Saisonale Lebensmittel – frischer geht’s nicht

Wir betreten den Supermarkt und alle Lebensmittel, auf welche wir gerade Lust haben, sind reichlich in den Regalen vorhanden. Obstsorten wie Ananas und Bananen können wir problemlos das ganze Jahr über kaufen. Generell spricht auch nichts dagegen – Bananen schmecken gut und stecken voller Vitamine. Doch gibt es nicht auch gesunde, leckere und vor allem saisonale Lebensmittel, die nicht erst um die halbe Welt transportiert werden müssen, um auf unserem Teller zu landen? Saisonale Lebensmittel aus der Region schonen die Umwelt und erfreuen die Gesundheit. Gerade zur wärmeren Jahreszeit können wir regionale Lebensmittel in einer bunten Vielfalt genießen – und es gibt gute Gründe, dies auch zu tun!

Saisonale und regionale Lebensmittel haben viele Vorteile


Obst und Gemüse, das eine lange Reise hinter sich hat, wurde meist unreif geerntet und büßt dadurch Geschmack, Aroma und Nährstoffe ein. Saisonale und heimische Produkte dürfen hingegen ausreifen und sind reich an sekundären Pflanzenstoffen und wichtigen Vitaminen. Zudem ist das Obst der Saison und Gemüse aus dem Freiland in der Regel weniger mit Schadstoffen belastet als importiertes aus Treibhäusern, da gesundheitsschädliches Nitrat durch Sonnenstrahlung abgebaut wird. Möchtest du deinem Körper sämtliche Pestizid-Rückstände ersparen, solltest du am besten auf Produkte in Bio-Qualität zurückgreifen und den Saisonkalender für Obst und Gemüse beachten.

Regionale, saisonale Lebensmittel haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie preiswerter sind, da die Transportkosten entfallen. Insbesondere Freiland-Obst und -Gemüse kann energiesparend und somit günstig produziert werden. Neben unser Gesundheit und dem Geldbeutel freut sich aber natürlich auch die Umwelt, wenn wir saisonale Lebensmittel kaufen, denn so kann viel Energie (CO2) für unnötige Transportwege gespart werden. Wenn du die Möglichkeit hast auf einem Wochenmarkt einzukaufen (Korb oder Jutebeutel nicht vergessen), vermeidest du zudem unnötige Plastikverpackungen.

Welches Gemüse hat im Juni Saison?


Das folgende Saisongemüse hat bei uns aktuell Hochsaison und können in den nächsten Wochen frisch vom Feld für die verschiedensten Speisen verwendet werden:

•    BlumenkohlGem-use-auf-Tisch
•    Brokkoli
•    Bohnen und Erbsen
•    Fenchel
•    Frühlingszwiebeln
•    Karotten
•    Kartoffeln
•    Kohlrabi
•    Mangold
•    Radieschen
•    Rettich
•    Salatgurke
•    Spargel
•    Wirsing
•    Zucchini
•    Zuckerschoten

Aus diesen Vitaminbomben kannst du dir köstliche Gemüsegerichte oder Beilagen zaubern. Doch auch für verschiedene Salatsorten und Kräuter ist in diesem Sommermonat Erntezeit. Wie wäre es, wenn du die Grillsaison durch die vitalstoffreiche Vielfalt von knackigem Eisbergsalat, aromatischem Lollo Rosso oder würzigem Rucola ergänzt?

Juni – Zeit für Fisch

Frischer-FischNicht nur Obst und Gemüse sind saisonale Lebensmittel, auch viele Fischsorten haben Saison und sind nur zu bestimmten Jahreszeiten erhältlich oder dann besonders schmackhaft. Wenn du bewusst einkaufen möchtest, solltest du Fisch möglichst nur in der jeweiligen Hauptfangzeit verzehren. So hat er meist eine bessere Qualität und versorgt deinen Körper mit wichtigem Eiweiß. Im Juni haben Forelle und vor allem Scholle Saison und bringen Abwechslung in deine Küche. Beide Fische lassen sich sehr gut braten und zum Beispiel mit regionalem Gemüse, wie Kartoffeln und Dillsauce servieren. Die Forelle ist auch geräuchert sehr beliebt, klassisch auf Toast mit Preiselbeer-Meerrettich-Sahne.

Süße Beeren begleiten uns durch den Sommer


Falls du zu den Naschkatzen gehörst, kommst du zu dieser Jahreszeit voll auf deine Kosten. Mit süßem und saisonalem Obst lassen sich köstliche Kuchen backen oder frische Desserts kreieren. Verwöhne deinen Gaumen mit:

•    Erdbeeren (perfekt für eine fruchtige Torte oder belebende Bowle)Beeren
•    Heidelbeeren (ein Muss in sommerlichen Pfannkuchen)
•    Rhabarber (ideal für Kompott oder Marmelade)
•    Stachelbeeren (für Kuchen mit Baiserdecke)
•    Himbeeren (für fruchtige Quarkspeisen)
•    Johannisbeeren (toll für Sorbet)
•    Kirschen (am besten einfach pur)

Vorfreude statt „alles immer"


In Gänze auf importierte Lebensmittel zu verzichten und ausschließlich regionale, saisonale Lebensmittel zu kaufen, gelingt den wenigsten. Unsere Geschmacksnerven sind Abwechslung gewohnt und manchmal gelüstet es uns eben nach einer exotischen Mango oder Kokosnuss. Dennoch sollten wir vor allem bei Lebensmitteln, die grundsätzlich auch in unserer Region angebaut werden, auf deren Herkunft achten. So vermeiden wir, dass plötzlich Kartoffeln aus Ägypten oder Tomaten aus Spanien den Weg in unseren Kochtopf finden. Meist gibt es wenige Wochen später nämlich schon regionale Produkte zu kaufen, die viel umweltschonender produziert worden sowie gesünder und aromatischer sind. Die Vorfreude auf die nächste Spargelsaison oder die unvergleichlich süßen Erdbeeren aus dem eigenen Garten ist doch oft viel kostbarer, als die Möglichkeit alles immer kaufen zu können.

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