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CBD-Öl – Was hat es mit dem neuen Hype auf sich?

Veröffentlicht am 26.08.2019

Das CBD-Öl wird immer beliebter. Obwohl es lange Zeit von Cannabidoid, dem THC überschattet wurde, tauchen in den letzten Jahren immer mehr Produkte auf dem europäischen Markt auf. Dabei hat CBD mit dem THC nichts gemein. Worum handelt es sich also beim CBD?

Das Wichtigste in Kürze

  • das CBD-Öl weist sehr viele reichhaltige Inhaltsstoffe auf
  • wird aus der weiblichen Cannabis-Pflanze gewonnen
  • kann jedoch legal erworben werden, da es nicht psychoaktiv wirkt
  • wurde als ungefährlich von der WHO gekennzeichnet

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CBD vs. THC

Die Hanfpflanze besitzt zwei wirksame Bestandteile – das CBD, das Cannabidol und das THC, das Cannabidoid. THC steht als Abkürzung für Tetrahydrocannabinol. Es kommt ebenfalls in der Hanfpflanze vor und hat im Gegensatz zum CBD eine psychoaktive und damit berauschende Wirkung. Deshalb kann CBD legal erworben werden und THC nicht. Neben dem CBD und THC hat die Cannabis-Pflanze mehr als 80 weitere Cannabinoide. Diese kommen zwar in einer wesentlich geringeren Konzentration auf, werden gegenwärtig dennoch intensiv untersucht.

Sowohl CBD als auch THC sind Kohlen-Wasser- und Sauerstoffverbindungen. Allerdings haben die Molekülketten bei CBD und THC unterschiedliche Anordnungen.

Geschichte

Seit mehr als 10.000 Jahren findet der Hanfanbau statt. Damit gilt diese Pflanze als eine der ältesten Nutzpflanzen auf der Welt. Ihren Ursprung hat die Hanfpflanze in Zentralasien. Hier stellte sie ein wichtiges Nahrungsmittel dar. Denn die Hanfsamen wurden damals nicht nur für medizinische Zwecke für Behandlungen für Malaria oder Rheuma eingesetzt, sie sind auch sehr nahrhaft.

Vor 5.000 Jahren fingen Chinesen an, aus dem Hanf Textilien herzustellen. 2.000 Jahre später wurde die Hanfpflanze bereits weltweit zur Textilherstellung genutzt. Nach weiteren 1.000 Jahren diente sie als Rohstoff für Papierproduktion. Viele Künstler schätzten vor allem Hanfpapier. So hat Rembrandt sein erstes Gemälde aus Öl auf Hanf gemalt. Andere Berühmtheiten wie beispielsweise Gutenberg nutzten die Pflanze beispielsweise zur Senkung des Bluthochdrucks.

Grundsätzlich ist die Nutzung von Hanfpflanzen sehr vielfältig, weshalb Hanf sehr lange Zeit als ein umkämpftes Handelsgut galt. Größter Produzent war Russland. Es deckte 80 Prozent des westlichen Bedarfs ab. Nachdem Napoleon die Kontinentalsperre veranlasste, wurde es für England jedoch unmöglich, weiterhin Hanf importieren zu lassen. Deshalb setzte es auf Alternativen wie Baumwolle und Jute.

Im 20. Jahrhundert verdrängten Kunstfasern den Hanf aus der Textilindustrie.

CBD in der Pharmaindustrie

Viele Wissenschaftler und Pharmazeuten haben sich mit dem Hanf – bedingt durch den langen Kampf gegen diesen – beschäftigt. Entdeckt hat das CBD der israelische Pharmazeut Raphael Mechoulam. 1963 hat er den Stoff aus der Hanfpflanzenblüte synthetisiert. Auch er hat das Endocannabidoid-System im Körper erforscht sowie 1993 die CB1- und CB2-Rezeptoren. Somit ist das Verstehen der CBD-Wirkungsweise eine neue Erscheinung. Dennoch hat die WHO (World Health Organization, zu Deutsch: Weltorganisationsbehörde) bereits einen Bericht vorgelegt, der eine intensive pharmakologische Erforschung ermöglicht hat. Der Bericht bestätigt, dass das CBD

  • ungefährlich ist,
  • somit nicht überdosiert werden kann,
  • keine Abhängigkeit hervorruft und
  • keine Rauschzustände auslöst.

Gegenwärtig wird das CBD vor allem auf krampflösende und schmerzlindernde Eigenschaften getestet.

