Über 1.416.986 zufriedene Kunden       Portofrei ab 40 €       24 h Versand mit DHL GoGreen
0

Immunsystem: Zeit für Zitrusfrüchte

Veröffentlicht am 06.11.2019

Besonders während der kalten Herbst- und Wintermonate sind Zitrusfrüchte eine beliebte Ergänzung unseres Speiseplans. Kein Wunder. Schließlich enthalten Orangen, Mandarinen, Grapefruit und Co. nicht nur wenige Kalorien und minimale Fettanteile, sondern auch Ballaststoffe und Vitamine, die unser Immunsystem im Kampf gegen Erkältungsviren unterstützen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Hausmittel gegen Erkältungen oder Kopfschmerzen enthalten Zitrusfrüchte, da ihnen eine positive Wirkung auf die körpereigene Abwehr nachgesagt wird.

  • Die Früchte stammen ursprünglich aus dem südostasiatischen Raum und gelangten erst während der Frühen Neuzeit nach Europa.

  • Die meisten Orangen, Mandarinen und Zitronen, die in Deutschland verkauft werden, stammen aus dem Mittelmeerraum. Auch die USA, Israel und Südamerika sind Lieferanten von Zitrusfrüchten.

Lade TOC

Aufbau und Inhaltsstoffe

Zitrusfrüchte wachsen allesamt an Bäumen und gehören eigentlich zur botanischen Familie der Beeren. Die Haut der Früchte besteht aus einer dicken, lederartigen und wachsüberzogenen Schale, einer speziellen von Drüsen durchzogenen Gewebeschicht, die ätherische Öle verströmt, und einer weißen, feineren Schicht, die das Fruchtfleisch schützt. In den einzelnen Spalten der Zitrusfrüchte befinden sich sogenannte Saftschläuche, die wiederum den eigentlichen Fruchtsaftanteil und damit den typischen Geschmack der Früchte enthalten. Die „Samen“ der Beere kennen wir als die oft störenden Kerne.

Die bekanntesten und meistverkauften Zitrusfrüchte sind klassische Süßorangen, Mandarinen und Zitronen. Inzwischen ebenfalls sehr beliebt sind Grapefruits, Blutorangen, Clementinen, Pomelos und Limetten. Weniger bekannte, aber ebenso gesunde Sorten sind:

  • Pomeranzen (eher bittere Früchte, die vor allem zur Herstellung von Marmeladen genutzt werden)

  • Kumquats (kleine bittere bis süß-saure Früchte, deren Schale so weich ist, dass sie mitgegessen werden kann) und

  • Pampelmusen (die größten Zitrusfrüchte, die bis zu 2 Kilogramm schwer und 30 Zentimeter breit werden können)

Die Früchte haben nur wenige Kalorien. So schlägt eine Orange mit gerade einmal 43 und eine Zitrone sogar nur mit 36 Kilokalorien pro 100 Gramm zu Buche. Vor allem Orangen und Clementinen liefern zudem wichtige Ballaststoffe, die insbesondere in der dünnen weißen Schale enthalten sind, die das Fruchtfleisch umgibt. Sie enthält außerdem Flavonoide, also Stoffe, die den Körper vor freien Radikalen schützen und damit wie ein Antioxidans wirken sollen. Daher empfehlen Gesundheitsexperten auch, nicht zu viel der weißen und meist leicht bitteren Schale zu entfernen. Darüber hinaus sind Zitrusfrüchte gute Kaliumquellen, wobei allen voran die Clementinen einen hohen Kaliumgehalt aufweisen, mit circa 180 Milligramm pro 100 Gramm.

So viel Vitamin C enthalten Zitrusfrüchte wirklich

Am bekanntesten sind Zitrusfrüchte jedoch als gute Vitamin C-Lieferanten. Tatsächlich enthalten Orangen 45 Milligramm und Zitronen sogar 51 Milligramm des die körpereigene Abwehr stärkenden Vitamins pro 100 Gramm Fruchtanteil. Damit liegen sie allerdings nicht ganz vorn auf der Rangliste der besten Vitamin C-Spender. Besonders große Mengen sind enthalten in Acerolakirschen, Hagebutten, australischen Buschpflaumen und in den Früchten des Camu-Camu-Strauches, der im Amazonasregenwald heimisch ist. Auch Gemüse und Kräuter, wie zum Beispiel rote Paprika, Bärlauch oder Brennnesseln, enthalten besonders hohe Vitaminanteile. Dennoch ist der Vitamin C-Gehalt der Zitrusfrüchte vollkommen ausreichend, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken. Dieser liegt für Frauen bei 95 Milligramm, für Männer bei 110 Milligramm Vitamin C. Bereits eine mittelgroße Orange liefert einem in etwa 130 Prozent der empfohlenen täglich zuzuführenden Menge.

