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L-Carnitin - Die essenzielle Aminosäure

Veröffentlicht am 20.07.2019

L-Carnitin ist eine Verbindung zwei Aminosäuren, die in der Leber synthetisiert wird. Da der menschliche Körper L-Carnitin selbst herstellen kann, handelt es sich hierbei nicht um einen essenziellen Nährstoff.

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Das Wichtigste in Kürze

  • L-Carnitin hat wichtige Funktionen in verschiedenen Stoffwechselaktivitäten
  • Da der Körper kleine Mengen L-Carnitin selbst herstellen kann, ist es kein essenzieller Nährstoff
  • Bis zu 25 mg L-Carnitin können im Körper gespeichert werden

Der Nährstoff L-Carnitin

L-Carnitin ist wahrscheinlich jedem Sportbegeisterten schon einmal in irgendeiner Form begegnet. Oftmals wird L-Carnitin dabei zu einem wahren Fettburner hochgelobt. Allerdings ist die körpereigene Produktion im Vergleich zum täglichen Bedarf vergleichsweise gering, sodass hier eine zusätzliche Zufuhr über die Nahrung absolut notwendig ist.

Dabei solltest du beachten, dass die zuständige Behörde der EU im Rahmen der Health Claims Verordnung jegliche werbewirksame Gesundheitsaussage zu L-Carnitin untersagt hat. Keine der beantragten Aussagen ist zugelassen worden.

Das hat einen einfachen Hintergrund. Experten sind sich einig, dass ein Mehr an L-Carnitin im Endeffekt keinen Einfluss auf den Körper selbst hat – wichtig ist nur, dass die täglich notwendige Dosis vorhanden ist, damit die Aufgaben, die L-Carnitin auf natürliche Weise im Körper zu erledigen hat, auch erfüllt werden.

L-Carnitin wird im Körper, um genau zu sein in der Leber, aus den beiden Aminosäuren Lysin und Methionin synthetisiert. Damit die körpereigene Produktion funktioniert, muss also von diesen beiden Aminosäuren schon mal ausreichend vorhanden sein. Hierbei handelt es sich sehr wohl um essenzielle Aminosäuren, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann. Das bedeutet, dass du, damit deine eigene L-Carnitin Produktion funktionieren kann, ausreichend Lysin und Methionin zu dir nehmen musst.

Nährstoff L-Carnitin

Dabei gilt es zu beachten, dass beide Aminosäuren weitaus mehr Aufgaben haben, als nur die Bildung von L-Carnitin. So ist Lysin beispielsweise an der Zellteilung, dem Wachstum und der Wundheilung beteiligt. Methionin hingegen ist unverzichtbar, wenn es um den Erhalt der vorhandenen Muskelmasse geht. Damit diese beiden Aminosäuren also neben ihren verschiedenen anderen Aufgaben auch L-Carnitin bilden können, muss eine ausreichende Aufnahme über die Nahrung erfolgen.

Die besten Nahrungsmittel, wenn du Quellen für Lysin und Methionin suchst, sind proteinhalte Nahrungsmittel. Fleisch, Fisch und Milchprodukte, stechen hier besonders hervor. Teilweise kommen die genannten Aminosäuren auch in Getreide vor, hier macht es allerdings Sinn, dann auch Vollkornvarianten zu setzen. Denn Aminosäuren sind meist in den Schalen der Getreidekörner, die im Mehl für Weißbrot zum Beispiel gar nicht mehr vorhanden sind. Vor allem Vegetarier müssen hier auf eine ausreichende Zufuhr dieser beiden Aminosäuren achten.

Damit die Produktion von L-Carnitin richtig und dauerhaft funktionieren kann, ist darüber hinaus auch eine ausreichende Menge von Eisen im Körper erforderlich. Leidet ihr unter einem Eisenmangel, wird auch die L-Carnitin Produktion langsam, aber stetig abnehmen.

Welche Funktionen hat L-Carnitin im Körper?

Bleibt die Frage, was L-Carnitin im Körper überhaupt tut. Die Antwort ist nicht ganz einfach – denn L-Carnitin hat eine ganze Reihe von wichtigen Aufgaben im Stoffwechselbereich. Vorrangig ist hier wohl der Transport von verschiedenen Fettsäuren. So lassen sich beispielsweise mehrkettige Fettsäuren nur mit der Hilfe dieses Nährstoffes in die jeweiligen Zellen transportieren, wo sie zur Energiegewinnung umgesetzt werden.

Info.