Hanf als Rauschmittel

Doch auch die berauschenden Eigenschaften der Hanfpflanzen wurden genutzt. Viele Kulturkreise tranken, knabberten oder rauchten den Hanf regelmäßig. In den USA bauten und konsumierten vor allem die Nachfahren der Sklaven Hanf als Rauschmittel. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Hanf kriminalisiert.

In den 60er Jahren fand in den USA eine Hippie-Bewegung statt, die von einer Drogenwelle begleitet wurde. Haschisch zählte hierbei zu den harmlosen Drogen, wurde jedoch weiterhin bekämpft. Mit der Zeit wurde die Toleranz gegenüber Haschisch größer. Während einige Regionen weiterhin hohe Gefängnisstrafen aufgrund von Haschischbesitz verhängen, gibt es auch Bundesstaaten, die den Besitz und Konsum legalisiert haben.

Wie ist es heute?

Zur unserer Zeit ist Hanf aus der Textilproduktion nicht mehr wegzudenken. Dank seiner Reißfestigkeit wird die Pflanze vor allem genutzt, um

  • Garn
  • Jeans
  • oder auch Segeltücher

herzustellen. Trotzdem ist die Struktur weich, sodass auch Kleidung angenehm zu tragen ist. Doch auch die Lebensmittel- und Waschmittelindustrie profitiert von dieser Pflanze.

Deshalb findet der Hanfanbau nahezu überall statt.

Hanf als Konsummittel

Obwohl es unterschiedliche Hanfsorten gibt, die für verschiedene Zwecke genutzt werden und sogar Züchtungen entwickelt worden sind, die einen besonders THC-armen Hanf, den sogenannten Nutzhanf, hervorgebracht haben, welcher völlig legal angebaut werden darf, leiden dieser sowie die daraus hergestellten Produkte aufgrund der Vorgeschichte an einem zweifelhaften Ruf. Auch ging bei der jahrzehntelangen Marihuana-Bekämpfung leider sehr viel Wissen um die Hanfpflanze verloren.

Dennoch erlebt er heute eine Art Renaissance, da die ablehnende Haltung gegenüber der traditionellen Nutzpflanze immer mehr schwindet.

Die Rechtslage

THC-haltige Produkte dürfen in Deutschland weiterhin nur als Ausnahmefall produziert und konsumiert werden. Dennoch stellt sich vielen die Frage, ob auch das Erwerben von CBD-Produkten legal ist. Die Antwort ist: Ja, solange diese unter 0,2 Prozent THC-Gehalt enthalten. Nach § 2(3) des deutschen Arzneimittelgesetztes erfüllen diese CBD-Produkte die notwendigen Auflagen und können als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden. Das Problem der Legalität stellt demnach nicht der CBD-, sondern der THC-Gehalt dar.

Info.

In Deutschland gibt es auch Produkte mit einem höheren THC-Gehalt als 0,2 Prozent, diese sind allerdings nicht freiverkäuflich. Sie werden meist in schweren Krankheitsfällen eingesetzt und gelten als verschreibungspflichtige Medikamente.

Im März 2019 hat die Europäische Kommission aufgrund der Anfrage einiger EU-Mitgliedsstaaten einen Eintrag vorgenommen, der die Hanfpflanze „canabis savita“ im Novel-Food-Katalog näher beschreibt. Hinzugefügt wurden die Einträge „cannabinoids“ und „cannabidiol“. Demnach werden Produkte mit CBD oder mit anderen Cannabinoiden als neuartige Lebensmittel betrachtet und gelten erst nach vorheriger Zulassung als verkehrsfähig.

Vorkommen

Die Hauptanbaugebiete des Nutzhanfs haben ein subtropisches Klima. Da es sich beim Hanf um eine recht robuste Pflanze handelt, kommt er mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zurecht und wird auch in Europa angebaut. Die Hauptproduzenten der Kulturpflanze sind vor allem in Österreich, der Schweiz und in Deutschland ansässig. Auch die Niederlande gelten als wichtiger Erzeuger. Die osteuropäischen Länder hängen beim Anbau vom Hanf dagegen hinterher.

Bei den Herstellern der DACH-Regionen handelt es sich um kleine und mittelgroße Betriebe, die meist die komplette Lieferkette von Anbau, Verarbeitung, Abfüllung bis hin zur Vermarktung abdecken. Verkauft werden die Produkte in den meisten Fällen über das Internet.