Zitrusfrucht Vitamin C-Gehalt pro 100 Gramm

Clementine

30 mg

Grapefruit

41 mg

Orange

45 mg

Zitrone

51 mg

Verwendungsmöglichkeiten in Küche, Haushalt und Hausapotheke

Zitrusfrüchte eignen sich wunderbar als Erkältungsmittel. Ausgepresst mit einem Löffel Honig oder in einem bunten Mix unterstützen sie das Immunsystem und helfen uns so durch die kalte Jahreszeit. Die desinfizierenden Eigenschaften der Zitrone kann man sich außerdem im Haushalt zunutze machen, etwa zur Reinigung von Edelstahl, Fensterscheiben oder Spiegeln. Auch unangenehme Gerüche können mithilfe von Zitronen bereinigt werden, beispielsweise im Kühlschrank oder im Geschirrspüler. Eine halbe Zitrone im Geschirrspüler-Besteckfach oder eine aufgeschnittene Zitrone im Gemüsefach des Kühlschranks können bereits Wunder wirken. Und auch im Kosmetikbereich sind Zitrusfrüchte längst angelangt. Der Saft von Zitronen und Limetten wird beispielsweise zur Bekämpfung von Mitessern und unreiner Haut verwendet.

Darüber hinaus eignen sich Zitrusfrüchte perfekt als Grundlage für Marmeladen und Desserts, wie Zitronenmousse, Lemon Curd, Mandarinenschnitten oder eisig-frischen Sorbets aus Grapefruits oder Limetten. Was wäre außerdem eine köstlich zubereitete Ente ohne die obligatorischen Orangenscheiben unter der Haut?

Heiße Zitrone

Bei ersten Erkältungssymptomen oder nach einem kalten Nachmittag im Freien schwören viele auf eine heiße Zitrone, also auf ein heißes Wasser, in das der Saft einer oder einer halben Zitrone gepresst wurde. Gemeinsam mit einem Löffel Honig soll der Trank dabei helfen, das Immunsystem zu stärken, und Entzündungen sowie Keimen im Rachenraum entgegenzuwirken. Um die Vitamine nicht zu zerstören, empfiehlt es sich, den Zitronensaft nicht mit heißem oder gar kochenden, sondern mit kaltem Wasser aufzugießen. Generell wirkt Vitamin C nicht wie ein Erkältungsmittel, sondern kann maximal vorbeugend helfen, indem es das Immunsystem unterstützt.

Info.

Um dem Körper auch wirklich nur die positiven Inhaltsstoffe der Zitrusfrüchte zuzuführen, sollte man diese vor Verzehr gründlich mit warmen Wasser abwaschen. Nach dem Schälen sollte man auch seine Hände noch einmal waschen, um zu vermeiden, dass Pestizidreste an das Fruchtfleisch gelangen. Möchte man Limetten in Cocktails oder Zitronenschalen zum Aromatisieren von Gebäck verwenden, sollten Bio-Früchte genutzt werden.

Cocktail zur Immunsystemstärkung

Wer seinem Immunsystem im Winter etwas Gutes tun möchte oder bereits unter ersten Erkältungssymptomen leidet, der kann sich einen leckeren Cocktail aus verschiedenen Zitrusfrüchten mixen. Dazu einfach den Saft einer Grapefruit, zweier Orangen und einer Zitrone auspressen, in einen Topf mit einer kleinen Tasse Wasser und einem großen Löffel Honig geben und alles miteinander leicht erhitzen. Dann möglichst warm schmecken lassen. Die entzündungshemmenden Eigenschaften des Honigs und die immunsystemstärkende Wirkung des Vitamin C in den Zitrusfrüchten hilft dem Körper, sich gegen Erkältungsviren zur Wehr zu setzen.

Zitronen gegen Kopfschmerzen

Einige schwören auf die gelbe Südfrucht zur Behandlung von Stresskopfschmerzen und ähnlichen Kopfschmerzerscheinungen. Während die einen raten, eine Zitrone zu halbieren oder in Scheiben zu schneiden und mit der Zitronenfläche über die Stirn zu fahren, sodass der Saft in die Haut eindringen kann, preisen andere die Wirkung von mit Zitrone versetztem Espresso an. Dazu den Saft einer halben Zitrone in einen Espresso oder eine kleine Tasse Kaffee geben und miteinander verrühren. Da der Geschmack des Zitronenkaffees nicht unbedingt etwas für Feinschmecker ist, sollte man nur eine kleine Menge mischen, die möglichst in einem Schluck getrunken werden kann.

Öl aus Orangenschalen

Orangenöl eignet sich wunderbar, um Süßspeisen zu aromatisieren. Noch dazu ist es sehr leicht herzustellen. Man benötigt die Schalen von vier Bio-Orangen (da diese nicht mit Pestiziden behandelt wurden), die man mindestens einen Tag lang trocknen lässt. Diese getrockneten Orangenschalen werden anschließend möglichst fein zerkleinert und in eine Flasche gegeben, die wiederum mit Speiseöl (möglichst geschmacksneutral) aufgefüllt wird. Nach etwa eineinhalb Wochen wird die Tinktur durch ein Sieb geschüttet und kann dann, dunkel und kühl gelagert, nach Belieben verwendet werden. Wer sich vor allem ein Duftöl wünscht, der kann das Öl durch Vodka ersetzen und einige Tage unter mehrmaligem Schwenken beobachten, ab wann eine orangefarbene Flüssigkeit austritt. Ist es soweit, die Schalen durch ein Käsetuch auspressen und die Tinktur in einem offenen Reagenzglas stehen lassen bis der Alkoholgeruch verflogen ist. Nach Belieben kann das Orangenduftöl auch mit Zimt oder Nelken aromatisiert werden. Der Duft von Orangen soll die Konzentration und gute Laune fördern.

Meistgelesene Artikel aus
"Gesundheit"

Verwandte Beiträge