So sorgt L-Carnitin im Endeffekt dafür, dass die Fettsäuren in die Zellen gelangen, in denen sie letztlich verbrannt werden sollen. Gerade für die Muskulatur im Fall von sportlicher Betätigung, ist das ein wichtiger Ablauf, um diese vor Ermüdung zu schützen. Genau dieser Effekt hat L-Carnitin auch den Ruf eines Fettburners eingebracht.

Es konnte bislang allerdings nicht abschließend nachgewiesen werden, dass dieser Effekt sich in irgendeiner Form über die normal notwendige Verarbeitung von Fettsäuren, wie sie durch die jeweilige körperliche Betätigung erfolgt, steigern lässt.

Zwar gibt es bereits Studien, die eine zusätzliche Reduzierung von Fett bei Personen, die eine kalorienreduzierte Diät einhalten und sich dabei sportlich betätigen, nahelegt – diese wurden aber bislang nicht durch ausreichende Vergleichsstudien bestätigt. Aus genau diesem Grund hat die EU bislang auch keine Werbeaussagen zu einer allgemeinen gesundheitlichen Wirkung von L-Carnitin zugelassen. Inwieweit sich dies in den nächsten Jahren und bei zunehmender Klarheit durch weitere Studien ändern wird, bleibt abzuwarten.

Festhalten kann man auf jeden Fall, dass L-Carnitin eine Aminosäuren Verbindung ist, die teilweise im Körper hergestellt werden kann. Nur der Teil, den du in der Leber nicht selbst synthetisieren kannst, musst du über die Nahrung zu dir nehmen. Eine wichtige Rolle spielt L-Carnitin dabei vor allen Dingen beim körpereigenen Fettstoffwechsel und damit bei der Energieerhaltung im Körper. Der Transport von mehrkettigen Fettsäuren, die als besonders gesund und gehaltvoll gelten, ist dabei wichtig, um die einzelnen Zellen ausreichend mit der benötigten Energie zu versorgen.

Symptome eines L-Carnitin Mangels

Kommt es wirklich einmal zu einem L-Carnitin Mangel im Körper, ist die ausreichende Versorgung der Zellen mit den energieliefernden Fettsäuren nicht mehr in ausreichendem Maße sichergestellt. Das kann zu einer Fehlfunktion bei verschiedenen biochemischen Prozessen im Körper führen.

L-Carnitin Mangel

Das Problem dabei ist, dass ein L-Carnitin Mangel oftmals erst sehr spät festgestellt wird – dabei lässt sich grade ein solcher recht schnell beheben. Die Symptome eines Carnitin Mangels im Körper sind dabei durchaus vielschichtig. Ohne ausreichend L-Carnitin ist die Verarbeitung von mehrkettigen Fettsäuren im Körper nur bedingt möglich. Das führt wiederum dazu, dass die Zellen mit weniger Energie versorgt werden. Die logische Folge sind:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Erschöpfungszustände
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gesteigerte Anfälligkeit für Infektionen

Ein weiterer Faktor ist dabei natürlich auch der Umstand, dass die Muskelzellen mit weniger Energie versorgt werden. Die Folge ist erst einmal ein Gefühl von Muskelschwäche – in der Folge dann sogar Muskelschwund.

Wie kann es zu einem L-Carnitin Mangel kommen?

Die Ursachen für einen Mangel an L-Carnitin können dabei durchaus vielseitig sein. Im Allgemeinen kennen wir drei Varianten, die zu einem L-Carnitin Mangel führen können. Da wäre

  • Eine mangelnde Nährstoffzufuhr
  • Ein erhöhten L-Carnitin Verbrauch
  • Ein krankheitsbedingter Mangel an L-Carnitin
  • Eine rapide Ernährungsumstellung

Mangelhafte Nährstoffzufuhr

Damit eine mangelnde Nährstoffzufuhr zu einem Carnitin Mangel führt, müssen eine ganze Reihe von Faktoren zusammentreffen. Denn L-Carnitin wird einerseits im Körper selbst synthetisiert und andererseits durch die Nahrung zugeführt. Wer einen gesunden Stoffwechsel hat, sich abwechslungsreich und gesund ernährt und keine besonderen Erkrankungen hat, der wird in der Regel auch ausreichend mit L-Carnitin versorgt.

Der Körper kann die Produktion von L-Carnitin steigern oder senken, je nachdem wie viel von dem wichtigen Nährstoff du über die Nahrung zu dir nimmst. Damit der Körper aber überhaupt in der Lage ist, L-Carnitin herzustellen, musst du einerseits eine ausreichende Menge an Lysin und Methionin im Körper haben. Denn aus diesen beiden essenziellen Aminosäuren besteht L-Carnitin. Damit Carnitin also gebildet werden kann, müssen diese Bausteine in ausreichemden Maß vorhanden sein.