Nach der Legalisierung wurde teilweise per Satellit überwacht, ob tatsächlich ausschließlich die THC-armen Hanfpflanzen angebaut wurden. Inzwischen wird diese Vorgehensweise kaum noch praktiziert.

Die USA und Mexiko gehören zu den größten Erzeugern weltweit. Vor allem die USA sind wesentlich weiter in der Legalisierung von Hanfprodukten als Europa. Selbst THC-haltige Produkte sind weitestgehend legal erwerbbar. Dementsprechend ist natürlich das Angebot an Hanfprodukten weitaus größer als beispielsweise in Deutschland.

Aussehen

Wie bei Getreidesorten, handelt es sich bei Hanf um eine Nutzpflanze, welche aus einem wilden Gras gezüchtet wurde. Die Hanfpflanze ist ein einhalmiges Gras. Es erreicht eine Höhe von über vier Metern. Wie andere Gräser auch, ist sie einjährig. Ihr Wuchs ist kräftig und aufrecht.

Bei der Kulturpflanze handelt es sich um eine zweigeschlechtliche Art. Während die weiblichen Exemplare höher wachen, sind die männlichen Pflanzen zwar niedriger, haben jedoch einen kräftigeren Wuchs und dichteres Laub. Manchmal kommen auch Zwitterpflanzen vor. Diese sind allerdings bei der Herstellung von medizinischem Marihuana unbeliebt, da weibliche Pflanzen, die zu zwittern anfangen, zwar eine Menge an Samen produzieren, jedoch nicht das für die Arzneimittel wichtige THC-reiche Harz. Deshalb werden Zwitterpflanzen in der THC-Produktion verhindert.

Der Hanf hat eine Pfahlwurzel. Diese dringt fast einen halben Meter in die Erde ein. Die Pfahlwurzel bildet viele kräftige Seitenwurzeln. Am Ende des Lebenszyklus weist der Stamm manchmal eine Verholzung aus.

Das Markenzeichen ist allerdings das sehr dünne und lange Blatt. Es hat eine leichte Behaarung und besitzt eine Vielzahl an Drüsen. Diese sorgen für den typischen Hanfgeruch.

Die Blütezeit beginnt, sobald die Tage lang genug werden, sodass die Pflanzen lange genug Sonnenlicht bekommen. Im Indoor-Growing kann dieser Effekt zwar einfach simuliert werden, er ist allerdings sehr kostspielig, da ein enormer Energieverbrauch stattfindet. Eine Blüte bilden sowohl weibliche als auch männliche Pflanzen aus.

Anbau und Ernte

Wichtig für die Kultivierung von Hanf ist in erster Linie das Licht und zwar im hohen Maße. Erst mit der Legalisierung wurde eine Freiland-Haltung ermöglicht. Deshalb wird Indoor-Growing in Häusern, in denen noch ein hoher technischer Aufwand notwendig ist, kaum noch praktiziert.

Obwohl die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ca. 50 Hanfsorten für den Anbau zugelassen hat, was an dem THC-Gehalt liegt, der die 0,2 Prozent nicht überschreiten darf, gibt es aktuell nur drei relevante Sorten für die Industrie:

  • Cannabis Sativa
  • Cannabis Indica
  • Cannabis Ruderalis

Der bereits erwähnte Nutzhanf, der sogenannte weibliche „Cannabis Sativa L“, welcher als eine äußerst hochwertige Industriefhanfsorte angesehen wird, ist reich an CBD und hat gleichzeitig einen niedrigen THC-Gehalt, sodass er legal angebaut werden darf. Deshalb wird er auch zur Herstellung von Hanföl genutzt.

Info.

Zur Vermehrung des Hanfs wird meist ein kleiner Teil der Samen aus dem letzten Anbau verwendet. Hierbei muss es sich um zertifiziertes Saatgut handeln. Auch für den Hanfanbau selbst muss eine Sondergenehmigung erfolgen.

Die Aussaat erfolgt zwischen April und Mai im Abstand von erst zwei und dann vier Wochen. Ein Samenkorn braucht in der Regel und unter idealen Bedingungen etwa drei bis sieben Tage bis zur Keimung. Erst die Blütezeit wird für die CBD-Produktion wichtig. Jetzt findet weitestgehend die Ernte statt. Diese erfolgt zwischen Juli und Mitte bis Ende September. Nur ein geringer Teil wird zur Herstellung von Samen für die Nachzucht stehen gelassen. Dessen Ernte erfolgt zwischen Mitte September und Mitte Oktober.

