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Eisenmangel - Probleme, Ursachen und Lösungen

Veröffentlicht am 20.07.2019

Eine Eisen-Anämie ist die am häufigsten auftretende Anämie in Deutschland. Dabei ist eine Eisen-Anämie schnell und einfach zu beseitigen – der Körper muss lediglich wieder mit ausreichend Eisen versorgt werden. Eine Anämie ist allerdings nicht die einzige Folge von Eisenmangel.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eisenmangel führt immer zu einer Anämie
  • In der Schwangerschaft sind Frauen besonders häufig betroffen
  • Ein Eisenmangel kann auf tiefergehende Erkrankungen hindeuten – oder einfach an einer falschen Ernährung liegen
  • Eisenmangel kann nur durch eine Blutuntersuchung gesichert festgestellt werden

Warum braucht unser Körper eigentlich Eisen?

Eisen ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Aus diesem Grund handelt es sich hierbei um einen essenziellen Nährstoff – das bedeutet, dass eine vollständige Zufuhr des kompletten Bedarfs über die Nahrung erfolgen muss. Eisen erfüllt im Körper eine ganze Reihe wichtiger Aufgaben.

Die wohl wichtigste Aufgabe ist die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Ohne diesen gibt es keine roten Blutkörperchen. Dass die Hämoglobinbildung, die wohl vorrangigste Aufgabe des Mineralstoffes Eisen ist, merkt man bereits daran, dass rund 70 % des Eisenbedarfs im Körper für die Herstellung von Hämoglobin verwendet wird. Darüber hinaus braucht der Körper Eisen für die Herstellung des Muskelfarbstoffes Myoglobin.

Eisen im Körper

Dazu wird Eisen für die Produktion verschiedener anderer Enzyme und Nährstoffe im Körper. So kann ohne Eisen beispielsweise keine Produktion von L-Carnitin in der Leber erfolgen. Der Mineralstoff bündelt Sauerstoff im Blut und übernimmt dadurch die Aufgabe die Zellen mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Zusammengefasst kann man sagen, dass der Körper in seiner Gesamtheit nur funktionieren kann, wenn ausreichend Eisen vorhanden ist.

Welche Symptome sprechen für einen Eisenmangel?

Ein Eisenmangel wird in Deutschland oftmals erst relativ spät diagnostiziert, weil die Symptome eines solchen auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können. Dabei ist die Feststellung eines Eisenmangels eigentlich verhältnismäßig einfach. Daher ist es wichtig, auf die Anzeichen eines Eisenmangels zu achten, denn unbehandelt kann dieser durchaus schwere Folgen haben. Anzeichen für eine solche Anämie sind:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Blässe
  • Müdigkeit
  • Erschöpfungszuständigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Reizbarkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Herzklopfen

Was genau sind die Folgen von Eisenmangel für den Körper?

Die erste Folge eines Eisenmangels ist eine Anämie – also eine Blutarmut. Eine Eisenmangel-Anämie führt dazu, dass die einzelnen Zellen im Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, was zu einem erheblichen Leistungsabfall führt. Außerdem steigt das Risiko von Infektionskrankheiten um ein Vielfaches an. Besonders gefährlich kann ein Eisenmangel für Schwangere und deren ungeborene Kinder sein.

Dabei tritt gerade in der Schwangerschaft ein solcher Eisenmangel besonders häufig auf. Denn hier ist der Bedarf an neu gebildetem Blut besonders groß, wodurch natürlich auch der Bedarf an Eisen erheblich ansteigt.

Die auftretenden Folgen eines Eisenmangels sind in der Schwangerschaft erst einmal dieselben, wie bei nicht schwangeren Personen. Allerdings entwickeln diese in der Schwangerschaft eine viel größere Tragweite und sind für die Schwangere und das ungeborene Kind noch weitaus gefährlicher, als sie es für die erkrankte Person unter normalen Umständen wären.

Risiken von Eisenmangel für eine Schwangere

1.) Ein reduzierter HB Wert und damit verbunden verminderte Blutreserven bei der Geburt. Im schlimmsten Fall kann dieser Umstand dazu führen, dass schon bei vergleichsweise geringem Blutverlust eine Blutersatzgabe, wie zum Beispiel die Gabe von Blutkonserven oder von Kochsalzlösung als Expander Mittel, notwendig wird. Grade in Entwicklungsländern ist Eisenmangel daher der Hauptgrund für die hohe Müttersterblichkeit unter der Geburt.

2.) Aufgrund des Mangels an Blutvolumen wird das im Rahmen der Schwangerschaft ohnehin schon mehr strapazierte Herz noch weiter gefordert, was zu Herzrhythmusstörungen und anderen Symptomen führen kann, die im schlimmsten Fall einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.

3.) Es besteht ein erhöhtes Risiko für Scheideninfektionen, mit allen für die Mutter und das Kind verbundenen Risiken

4.) Ein Eisenmangel führt in aller Regel zu einer Störung der Milchbildung nach der Geburt

Was sind die Ursachen für einen Eisenmangel?