Darüber hinaus braucht der Körper aber auch weitere Nährstoffe, damit die Produktion als solche funktionieren kann. Besonders wichtig sind dabei

  • Eisen
  • Vitamin B12
  • Vitamin B6
  • Vitamin C
  • Folsäure

Leidest du also an einem Eisen Mangel, einen dieser Nährstoffe betreffend, wird die Produktion von L-Carnitin im Körper immer mehr erlahmen und schließlich weitgehend versiegen. Das bedeutet im Umkehrschluss beispielweise, das Schwangere in vielen Fällen zu einer verminderten L-Carnitin Produktion neigen. Denn vor allem in der Schwangerschaft sind Eisen- und Folsäuremangel klassische Mangelerscheinungen.

Besonders gefährdet dafür sind daneben in erster Linie Vegetarier oder Veganer. Denn die bestmögliche Versorgung mit L-Carnitin einerseits und Lysin und Methionin andererseits erfolgt über tierische Lebensmittel. Auch wenn es durchaus pflanzliche Lebensmittel gibt, die einen Beitrag zur Versorgung mit L-Carnitin, mit Lysin und Methionin – die bessere Bioverfügbarkeit haben diese Nährstoffe, wenn sie aus einer tierischen Quelle stammen.

Mangelnde Nährstoffzufuhr

Da gerade Vitamin B12 von Veganern und Vegetariern kaum in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden kann, ist auch hier ein hoher Risikofaktor in Sachen mangelhafte L-Carnitin Produktion gegeben.

Wenn also letztlich eine verminderte Zufuhr von L-Carnitin über die Nahrung und eine ebenso verminderte Zufuhr von

  • Lysin
  • Methionin
  • Eisen
  • Vitamin B12

zu Buche schlägt, führt dies über kurz oder lang zu einem L-Carnitin Mangel.

Erhöhter L-Carnitin Verbrauch

Unabhängig von den Personengruppen, die einen höheren L-Carnitin Bedarf haben – auf diese kommen wir weiter unten noch zu sprechen – kann es Phasen geben, in denen du einen erhöhten L-Carnitin Verbrauch hast. Wir differenzieren hier, weil die Personen mit einem höheren Bedarf diesen aufgrund ihres Lebensstils für einen längeren Zeitraum haben – ein erhöhter Bedarf wie er hier gemeint ist, besteht nur für vergleichsweise kurze Phasen.

Info.

Ein solcher erhöhter Bedarf kann zum Beispiel dann auftreten, wenn er Fettstoffwechsel aufgrund eines körperlichen Ereignisses besonders gefordert wird. So zum Beispiel bei schweren Verbrennungen. Auch ein schwerer Sonnenbrand beispielsweise kann für mehrere Tage zu einem erhöhten L-Carnitin Verbrauch führen.

Auch eine schwere Erkrankung wie eine Sepsis beispielsweise oder andere Erkrankungen, die mit hohem Fieber einhergehen, führen zu einem verstärkten Fettstoffwechsel. Eine andere Situation, in der dein Körper auf einen verstärkten Fettstoffwechsel umsteigt, ist die Heilungsphase nach einer großen und umfassenden Operation.

Auch eine Ketose kann ein Grund für einen kurzzeitig erhöhten Verbrauch von L-Carnitin sein.

Krankheitsbedingter Mangel

Hier gibt es zwei mögliche Variationen, die zu einem L-Carnitin Mangel führen können. Da wäre einerseits eine schwere Lebererkrankung zu benennen. Wenn die Leber ihren Stoffwechselaufgaben nicht mehr nachkommen kann, kann auch kein Carnitin in der Leber synthetisiert werden. Daraus resultiert, dass die körpereigene Produktion in einem solchen Fall weitgehend zum Erliegen kommt – der Bedarf an L-Carnitin muss somit komplett über die Nahrung gestillt werden.

Die andere mögliche Quelle für einen krankheitsbedingten Mangel wäre eine Darmerkrankung, die dazu führt, dass die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe im Darm selbst nicht hinreichend verarbeitet werden können. Auch ein operativ verkürzter Darm beispielsweise kann eine Ursache für eine mangelhafte Aufnahme der wichtigen Nährstoffe aus der Nahrung sein. Auch eine stark zuckerhaltige Ernährung, die oftmals zu einer verstärkten Bildung von Darmpilzen führt, kann eine verringerte Aufnahme von Nährstoffen im Körper herbeiführen.