Nutzen für das Ökosystem

Der ökologische Nutzen von Hanf ist enorm. Er wächst nicht nur sehr schnell, seine Wurzeln dringen auch sehr tief in die Erde ein. Diese erreichen bis zu 140 cm. So festigt er nicht nur lockeren Boden, sondern lockert auch harten Boden auf und ermöglicht eine besserer Wasseraufnahme. Deshalb eignet er sich für eine Rekultivierung ausgelaugter Böden und verkarsteter Landschaften und wird hierfür auch gezielt eingesetzt.

Kultivierung von Hanf

Die Hanfpflanze weist eine Zweigeschlechtigkeit auf, das kann bei der Kultivierung zu einer echten Herausforderung werden. Da männliche Pflanzen früher als weibliche sterben, muss hier auch die Ernte eher erfolgen. Um das zu umgehen, wurde mit der Aufzucht von einhäusigen Hanfpflanzen begonnen. Der einhäusige Hanf hat jedoch einen geringeren Ertrag als der zweihäusige, weibliche Hanf.

Herstellung

Das Cannabidiol ist in hohen Konzentrationen in winzigen Harzdrüsen zu finden, welche sich hauptsächlich in den Knospen und Blüten, aber auch im oberen Drittel des Hanfes an den Blättern befinden. Deshalb wird CBD hauptsächlich entweder aus Hanfsamenöl, aus dem Harz oder aus den Blüten gewonnen.

Die Pflanze selbst stellt allerdings nur das Vorprodukt, die sogenannte CBDa-Säure (CBD-Carbonsäure) her. CBDa unterscheidet sich vom CBD durch eine zusätzlich angehängte Molekülkette aus Wasserstoff und Sauerstoff.

A steht für acid, was „sauer“ bedeutet.

Nach der Ernte findet entweder die Extrahierung der Pflanzenteile mithilfe von Alkohol oder per Ultraschall statt oder diese werden eingelegt für Auszüge in Öl.

Weitere Veredelungsmethoden stellen die Dampfdestillation und die CO2-Extraktion dar.

Dampfdestillation

Die Blüten werden erst per Dampfdestillation von dem CBDa befreit. Welches im weiteren Schritt zum reinen CBD veredelt wird: Wird das CBDa nun auf exakt 120 Grad Celsius erhitzt, dann verliert es die zusätzliche Molekülkette. Diese zerfällt zu Wasser und Sauerstoff. Zurück bleibt das CBD in kristalliner Form. Als Kristall wird es bereits im medizinischen Bereich eingesetzt.

CO2-Extraktion

Eine weitere Methode, die als besonders wertvoll gilt, ist die CO2-Extraktion. Hierfür sind nicht nur spezielle Geräte notwendig, sondern auch hohe Sachkenntnisse. Doch da sie hitzefrei ist, bleiben sowohl das gesamte Pflanzenstoffspektrum als auch alle Phytocannabinoide, außer des THCs, enthalten. Deshalb liefert sie nicht nur die effizientesten, sondern auch die reinsten Ergebnisse.

Die Herstellung des CBD-Öls

CBD ist fettlöslich, weshalb Öl als Trägersubstanz sehr gut funktioniert. In Wasser lässt sich CBD dagegen ganz schlecht auflösen.

Wird das Kristall also in Speiseöl aufgelöst und anschließend verdünnt, dann kann es als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Hierbei werden unterschiedliche Öle genutzt, hauptsächlich jedoch:

  • Hanfsamenöl
  • Leinsamenöl
  • Sonnenblumenöl
  • Olivenöl
  • Kokosöl

Da CBD selbst aus Hanf gewonnen wird, dient in erster Linie das Hanfsamenöl als das übliche Trägeröl. Dieses wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Es wird in einer Ölmühle gepresst. Da Hanfsamenöl allerdings nicht jedem schmeckt – der Geschmack ist umso bitterer, je stärker das CBD-Öl konzentriert ist - werden in der Verarbeitung auch neutrale Öle wie Leinsamenöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Nussöle genutzt.

CBD gelöst in Leinsamenöl bietet dir den zusätzlichen Vorteil einer Omega-3-Fettsäuren-Versorgung.

Großer Beliebtheit erfreut sich allerdings das Kokosöl, da es dem CBD-Öl den angenehmsten Geschmack liefert.

