Fettstoffwechselstörungen - die unterschätzte Gefahr

Wenn sich im Körper zu viele Fettzellen bilden, die vom Organismus nicht adäquat abgebaut werden, wird von einer Fettstoffwechselstörung gesprochen. Bleibt sie unbehandelt, kann eine Fettstoffwechselerkrankung sogar zum Tode führen. Deshalb ist es bei diesem Krankheitsbild wichtig, seine Lebensgewohnheiten zu verändern, sich ausgewogen zu ernähren und in Bewegung zu bleiben. So geben wir Fettstoffwechselstörungen keine Chance.

Was versteht man unter einer Fettstoffwechselstörung?

UebergewichtÜber unsere Nahrung nehmen wir täglich Fette zu uns, die für die Abläufe in unserem Organismus lebensnotwendig sind. Konsumieren wir allerdings dauerhaft zu viele dieser Fette, kommt es bei der Verwertung zu einer Störung. Schlimmstenfalls führt diese dann zu Gefäßverstopfungen, die zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Die gute Nachricht: Wird eine Fettstoffwechselstörung rechtzeitig erkannt, lässt sie sich oft schon allein durch eine Veränderung des Lebensstils behandeln. Auch Medikamente können eingesetzt werden. Gute Erfahrungen scheint man auch mit Nahrungsergänzungsmitteln gemacht zu haben.

Welche Ursachen können zu Fettstoffwechselstörungen führen?

In manchen Fällen ist die Ursache angeboren. Dabei kommt es zum Beispiel zu einem erhöhten Cholesterinwert, obwohl die Betroffenen einen gesunden Lebensstil pflegen. Man spricht dann von einer primären Stoffwechselstörung.

Die sekundäre Stoffwechselstörung fügen wir uns in den meisten Fällen selbst zu. Durch die ungezügelte Zufuhr von Fetten über unsere Nahrung ist es durchaus möglich, eine Stoffwechselerkrankung auszulösen. Wenn diese Fette im Körper an Eiweiß gebunden werden, entstehen sogenannte Lipoproteine. Nehmen sie Überhand und können nicht ausreichend verwertet werden, dringen sie in die Gefäßwände ein. Dort entsteht dann eine Entzündung, die unbehandelt dazu führt, dass sich die Gefäße verengen. Verschließen sich die Gefäße so stark, dass unser Blut nur noch problemhaft hindurchfließen kann, entsteht oftmals ein schwerwiegender Gefäßverschluss.

Symptome einer Fettstoffwechselerkrankung

Das Gefährliche daran ist der schleichende Verlauf, der ohne Symptome sein Unwesen in unserem Organismus treiben kann. Wir merken nichts davon, fühlen uns gesund und sicher. Das kann zu schwerwiegenden Folgen für unsere Gesundheit führen. Leider kommt es häufig vor, dass wir eine Fettstoffwechselerkrankung erst sehr spät bemerken. Mögliche Symptome sind dann:

• ein Kribbeln in Händen und Füßen
• die Eintrübung der Hornhaut im Auge
• eine Bildung von Fettknötchen unter der Haut

Wird nicht spätestens jetzt eingegriffen und die Fettstoffwechselstörung bleibt weiterhin unbehandelt, verschließen sich die Gefäße vollends und es kann zu einem tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.

Die Diagnose

Wenn man selbst den Verdacht auf eine Fettstoffwechselstörung hat, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt wird nicht nur die Blutwerte überprüfen, sondern auch den Blutdruck messen, ein EKG machen und den Blutzucker messen. Sollte Übergewicht ersichtlich sein, wird er seinen Patienten über die Gefahren von Übergewicht aufklären.

Wie sollte die Behandlung einer Fettstoffwechselstörung aussehen?

JoggingSollte eine Fettstoffwechselstörung eindeutig diagnostiziert werden, muss sofort eine Therapie eingeleitet werden, um Spätfolgen zu vermeiden. Die Risikofaktoren müssen minimiert werden. Das sind bei einer sekundären Stoffwechselerkrankung:

• Übergewicht abbauen
• Bewegung in den Alltag integrieren
• die Ernährung umstellen
• den Konsum von Alkohol und Zigaretten erheblich minimieren

Sollten diese Maßnahmen keine Verbesserung bringen, wird der Arzt Medikamente verschreiben müssen. Diese Behandlung sollte allerdings immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Wichtige Nährstoffe für unseren Fettstoffwechsel

Nahrungsergänzungsmittel, die den Darm reinigen, den Stoffwechsel anregen und das Immunsystem stärken, können eine Alternative sein, um unserem Körper wichtige Nährstoffe zuzuführen. Auch bei einer primären (angeborenen) Fettstoffwechselstörung spielt der gesunde Lebensstil eine wichtige Rolle, zusätzlich wird der Hausarzt die richtige Therapie einleiten.

Kann man einer Fettstoffwechselstörung vorbeugen?

gesundes-AbnehmenEiner primären Fettstoffwechselerkrankung kann nicht vorgebeugt werden, da sie genetisch bedingt ist. Hier können wir nur die Symptome und somit die Folgeschäden minimieren.

Gegen eine sekundäre Fettstoffwechselstörung können wir vorbeugend sehr viel unternehmen, um unseren Fettstoffwechsel anzuregen:

• viel frisches Obst, Gemüse und Salat essen
• wenig fettreiches Fleisch, Butter und Margarine verzehren
wenig Weißmehlprodukte und Zucker zu sich nehmen
• Olivenöl, Rapsöl oder Wallnussöl verwenden. Die ungesättigten Fettsäuren sind gesund und senken die Blutfette. Einfache ungesättigte Fettsäuren schädigen unseren Stoffwechsel und sollten gemieden werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, auch von gesunden Fetten nicht mehr als 60 bis 80 g täglich zu uns zu nehmen.
• runter vom Sofa und rein in die Laufschuhe. Schon ein täglicher Spaziergang von etwa 30 Minuten hilft, unser Übergewicht und die Fettstoffwechselstörung abzubauen.

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