Eine rapide Ernährungsumstellung

Wer in der Vergangenheit eine stark fleischhaltige Ernährung hatte und diese innerhalb kürzester Zeit umstellt, läuft Gefahr, einen Carnitin Mangel zu provozieren. Denn gerade rotes Fleisch, aber generell tierische Produkte, sind sehr gute Lieferanten von Carnitin. Hast du diese also in der Vergangenheit stark verkonsumiert, hast du eine Menge Carnitin über die tägliche Nahrung in dich aufgenommen.

Das kann dazu führen, dass die körpereigene L-Carnitin Produktion stark heruntergefahren wird – eine logische körperliche Reaktion, wenn die Carnitin Versorgung zur Gänze über die Ernährung sichergestellt werden kann.

Ernährungsumstellung

Wenn dann der nahrungsbedingte Überschuss an L-Carnitin nicht mehr vorhanden ist, da die stark Carnitin haltigen Nahrungsmittel aus deinem Ernährungsplan verbannt wurden, die Carnitin Produktion im Körper aber weitgehend zum Erliegen gekommen ist, führt dies schnell zu einer L-Carnitin Unterversorgung. Erst wenn die körpereigene Produktion wieder angeworfen wurde, kann der Mangel nach und nach behoben werden. Das ist einer der Gründe, weshalb im Rahmen einer strikten Diät oftmals auch ein Gefühl von Schwäche und Antriebslosigkeit aufkommen.

Diagnose und Behandlung

Leider ist es vergleichsweise kompliziert, einen L-Carnitin Mangel sicher zu diagnostizieren. Bei Säuglingen wäre dafür eine Untersuchung über die Massenspektronomie notwendig, Erwachsenen würde man den Carnitin Spiegel im Urin oder im Muskelgewebe selbst bestimmen und dadurch Aufschluss über die Menge im Körper erhalten.

Beide Verfahren sind durchaus aufwändig und werden deshalb nur vergleichsweise selten angewandt – aus diesem Grund erkennen viele Betroffene einen Carnitin Mangel erst recht spät – auch wenn ein solcher in Deutschland vergleichsweise selten vorkommt. Sollte bei dir doch einmal ein L-Carnitin Mangel festgestellt werden, ist die Therapie der Wahl in der Regel Schonung – also der Verzicht auf muskuläre Anspannung und kraftraubende Strapazen – und eine verstärkte Zufuhr von L-Carnitin – sei es durch Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente oder aber direkt durch eine Umstellung des persönlichen Speiseplans.

Info.

Das führt zu einer einfachen Möglichkeit, einen L-Carnitin Mangel auch ohne eine ärztliche Untersuchung ausschließen zu können. Wenn du das Gefühl hast, dass du die Symptome eines Mangels haben könntest, ist eine gesteigerte Zufuhr von L-Carnitin ein probates Mittel, um den Mangel auszuschließen.

Gehen die Symptome weg, war es tatsächlich ein entsprechender Mangel – wenn nicht, musst du in Zusammenarbeit mit deinem Arzt auf weitere Spurensuche gehen.

Eine solche Form der Selbstdiagnose ist möglich, da überschüssiges L-Carnitin über den Urin ausgeschieden wird. Der Körper legt zwar einen kleinen L-Carnitin Speicher von rund 25 g an, doch was darüber hinaus nicht im Rahmen des Fettstoffwechsels verbraucht wird, wird ausgeschieden. Nur wer dauerhaft eine erhöhte Dosis zu sich nimmt – zum Beispiel mehr als 3g am Tag über einen längeren Zeitraum – riskiert Durchfall und Magenkrämpfe als klassische Nebenwirkungen einer L-Carnitin Überversorgung.

So hoch ist dein täglicher L-Carnitin Bedarf

L-Carnitin ist einer der wenigen Nährstoffe, für den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung keine Empfehlung in Sachen Tagesdosis herausgegeben hat. Das zeigt einmal mehr, wie stiefmütterlich L-Carnitin oftmals noch behandelt wird – obwohl die Notwendigkeit einer ausreichenden Zufuhr über die Nahrung auch von den Verbraucherzentralen bestätigt wird.

Diese empfehlen beispielsweise eine tägliche Zufuhr von mindestens 16 mg – die dann zusätzlich zu dem selbst produzierten L-Carnitin im Körper zu verwerten wären. Andere Quellen setzen deutlich höhere Dosen an. Im Durchschnitt liegt die Empfehlung für einen normal körperlich belasteten Menschen bei 100 – 300 mg am Tag.