Darreichungsformen

Das Cannabidiol kann in unterschiedlichen Formen erworben werden. Die Gängigsten sind:

  • CBD in Getränken und Speisen (beispielsweise CBD-Tee)
  • CBD-Kapseln
  • CBD-Öl (in Tropfenform)
  • CBD-Liquid
  • CBD-Salbe und CBD-Cremes

CBD-Öl und -Kristalle in Speisen und Getränken

Das CBD-Öl lässt sich mit Speisen oder Getränken einnehmen. Oft zu finden ist der CBD-Tee. Er wird wie normaler Tee auch mit heißem Wasser aufgebrüht und entfaltet nach einigen Minuten Ziehzeit seine Wirkung. Für die Herstellung eines CBD-Tees ist eine CBD-Konzentration von mindestens 1,5 Prozent erforderlich. Je höher sie ist, desto besser können sich die positiven Stoffe im Tee entfalten. Damit ein höherer CBD-Gehalt garantiert werden kann, werden die Pflanzen bis zu fünf Monate später geerntet. Dann nimmt die Hanfpflanze eine grünlich-braune Farbe an. Der Geschmack des CBD-Tees lässt sich als voll, erdig und ausgeprägt beschreiben. Je nach Vorlieben kannst du den Tee mit weiteren Kräutern mischen, um eine andere Geschmacksrichtung zu erzielen. Es wird empfohlen, den Tee gegen Abend oder vor dem Schlafengehen zu trinken.

Sehr beliebt sind auch CBD-Kristalle, die beispielsweise einem Kuchen beigemischt werden können. Da sie sich sehr schnell auflösen, eignen sie sich aber auch für Getränke und weitere Speisen.

Info.

Da das CBD erst den Verdauungstrakt passieren muss, setzt die Wirkung des Stoffes nach ein bis zwei Stunden ein.

CBD-Öl in Kapselform

Kapseln werden vor allem für die Menschen empfohlen, welche den Geschmack des CBD-Öls nicht mögen. Das Öl befindet sich in weichen Softgel-Kapseln, deren Hülle meist neutral schmeckt. Dabei unterscheidet sich das CBD-Öl von dem Inhalt der Kapseln nicht – die Inhaltsstoffe sind identisch. Es gibt allerdings Firmen, die das CBD-Öl mit weiteren Stoffen kombinieren, um entweder die positive Wirkung zu unterstützen oder aber um den Kapselinhalt zu strecken. Hier musst du also aufpassen.

Auch die Konzentrationen variieren. Während einige Hersteller den CBD-Anteil in Prozent angeben, nehmen andere eine Angabe in Milligramm vor. Meist werden Kapseln mit vier oder zehn Prozent angeboten.

Info.

Vier Prozent des CBD-Öls entsprechen 6,4 Milligramm CBD je Kapsel. Zehn Prozent stehen dann für 16 Milligramm. Es gibt aber auch Produkte mit 25 Milligramm CBD-Anteil.  

Die Kapseln lassen sich zudem einfacher dosieren. Und auch die Einnahme erfolgt kinderleicht. Mit einem Glas Wasser werden sie oral eingenommen. Die CBD-Kapseln sind somit ideal für die Einnahme unterwegs. Auch lassen sie sich besser verstauen als das Öl, da nichts verschüttet werden oder auslaufen kann. Lediglich die Wirkung kann sich verspätet entfalten, da sich die Kapselhülle erst auflösen muss.

CBD-Öl

Die Einnahme vom CBD-Öl gestaltet sich unkompliziert. Da das CBD-Öl meinst in einer Pipetten-Tropfflasche angeboten wird, gibst du einfach die empfohlene oder benötigte Anzahl der CBD-Tropfen unter deine Zunge und lässt sie dort verweilen. Sie wirken sehr schnell, da sie direkten Kontakt zur Mundschleimhaut haben. Für Menschen, die Probleme haben, Kapseln zu schlucken, bieten die Tropfen einen großen Vorteil.

Damit das Öl seine Eigenschaften entfalten kann, wird ein Verzicht von weiteren Flüssigkeiten und Speisen für einige Minuten nach der Einnahme empfohlen.

Das Öl variiert sowohl in Farbe als auch im Geschmack. Abhängig sind diese von der Verarbeitung sowie den Verdünnungsmitteln. Es kann von hellbraun bis dunkelgrün, aber auch golden sein. Der Geschmack ist meist weniger oder stärker bitter, teilweise ist er auch scharf.

