen bei zahlreichen (chronischen) Verdauungs- und Gesundheitsstörungen hilfreich.

Darüber hinaus sind die proteinhaltigen Lebensmittel reich an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Letztere sind bioaktive Substanzen, die in unserem Körper eine antioxidative, immunstimulierende und gerinnungshemmende Wirkung entfalten. Dadurch können sie Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs entgegenwirken.

Abnehmen durch fermentierte Lebensmittel

Durch die Fermentation können entschlackende Lebensmittel gewonnen werden und helfen daher auch beim Abnehmen. Da sie reich an Ballaststoffen sind, sorgen diese für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Außerdem quellen sie im Darm auf, was die Darmbewegung und somit die Verdauung anregt.

Auch Heißhungerattacken können durch den Verzehr von rohem fermentiertem Gemüse weniger werden. Wenn im Darm schädliche Mikroorganismen dominieren, hat der Körper oft ein starkes Verlangen nach bestimmten – meist ungesunden – Nahrungsmitteln wie Kohlenhydraten in Form von Süßigkeiten. Verdauungsfördernde Lebensmittel, die Probiotika enthalten, können diese Gelüste einschränken, indem sie die Darmflora harmonisieren.

Gerade während einer Diät ist es wichtig, dass Sie Ihren Körper mit lebensnotwendigen Vitalstoffen versorgen und ihn so unterstützen. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel von GloryFeel können auf sanfte Weise den Abnehmeffekt verstärken.

Fermentierte Lebensmittel kaufen

Wenn man im Supermarkt fermentierte Lebensmittel kaufen möchte, wird man heutzutage leider kaum noch fündig. Das erhältliche Sauerkraut aus der Dose hat dann nicht mehr viel mit den frischen fermentierten Mitteln gemeinsam. Es wird nach der Fermentation meist pasteurisiert (erhitzt), wodurch Vitamine und Probiotika zerstört werden. Wenn Sie sich wirklich etwas Gutes tun wollen, fermentieren Sie Ihr Gemüse am besten selbst.

Gemüse selbst fermentieren

Verwenden Sie unbedingt hochwertiges frisches Bio-Gemüse, denn wenn ein Weißkohl mit Giftstoffen wie Pestiziden behandelt wurde, überleben nur wenige der gesunden natürlichen Mikroorganismen.

Eingekochte-BohnenSchneiden oder hobeln Sie das gewünschte Gemüse (z. B. Kürbis, Karotten, Rote Beete, Kohl oder Zwiebeln) in feine Stücke und mischen Sie diese mit beliebigen Gewürzen wie Senfsamen oder Kümmel, zwei bis drei Esslöffel Steinsalz und ggf. etwas Wasser. Durch Stampfen und Rühren entweicht der Zellsaft und es bildet sich eine Salzlake. Milchsäurebakterien können sich so wunderbar vermehren. Schichten Sie das Gemüse nun mit der Lake in ein Keramik- oder Glasgefäß und decken Sie es mit einem passenden Teller zu. Den Teller beschweren Sie mit einem Gewicht (z. B. einer großen Wasserflasche), damit das Gemüse zusammen und die restliche Luft hinaus gepresst werden.

Lassen Sie das Gefäß so mindestens eine Woche lang bei Raumtemperatur stehen, damit die Bakterien ihre Arbeit leisten können. Je länger das Gemüse fermentiert wird, desto intensiver wird der Geschmack. Um die fertig fermentierten Lebensmittel aufzubewahren, füllen Sie sie am besten in Einmachgläser, verschließen diese gut und stellen sie in den Kühlschrank oder kalten Keller. Fermentierte Lebensmittel sind so problemlos einige Wochen haltbar.

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