Unter welchen Umständen hast du einen erhöhten L-Carnitin Bedarf?

L-Carnitin spielt eine wichtige Rolle beim Fettstoffwechsel, vor allem wenn darum geht, die Muskelzellen schnell und effektiv mit Energie zu versorgen. Vor allem im Ausdauersport ist diese Versorgung auf Dauer sehr wichtig, da ohne eine ausreichende Energieversorgung der Muskelzellen vergleichsweise schnell Ermüdungserscheinungen drohen.

Erhöhter L-Carnitin Bedarf

Daraus resultiert, dass vor allem Leistungssportler und Menschen mit einem sehr sportlichen Lebensstil einen dauerhaft erhöhten Bedarf an L-Carnitin aufweisen. Auch andere Menschen mit einem sehr aktiven Lebensstil, beispielsweise Mitarbeiter im Baugewerbe oder andere Arbeitnehmer, die den ganzen Tag über körperlich arbeiten, können einen erhöhten Bedarf an L-Carnitin aufweisen.

Wie kannst du L-Carnitin am besten aufnehmen?

Wie bereits erwähnt gibt es zwei Arten der Zufuhr von L-Carnitin für deinen Körper. Da wäre einmal die endogene Synthese, also die Herstellung von L-Carnitin im eigenen Körper. Diese ist grundsätzlich die beste Möglichkeit der Zufuhr dieses Nährstoffes, da das L-Carnitin das du im Körper selbst produzierst, die höchste Bioverfügbarkeit aufweist.

Daneben ist die Ernährung mit Carnitin reichen Lebensmitteln ein wichtiger Bestandteil einer guten Carnitin Versorgung. Vor allem eiweißreiche Nahrungsmittel sind gute Lieferanten des wichtigen Nährstoffes. Hier stechen vor allem tierische Produkte heraus. Pflanzliche Lebensmittel weisen zwar zum Teil auch einen kleinen Carnitin-Gehalt auf – die Bioverträglichkeit ist bei diesen Carnitin Quellen jedoch in aller Regel die schlechteste. Vor allem Rindfleisch und Lammfleisch werden als sehr gute Lieferanten von L-Carnitin betrachtet.

Welche Lebensmittel sind gute L-Carnitin Lieferanten?

Den höchsten Gehalt an L-Carnitin findest du in tierischen Lebensmitteln – vor allen Dingen in Fleisch. Doch auch manche pflanzlichen Lebensmittel kommen mit einem geringen L-Carnitin Gehalt daher, der dir dabei helfen kann, deinen individuellen Tagesbedarf zu stillen.

Info.

Unter den pflanzlichen Lebensmitteln sind vor allen Dingen die Pilze echte L-Carnitin Lieferanten. Auch Nüsse sind mit Abstrichen geeignet, zumindest einen Teil deines L-Carnitin Bedarfs sinnvoll abzudecken. Darüber hinaus wird es mit pflanzlichen Lebensmitteln schwierig, dich komplett mit L-Carnitin zu versorgen.

Macht die L-Carnitin Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel Sinn?

Vor allem für Vegetarier und Veganer ist eine Versorgung über Nahrungsergänzungsmittel durchaus sinnvoll. Auch Menschen, die ihren Körper regelmäßig großen Belastungen durch lange Ausdauersportphasen oder durch harte und langanhaltende körperliche Arbeit aussetzen, können so ihren L-Carnitin Haushalt auf jeden Fall immer in Schuss halten. Der große Vorteil dabei – zu viel aufgenommenes L-Carnitin wird über den Urin ausgeschieden. Deshalb müsste eine Überdosierung schon sehr hoch sein, damit es wirklich ernsthafte Nebenwirkungen gibt.

Ab einem täglichen Konsum von mindestens 3 g L-Carnitin kann es bei längerer Zeit zu entsprechenden Nebenwirkungen kommen. Dazu kommt, dass viele Nahrungsergänzungsmittel mit L-Carnitin schon in Kombination mit anderen Nährstoffen wie Folsäure oder Vitamin B12 daherkommen. Vor allem, wenn du beispielsweise aufgrund deiner Ernährung L-Carnitin und Vitamin B12 nicht im notwendigen Umfang über die Nahrung aufnehmen kannst, ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit einer Kombination aus L-Carnitin und Vitamin B12 eine gute Möglichkeit, direkt den Bedarf an beiden Nährstoffen zu stillen.