Das Öl wird in unterschiedlichen Konzentrationen in der Regel in 100 Milliliter Flaschen angeboten. Da das CBD sich sehr gut in Öl auflösen lässt, sind genaue Konzentrationen möglich. Die Konzentration gibt den Anteil des CBDs im Produkt an. Die niedrigste Konzentration liegt bei zwei Prozent, die höchste bei 48 Prozent. Weiterhin kann das Öl in drei, fünf, acht, zehn, zwölf, 15, 20 und 25 prozentiger Konzentration erworben werden. Manchmal gibt es auch noch weitere Zwischenstufen. Nicht unwesentlich ist es zu wissen, dass die Angaben sich immer auf das Gewicht des CBDs beziehen und nicht auf das Volumen.

In der Regel gilt, je höher das CBD-Öl konzentriert ist, desto teurerer ist das Produkt.

Weiterhin kann das CBD-Öl in unterschiedlichen Formen erworben werden, etwa als:

  • CBD-Isolat
  • Vollspektrum-CBD

CBD-Isolat

Als CBD-Isolat gilt ein Produkt, das synthetisch hergestellt worden ist und reines CBD beinhaltet.

Vollspektrum-CBD

Als Vollspektrum-CBD gelten Produkte, die natürlichen Ursprungs sind. Sie enthalten neben dem reinen CBD auch noch weitere natürliche Stoffe mit positiven Eigenschaften. Deshalb werden Vollspektrumprodukte von Anwendern meist favorisiert.

Zu den Vollspektrumprodukten zählen folgende Cannabinoide:

  • CBD
  • CBN
  • CBL
  • CBCVA
  • Terpene (beispielsweise Alpha-Pinene, Beta-Caryophyllene, Limonen, Myrcen)

Richtige Aufbewahrung von CBD-Öl

CBD-Öl soll dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank kann allerdings nicht empfohlen werden, da das Öl dann seine Konsistenz verändern kann. Wichtig ist es, die Flasche stets nach Gebrauch zu verschließen. In einer verschlossenen Flasche ist es bis zu einem Jahr haltbar. Generell gilt das Mindestverfallsdatum des Herstellers. Weiterhin muss das CBD-Öl außerhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden.

CBD-Liquid

Das CBD-Liquid gilt als reines Nahrungsergänzungsmittel und wird auch als solches vertrieben. Dabei handelt es sich um Liquid für E-Zigaretten. Es wird ebenfalls in Tropfenform verwendet. Auch hier ist die Dosierung einfach. Das CBD wird durch das Dampfen über die Lungenbläschen aufgenommen. Durch das Dampfen gelangen die unterschiedlichen Wirkstoffe schnell in den Blutkreislauf.

Willst du ein CBD-Liquid ausprobieren, dann solltest du darauf achten:

  • welche Inhaltsstoffe im Liquid enthalten sind
  • ob im Liquid Nikotin enthalten ist
  • welche Aromastoffe das Liquid aufweist
  • wie viel CBD im Liquid vorkommt
  • ob das CBD natürlich hergestellt wurde (Hinweis auf der Verpackung)
  • ob das Produkt für den europäischen Markt produziert wurde und somit alle Standards erfüllt

CBD-Salbe und CBD-Creme

Es gibt mittlerweile sehr viele unterschiedliche Salben, die mit CBD angereichert werden. Meist ist eine Mischung aus Bienenwachs und Kokosöl die Trägersubstanz einer Salbe. Unter den Cremes gibt es menthol- oder kampferhaltige Salben, oder Salben mit Bienengift oder Chili. Je nach Kombination der Inhaltsstoffe haben die Salben auch unterschiedliche Anwendungsgebiete.

Inhaltsstoffe des CBD-Öls

In der Hanfpflanze konnten inzwischen über 489 wichtige Bestandteile nachgewiesen werden. Zu diesen gehören vor allem:

  • Terpenen
  • Falvonoiden
  • weitere Pflanzenstoffe
  • Cannabinoide

Von den Cannabinoiden enthält die Hanfpflanze etwa 80 Stück. Zu den bekanntesten gehören:

  • THC (Tetrahydrocannabinol)
  • CBC (Cannabichromen)
  • CBDa (CBD-Carbonsäure)
  • CBD (Cannabidiol)
  • CBN (Cannabinol)
  • CBG (Cannabigerol)

CBD spaltet sich weiter in unterschiedliche Inhaltsstoffe auf. Nicht zu vergessen sind außerdem die Inhaltsstoffe des Speiseöls, mit welchem CBD gemischt wird.