Am einfachsten lässt sich ein Eisenmangel in der Schwangerschaft erklären. Das Blutvolumen einer Frau erhöht sich in der Schwangerschaft deutlich. Das führt dazu, dass einfach deutlich mehr Eisen benötigt wird, als außerhalb der Schwangerschaft. Der Eisenbedarf verdoppelt sich fast – allerdings ist es kaum möglich eine so hohe Eisenmenge durch eine normale Ernährung zu sich zu nehmen. Die fast schon logische Folge ist ein Eisenmangel. Als Lösung wird von Frauenärzten in der Regel die Gabe von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln zu einer besseren Versorgung mit Eisen verschrieben.

Bei nicht schwangeren kann es zwei Gründe für einen Eisenmangel geben. Der erste ist sehr leicht zu beheben – eine klassische Fehlernährung. Hierbei stellt sich die Frage, wie es zu dieser Fehlernährung kommen konnte. Liegt es einfach daran, dass Sie in der Vergangenheit wenig wert auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung gelegt haben, sollte sich dieser Fehler schnell und leicht beheben lassen.

Ursachen für Eisenmangel

Ein nahrungsbedingter Eisenmangel kann allerdings auch aus einem Verzicht auf tierische Lebensmittel resultieren. Denn letztlich sind diese die besten Eisenlieferanten. Vegetarier und Veganer sind aus diesem Grund besonders anfällig für einen ernährungsbedingten Eisenmangel. Dieser stellt sich dabei auch nicht sofort ein, sondern eher schleichend. Denn auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln ist Eisen enthalten – nur nicht in der gleichen Menge wie in tierischen Produkten und leider auch nicht in der gleichen Bioverfügbarkeit. Hier hilft dann nur eine gezielte Ernährung mit eisenreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln oder eben die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln.

Ein häufiger Grund für Eisenmangel ist ein starker Blutverlust. Hast du diesen zum Beispiel in Folge einer Verletzung oder eines Unfalls erlitten, kann dem Eisenmangel vergleichsweise schnell Abhilfe geschaffen werden. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Situationen, in denen dir gar nicht bewusst ist, dass du regelmäßig Blut verlierst. Das kann zum Beispiel im Fall von Blutungen im Darm oder im Magen vorkommen. Sollten solche durch eine Stuhlprobe festgestellt werden, ist es wichtig die Ursache ärztlich abklären zu lassen. Auch das Auftreten der Menstruationsblutung kann zu einem kurzzeitigen Eisenmangel führen.

Warum leiden Frauen häufiger unter Eisenmangel als Männer?

Rund 50 % aller Schwangeren leiden an einem Eisenmangel. Aber auch 10 % aller anderen Frauen haben einen Eisenmangel – aber nur rund 2 % aller Männer in Deutschland. Das liegt an dem Eisenverbrauch. Wie unterschiedlich dieser Verbrauch tatsächlich ist, zeigt ein kurzer Auszug aus der Empfehlung zur Tagesdosis von Eisen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Was sind gute Eisenlieferanten?

In der täglichen Nahrung findest du besonders in den folgenden Lebensmitteln eine Menge Eisen:

  • Inneren
  • Fleisch
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
  • Brot
  • Frisches Gemüse

Der Eisengehalt in pflanzlichen Lebensmitteln ist in der Regel geringer, als der in tierischen. Dazu kommt, dass die Bioverfügbarkeit bei tierischen Lebensmitteln deutlich höher ist, als im Fall von pflanzlichen Lebensmitteln.

Fazit: Eisenmangel ist vor allem für Kinder und Schwangere gefährlich

Ein Eisenmangel ist leicht zu beheben, wenn er denn diagnostiziert wurde. In der Schwangerschaft gehört der Bluttest zur Bestimmung des Eisengehalts im Körper inzwischen zu den klassischen Vorsorgeuntersuchungen – allerdings sind Experten sich sicher, dass diese Untersuchung auch hier immer noch zu selten stattfindet. Für Menschen, die nicht schwanger sind, ist ein regelmäßiger Test des Blutes auf einen möglichen Eisenmangel nicht vorgesehen. Nur wenn der Arzt von sich aus auf die Idee kommt, dass deine Beschwerden auf eine Eisen-Anämie zurückzuführen sein könnten, wird er ein entsprechendes Blutbild machen lassen.

Wenn du also das Gefühl hast, an einem Eisenmangel zu leiden, solltest du als erstes deine Ernährung auf eine höhere Eisenzufuhr ausrichten. Wenn das keinen nachhaltigen Erfolg bringt, solltest du unbedingt deinen Arzt ansprechen – denn ein nicht nahrungsbedingter Eisenmangel resultiert häufig aus versteckten Blutungen im Magen oder Darm, die auf andere tiefersitzende Erkrankungen zurückzuführen sein können.

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