Carnitin Nahrungsergänzung

Allerdings gibt es etwas, was du bei der Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit L-Carnitin unbedingt beachten solltest. Es gibt zwei Arten, L-Carnitin für Nahrungsergänzungsmittel zu gewinnen. Die eine Variante gilt als veraltet – zum Glück. Denn dabei wird neben dem wertvollen L-Carnitin auch der Abfallstoff D-Carnitin gewonnen. Das Problem dabei: D-Carnitin kann nicht zur Gänze herausgefiltert werden, weshalb bei diesen Nahrungsergänzungsmitteln – in der Regel Produkte der günstigsten Preiskategorie – immer auch etwas D-Carnitin enthalten bleibt.

Auch wenn in den meisten Fällen keine Komplikationen auftreten – D-Carnitin ist ein Stoff, der für den Körper sehr schädlich sein kann. So kann zu viel D-Carnitin im Körper zum Beispiel zu

  • Muskelkrämpfen
  • Müdigkeit
  • und Herzrhythmusstörungen

führen. Dafür kann es schon ausreichen, täglich die empfohlene Dosis des jeweiligen Nahrungsergänzungsmittels einzunehmen, wenn du auf D-Carnitin empfindlich reagierst.

Bei Variante Nummer zwei wird L-Carnitin durch die Nutzung eines Ackerbodenbakteriums auf natürlichem Wege hergestellt. Das Bakterium produziert im Stoffwechsel L-Carnitin – und zwar reines L-Carnitin. Produkte, die mit Sicherheit kein D-Carnitin enthalten, da sie zur Gänze durch das besagte Ackerbodenbakterium gewonnen wurden, sind mit dem L-Carnipure Logo versehen.

Die Vorteile bei der Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Versorgung mit L-Carnitin überwiegen deutlich – allerdings ist es bei L-Carnitin so wichtig wie bei kaum einem anderen Nahrungsergänzungsmittel auf die Qualität zu achten-

Welche Nahrungsergänzungsmittel mit L-Carnitin werden angeboten?

L-Carnitin wird als Nahrungsergänzungsmitteln überwiegend in drei Formen angeboten:

  • Als Kapseln
  • Als Kautabletten
  • Flüssig

Die flüssige Variante wird dabei in Ampullen verkauft, die jeweils eine Tagesdosis enthalten. Alle drei Varianten haben ihre Vorteile in der Anwendung – allerdings auch ihre Nachteile.

Kapseln haben eine vergleichsweise glatte Hülle, sodass sie deutlich besser den Rachen hinuntergleiten, als Tabletten. Aus diesem Grund werden Kapseln der Tablettenform auch oft vorgezogen. Dazu kommt, dass Kapseln mit einem Schutzschirm umgeben sind, der dafür sorgen soll, dass der Wirkstoff nicht schon im Magen langsam zersetzt wird, sondern wirklich erst dann freigesetzt wird, wenn die Kapsel im Darm angekommen ist. Deshalb werden die meisten Kapseln dieser Art heute auch magensaftresistent hergestellt. So ist die Chance deutlich größer, dass das L-Carnitin auch da ankommt, wo es hinsoll, nämlich im Darm bei den entsprechenden Rezeptoren, die eine weitere Verarbeitung im Blut einleiten.

Der einzige Nachteil der Kapseln ist der, dass hier auf jeden Fall ein Objekt zur Gänze verschluckt werden muss. Diese Kapseln gibt es in den unterschiedlichsten Größen – doch wer grundsätzlich keine Tabletten oder Kapseln schlucken möchte, muss sich an dieser Stelle natürlich nach einer sinnvollen Alternative umsehen.

Eine solche stellen auf jeden Fall Kautabletten dar. Diese zerkaust du direkt nach der Aufnahme und schluckst die zerkleinerten Reste herunter. Der Nachteil dabei: Der Teil des Wirkstoffes, den du herunterschluckst, muss erst einmal den Magen passieren, ehe er im Darm verarbeitet werden kann. Deshalb ist es wichtig, auf diesen Tabletten eine Weil zu kauen und den Schleimhäuten im Mund die Möglichkeit zu geben, den Wirkstoff aufzunehmen. Denn der größte Teil der Aufnahme erfolgt bei dieser Form der Nährstoffgabe über die Schleimhäute.

Info.

Der größte Nachteil bei diesen Kautabletten ist die Abhängigkeit vom Geschmack. Natürlich gibt es sie in den verschiedensten Geschmacksrichtungen – doch wenn dir ein Geschmack so gar nicht zusagt, wirst du die gekauften Tabletten kaum über einen längeren Zeitraum regelmäßig einnehmen.