Inhaltsstoffe des CBD-Öls Untergruppen

Trägeröl

abhängig von der Ölsorte

Mineralstoffe

Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Natrium, Phosphor, Zink

Vitamine

Vitamin E, B1, B2

Ungesättigte Fettsäuren

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Gamma-Linolensäuren

Cannabinoide

CBD, CBG, CBN

Pflanzliche Bestandsteile

Chlorophyll, Carotinoide

Außerdem enthält CBD-Öl wichtige Proteine und Ballaststoffe.

Was sind Cannabinoide?

Das Endocannabinoidsystem bildet einen Teil des Hypothalamus in unserem Gehirn. Mit diesem werden unter anderem

  • der Schlaf,
  • der Appetit,
  • die Regulierung der Körpertemperatur,
  • das Wohlbefinden und die Stimmungslage, bzw. die Entstehung von Ängsten,
  • Wahrnehmung von Schmerzen,
  • aber auch unsere Immunabwehr

gesteuert. Dank des Endocannabinoidsystems können Cannabinoide ohne Probleme an unsere Rezeptoren im Hypothalamus andocken.

Der Körper kann Endocannabinoide selbst produzieren. Diese bilden sich aus Körperfettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren. Bei Endocannabinoiden handelt es sich um kurzfristige Neurotransmitter, das heißt, sie werden erst synthetisiert, wenn sie vom Körper tatsächlich auch benötigt werden. Dennoch kommt es vor, dass beispielsweise im Ungleichgewicht weniger Endocannabinoide produziert werden als notwendig. Deshalb kann an dieser Stelle eine Zufuhr von Cannabinoiden helfen, wieder ein Gleichgewicht zu erreichen.

Erstaunlicherweise wurde das Endocannabinoidsystem erst im Zuge der Cannabinoiden-Studien entdeckt.

1987 erklärte der Professor Allyn Howlett an der Saint-Louis-Universität in Missouri (USA) erstmals die Wirkungen von Cannabinoiden. Zu den bekanntesten Rezeptoren im menschlichen Körper zählen die Rezeptoren CB1 und CB2. Der erste befindet sich im zentralen Nervensystem sowie im Nervensystem unseres Darms, der zweite ist in Zellen zu finden, welche den Knochenstoffwechsel sowie das Abwehrsystem regulieren.

Demnach ist der CB1-Rezeptor wichtig für chronische Schmerzen, aber auch für Depressionen. In diesem Fall sendet er Botenstoffe aus, um diese Symptome unterdrücken zu können. Der CB2-Rezeptor dagegen hat die Hauptfunktion, Entzündungen zu kontrollieren.

Was musst du bei der Anwendung beachten?

Wichtig ist es, sich an die Dosierungshinweise zu halten. Erst im nächsten Schritt, wenn dein Körper sich an das neue Produkt gewöhnt hat, kannst du dich langsam an eine individuelle Dosierung vortasten. Das passiert nach ca. drei Wochen regelmäßiger Einnahme. Manchmal fällt die individuelle Dosierung dann niedriger aus als empfohlen, manchmal auch höher. Diese hängt auch vom eigenen Gewicht ab. Wiegst du weniger, wird oftmals eine niedrige Dosierung reichen. Wiegst du etwas mehr, werden auch mehr CBD-Öl-Tropfen benötigt. Eine Überdosierung ist laut WHO nicht möglich.

Info.

Die beste Wirkung wird entweder auf nüchternem Magen oder mit fettreichen Speisen wie Milch oder Nüssen erzielt. Das liegt daran, dass zum einen ein voller Magen die Aufnahme verzögern kann, zum anderen das CBD fettlöslich ist und fetthaltige Produkte die Aufnahme begünstigen können. Weiterhin wird empfohlen, anschließend einige Minuten lang auf Nahrung oder Flüssigkeiten zu verzichten, damit eine optimale Wirkung erzielt wird.

Welche Konzentration wird wann empfohlen?

Hast du nur leichte Beschwerden, dann solltest du das CBD-Öl mit einer möglichst niedrigen Konzentration wählen, die allerdings die 15 Prozent nicht überschreitet. Hier werden jeweils morgen und abends drei Tropfen in der ersten Woche empfohlen. Eine Erhöhung auf fünf Tropfen kann bei Bedarf in der zweiten Woche stattfinden.