Hier heißt es einige Geschmacksrichtungen durchzuprobieren, ehe du dich für eine entscheiden kannst, die du dann regelmäßig zu dir nehmen willst.

Variante Nummer drei ist die flüssige Gabe über Ampullen. Der Vorteil hier – du brauchst nichts zu kauen und auch keine dicken Kapseln zu schlucken – die Flüssigkeit ist schnell heruntergeschluckt. Natürlich gibt es diese auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen – du hast die Flüssigkeit allerdings nicht so lange im Mund, wie eine Kautablette, deshalb könntest du an dieser Stelle theoretisch sogar Abstriche machen.

Hierbei stellen sich am Ende zwei Probleme. Zum einen wird natürlich auch hier der Bärenanteil über die Schleimhäute im Mund aufgenommen – die Flüssigkeit wird ja im Magen vergleichsweise schnell zersetzt und kommt nur noch in kleinen Teilen im Darm wirklich an. Da die Flüssigkeit aber deutlich kürzer im Mund verbleibt, als die Kautabletten beispielsweise, erfolgt über die Schleimhäute eine geringere Aufnahme.

Nahrungsergänzungsmittel mit L-Carnitin

Der zweite Faktor hat dann eher etwas mit dem Umweltbewusstsein zu tun. Die Abfallproduktion ist bei Variante Nummer drei mit Abstand am größten. Jeden Tag eine leere Ampulle ist ein deutlich größerer Abfallberg als eine Dose mit Kapseln für einen gewissen Zeitraum oder eine Platte mit zehn oder mehr Kautabletten. Insofern bekommt die flüssige Lösung aus umweltschutztechnischen Gesichtspunkten leichte Abzüge.

Möglichkeiten, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen

Die Möglichkeiten, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, sind vielfältig, Heute bekommst du viele Nahrungsergänzungsmittel buchstäblich an jeder Ecke. Spätestens seit auch Supermärkte Nahrungsergänzungsmittel als hervorragendes Einnahmemittel entdeckt haben, ist die Auswahl an Unternehmen, bei denen du Nahrungsergänzungsmittel kaufen kannst, angewachsen. Klassischerweise gibt es vier Möglichkeiten, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen.

  • Im Supermarkt oder in der Drogerie
  • In der Apotheke
  • Bei einer Onlineapotheke
  • Im Onlineversandhandel

Dabei gibt es, je nach Beschaffungskanal, für den du dich entscheidest, eine ganze Reihe von unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Diese wollen wir hier einmal näher erläutern.

L-Carnitin in Supermärkten und Drogerien kaufen

Der große Vorteil hier ist die ständige Verfügbarkeit auf der einen Seite und der vergleichsweise niedrige Preis auf der anderen Seite. Ziehst du einen direkten Vergleich zwischen den Preisen in der Drogerie oder im Supermarkt zu den Preisen, die in der Apotheke beispielsweise aufgerufen werden, wirst du schnell ein deutliches Ersparnis bemerken.

Allerdings gibt es hier auch deutliche Nachteile. So wirst du in der Drogerie oder im Supermarkt keine echte Beratung bekommen können. Weder ein Mitarbeiter im Supermarkt noch ein solcher in der Drogerie hat die notwendige medizinische oder ernährungstechnische Ausbildung, um eine fundierte und wirklich gute Beratung in Sachen Nahrungsergänzungsmittel zu bieten.

L-Carnitin im Supermarkt kaufen

Dazu läufst du, grade bei Nahrungsergänzungsmitteln mit L-Carnitin, Gefahr, dass die sehr günstig angebotenen Produkte von minderer Qualität sind. Vor allem wenn es um L-Carnitin geht, kann das durchaus ein Problem werden, bedenkt man die Gefahr, dass hier D-Carnitin enthalten sein könnte.

L-Carnitin aus der Apotheke

Der große Vorteil bei einem Einkauf in der Apotheke, ist die Qualität der Beratung. Denn hier hast du Ansprechpartner, die entweder ein medizinisches Studium absolviert haben oder eine umfassende Ausbildung in medizinischen Bereich hatten. Viele Mitarbeiter/innen in der Apotheke verfügen zusätzlich noch über eine Ausbildung im Bereich Ernährung und Ernährungsberatung.

Info.

Hier kann dir also mit Sicherheit wirklich weitergeholfen werden, wenn du Fragen hast oder dir Unsicher bist, welches Präparat am meisten Sinn machen würde oder ob es überhaupt sinnvoll für dich ist, in einer bestimmten Situation auf ein Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.

Dazu kommt der Umstand, dass die Qualität der Nahrungsergänzungsmittel in einer Apotheke in der Regel deutlich höher ist, als die der entsprechenden Produkte in einem Supermarkt oder in der Drogerie.

Das bringt uns auch direkt zu dem Nachteil dieses Verkaufskanals: Der Preis. Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke kosten in der Regel einen deutlich höheren Preis, als im Supermarkt oder in der Drogerie. Hier bezahlst du dann aber vor allen Dingen die Beratung und die höhere Qualität.

In der Onlineapotheke L-Carnitin kaufen

Auf die Onlineapotheke treffen der Vorteil in Sachen Qualität und der Nachteil in Sachen Preis im gleichen Maß zu, wie auf die normale Apotheke an deinem Wohnort. Allerdings erhältst du bei einer Onlineapotheke nur bedingt eine echte Beratung. Selbst in Fällen, in denen eine Hotline angeboten wird, ist diese nicht unbedingt mit Personen besetzt, die eine entsprechende Medizinische Ausbildung haben.

Die Onlineapotheke eignet sich dann besonders gut zum Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln, wenn du weißt welches Präparat du kaufen möchtest, vielleicht weil du schon einmal in einer „richtigen“ Apotheke umfassend beraten worden bist, und du dieses Präparat jetzt einfach nur günstiger kaufen möchtest.

L-Carnitin online kaufen

Wenn du dich für Nahrungsergänzungsmittel aus dem Online Versandhandel entscheidest, gilt es zwei Dinge zu beachten. Zum einen gibt es Onlineversandhändler, die nicht seriös arbeiten. Diese verkaufen Nahrungsergänzungsmittel, die von sehr minderwertiger Qualität sind und dazu vollkommen überteuert daherkommen. Dazu gibt es Händler, die in ihren Nahrungsergänzungsmitteln auch Stoffe verarbeiten, die schädlich und in Deutschland gar nicht zugelassen sind. Hier ist es wichtig, dass du bei der Auswahl eines Versandhandels darauf achtest, dass das Unternehmen einen Sitz in Deutschland hat – oder zumindest in der EU angesiedelt ist.

L-Carnitin Online kaufen

Darüber hinaus musst du, wenn du hier ein passendes Nahrungsergänzungsmittel suchst, genau auf die Dosierungen schauen. Manche Nahrungsergänzungsmittel kommen mit einer ungesund hohen Dosierung daher – auch hiervon solltest du die Finger lassen. Wird gar keine Dosis angegeben, gilt es auch in diesem Punkt, Vorsicht walten zu lassen.

Ein guter Hinweis auf einen seriösen Händler ist beispielsweise der Umstand, dass umfassende Informationstexte zu den einzelnen Nährstoffen und Präparaten zu finden sind. Je umfangreiche die Informationen sind, die du auf der Seite eines Anbieters findest, desto sicherer kannst du dir sein, dass der Verkäufer sein Handwerk auf der einen Seite beherrscht und auf der anderen Seite nicht versucht, dir minderwertige Qualität anzudrehen.

Hast du einen seriösen Anbieter gefunden, ist der Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln über einen solchen Onlineshop mit einigen Vorteilen verbunden. So erhältst du hier oftmals Produkte, die du in einer Apotheke oder einer Drogerie nie bekommen würdest. Dabei sind Onlineversandhändler zumeist auf Produkte in der Qualität von Sportlernahrung ausgelegt. Deshalb findest du hier dann oftmals besonders hochwertige Nährstoffpräparate mit einer hohen Bioverfügbarkeit und einer gut durchdachten Nährstoffmischung zu erschwinglichen Preisen. Die Suche nach einem seriösen Anbieter kann sich also durchaus lohnen.

Fazit zum L-Carnitin

L-Carnitin spielt eine wichtige Rolle beim Fettstoffwechsel und ist zum Beispiel für die Ausdauer der Muskulatur mitverantwortlich. Ein Mangel kann deshalb gerade für die Muskulatur aber auch für dein persönliches Wohlempfinden, verheerende Folgen haben. Zum Glück lassen sich Mangelerscheinungen mit einer erhöhten Gabe von L-Carnitin schnell abmildern und verschwinden nach recht kurzer Zeit sogar ganz. L-Carnitin ist dabei aber kein essenzieller Nährstoff, denn du stellt L-Carnitin selbst in der Leber her. Dazu ist vor allem in Fleisch eine Menge L-Carnitin zu finden. Aus diesem Grund sind es letztlich vor allem Veganer und Vegetarier, die Gefahr laufen, einen Mangel an L-Carnitin zu erleiden.

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