Bei mittleren Beschwerden wird die Konzentration zwischen 15 und 25 Prozent empfohlen. Auch wenn CBD-Öl als ungefährlich gilt, solltest du dennoch zwecks der Einnahme Rücksprache mit deinem Arzt halten.

Bei starken Beschwerden kannst du zu einer Konzentration ab 25 Prozent greifen. Auch hier ist die Absprache mit dem Arzt notwendig.

Info.

Das CBD-Öl kann bedenkenlos auch bei Tieren angewandt werden. Konzentrationen unter fünf Prozent werden im Übrigen für kleine Haustiere wie Katzen und Hunde empfohlen.

Wo kannst du CBD-Öl kaufen?

CBD-Öle mit einem Gehalt unter 0,2 Prozent an THC sind frei verkäuflich. Deshalb bekommst du diese in:

  • vielen Online-Shops
  • Online-Apotheken
  • Bioläden
  • Apotheken

Auch auf Handelsplattformen Amazon und eBay sind CBD-Öle erhältlich. Allerdings musst du kreativ suchen, denn sie haben durch ihre Geschäftsbedingungen den Handel mit CBD-Produkten stark verkompliziert. Das Öl wird zwar weiterhin verkauft, darf allerdings als solches nicht gekennzeichnet sein. Stattdessen heißt es dort „CB-Vollspektrumöl“ oder „Essentialöl mit CB-Anteilen“ oder auch „Hanfextrakt-Tropfen“. Die Herkunft und Qualität solcher Produkte ist selten klar deklariert. Das verwundert nicht, denn seriöse Hersteller lassen sich auf solche Umschreibungen wohl kaum ein.

Worauf du beim Kauf achten musst

In vielen Ländern, darunter auch Europa, ist ein höherer THC-Höchstwert erlaubt als in Deutschland. Um Strafgelder zu umgehen, solltest du deshalb beim Bestellen auf den THC-Gehalt von maximal 0,2 Prozent achten.

Weiterhin werden nicht selten CBD-Öle mit sehr hohem CBD-Gehalt angeboten, allerdings mit einem relativ niedrigen Preis. Hier kannst du davon ausgehen, dass es sich nicht um ein hochwertiges Produkt handeln kann, denn die Herstellung des CBD-Extrakts ist sehr kostspielig, dementsprechend müssen die Öle umso preisintensiver sein, je höher der CBD-Gehalt ist.

Um ein hochwertiges Produkt zu erwerben, sollten im Idealfall sowohl der Anbieter ein Zertifikat bzw. das CBD-Öl selbst ein Analysezertifikat vorweisen.

Apotheken bieten beispielsweise die Sicherheit der Qualität, aber auch eines Ansprechpartners vor Ort. Leider musst du bei den Preisen mit einem Aufschlag von bis zu 50 Prozent rechnen. Bestellst du das Produkt direkt beim Hersteller, wird der Preis deutlich günstiger. Nicht selten bieten Online-Shops außerdem Aktionen an, mit welchen du einen ordentlichen Rabatt bekommen kannst.

Weiterhin kann ein kaltgepresstes Vollspektrum-CBD-Öl in Bioqualität empfohlen werden. Mit so einem Produkt kannst du garantiert nichts falsch machen.

Fazit

Auch wenn es sich beim CBD-Öl um ein Hanfprodukt handelt, wird keine Rauschwirkung erreicht, da das CBD-Öl keine nennenswerten Mengen an THC aufweist und damit völlig legal erworben und konsumiert werden kann. Auch bietet das Öl den großen Vorteil, dass eine Überdosierung nicht erreicht werden kann und mit Nebenwirkungen nicht zu rechnen ist. CBD macht außerdem nicht abhängig.

Wichtig ist es, beim Kauf auf Qualität zu achten. Nur unter bestimmter Verarbeitung bleiben dem CBD-Öl alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten. Taste dich außerdem bei der Konzentration und bei der Dosierung erst langsam vor. Zum einen spiegelt sich eine höhere Konzentration im höheren Preis wider, zum anderen muss sich dein Körper vielleicht trotzdem an das neue Produkt erst gewöhnen. Achte am besten auf Herstellerempfehlungen und finde anschließend durchs Ausprobieren deine individuelle Wohlfühldosis.

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