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Reisprotein – Superfood oder nur ein neuer Trend in Sachen Nahrungsergänzungsmittel?

Veröffentlicht am 02.10.2019

Wenn wir an Reis denken, dann kommen uns in der Regel als erstes Kohlenhydrate in den Sinn. Dabei beinhaltet Reis auch hochwertige Proteine. Diese werden für das Nahrungsergänzungsmittel Reisprotein gewonnen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, inwieweit eine Einnahme von Reisprotein wirklich Sinn machen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Proteine erfüllen im Körper eine Menge wichtige Aufgaben
  • Reisprotein ist eine vegetarische und vegane Proteinvariante
  • Wirklich hochwertiges Reisprotein ist nicht nur lactosefrei, sondern auch glutenfrei und hyperallergen

Was ist Protein eigentlich?

Protein, im Volksmund auch gern schlicht als Eiweiß bezeichnet, besteht aus Aminosäuren, die für den Körper überaus wichtig sind. Protein, so sagt man gern, um die Wichtigkeit dieses Nährstoffes zu verdeutlichen, ist der Baustein aus dem alles Leben besteht. Tatsächlich könnten wir ohne Proteine nicht leben.

Denn Protein beinhaltet 20 Aminosäuren von denen immerhin acht Stück essenziell sind – das bedeutet, dass sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Diese acht sind:

  • Leucin
  • Tryptophan
  • Threonin
  • Methionin
  • Valin
  • Isoleucin
  • Lysin
  • Phenylalanin

Jede dieser Aminosäuren hat aber ihre Aufgaben im Körper. So tragen Proteine zum Beispiel zum Muskelwachstum und zum Muskelerhalt bei. Wie wichtig Proteine für uns tatsächlich sind, zeigt auch die Menge an allgemeingültigen Aussagen, die von Seiten der EU Proteine betreffend zugelassen wurden.

Was genau sagen Health Claims über einen Nährstoff aus?

Am 16. Mai 2012 erließ die Europäische Union die sogenannte Health Claims Verordnung. In dieser Verordnung steht punkt genau drin, welche allgemeingültigen Gesundheitsaussagen bestimmte Nährstoffe und Vitamine betreffend getätigt werden dürfen.

Das hat einen einfachen Hintergrund. Die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln und von Lebensmitteln, die zusätzlich mit Nährstoffen angereichert werden, haben über Jahre hinweg konsequent bei der Werbung für ihre Produkte übertrieben. So wurden zahlreiche Aussagen über angebliche Wirkungen von Produkten gemacht, die zum Teil nicht bewiesen, zum Teil schlichtweg unwahr waren.

Um dies zu vermeiden und den Verbraucher mehr vor falschen Versprechungen zu schützen, wurde die Health Claims Verordnung erlassen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat hier einen abschließenden Positivkatalog erarbeitet, an Hand dessen man erkennen kann, welche Aussage einen bestimmten Nährstoff betreffend getätigt werden darf und welche nicht.

Dabei wurden nur die Aussagen zugelassen, die hinreichend wissenschaftlich bewiesen werden konnten. Das bedeutet, dass es hierzu zahlreiche Studien und Versuche gegeben haben muss, die sich auch nicht durch einzelne gegenteilige Studien entkräften lassen.

Welche allgemeingültigen Gesundheitsaussagen sind in Bezug auf Proteine zugelassen?

Zu Proteinen hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit drei allgemeingültige Gesundheitsaussagen zugelassen.

  • Proteine tragen zu einer Zunahme an Muskelmasse bei
  • Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei
  • Proteine tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei

Vor allem der Bereich der Auswirkung von Proteinen auf die Muskulatur sind für Sportler besonders attraktiv. Aber auch viele Menschen, die nicht unbedingt auf Muskelwachstum aus sind, haben die Vorteile von hochwertigem Protein in der Nahrung für sich entdeckt. Denn Protein kann als einer der großen Makronährstoffe neben Fett und Kohlenhydrate noch viel mehr.

So kommen Proteine mit vergleichsweise wenigen Kalorien daher, sorgen aber für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und das ohne eine große Insulinreaktion. Allein das ist für Menschen, die versuchen Gewicht zu verlieren, schon ein großer Vorteil. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen die gesunden Proteine in ihre tägliche Nahrung integrieren möchten.

Dazu kommt, dass zahlreiche Hormone und Enzyme, ebenso wie Zellen an sich, zum Teil aus den verschiedenen Aminosäuren bestehen bzw. durch eine Verstoffwechslung von Proteinen entstehen. Das bedeutet, dass wir jeden Tag eine Menge Eiweiß verbrauchen – allein schon um den Organismus normal am Laufen zu halten. Dieses Eiweiß muss natürlich wieder zugeführt werden – andernfalls würden wir schnell an Mangelerscheinungen leiden.

Was genau ist Reisprotein?

Reisprotein ist eine Proteinsorte, die sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt hat. Vor allem weil sie zu einem sehr modernen Lebensstil passt – dem fleischlosen. Denn wenn es um Lebensmittel geht, die eine gute Versorgung mit Proteinen zusichern, dann stehen meistens tierische Produkte ganz oben auf der Liste.

Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind hier natürlich ebenso zu nennen, wie Hühnereier. Generell, so ist die geltende Meinung, ist es für Veganer und Vegetarier schwer, sich ausreichend mit Proteinen zu versorgen. Selbst die Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel gestaltet sich nicht als völlig problemfrei, denn gerade das sogenannte Whey-Protein, dass als eine der hochwertigsten Varianten gilt, wird aus tierischen Produkten gewonnen.

Da kommt ein Protein wie das Reisprotein wie gerufen. Dazu kommt, dass Reisprotein heute von vielen schon als wahres Superfood betrachtet wird – denn Reisprotein beinhaltet noch viel mehr als nur Aminosäuren.

Stellt sich die Frage, wo im Reis sich dieses so hochgelobte Protein versteckt. Immerhin besteht Reis zu 80 Prozent aus Kohlenhydraten und nur zu rund 7 Prozent aus Protein. Wie soll da ein hochdosiertes Proteinpräparat mit 50 oder teilweise sogar 80 prozentigem Proteinanteil zustande kommen? Die Herstellung von Reisprotein ist ein absolut natürlicher und pflanzlicher Prozess, der durchaus faszinierend ist. Der aber auch zeigt, das du bei der Auswahl des richtigen Reisproteins aufpassen musst, damit du wirklich hochwertige Produkte erhältst.

So entsteht Reisprotein für Nahrungsergänzungsmittel

Als Reisprotein bezeichnet man grundsätzlich nur das Nahrungsergänzungsmittel, dass aus Reis gewonnen wird und das in der Regel in Pulverform angeboten wird. Das normale Protein im Reiskorn wird nicht als Reisprotein bezeichnet, weil es letztlich nicht die gleiche Beschaffenheit hat, wie fertiges Reisprotein. Denn das Protein im normalen Reis kommt nicht mit allen essenziellen Aminosäuren daher. Das ist einer der Gründe, weshalb tierische Produkte als bessere Proteinquellen gelten – die Aminosäurendichte in tierischen Proteinen ist in der Regel besser als in pflanzlichen.

Doch das Reisprotein wird durch Reifung und veredelung so gestaltet, dass es schließlich ebenfalls über ein hervorragendes Aminosäurenprofil verfügt. Dafür benötigt man den ungeschälten, braunen Vollkornreis.

Das hat einen einfachen Hintergrund. Reis besteht aus drei Teilen.

Reisbestandteil Infos

Nährgewebe

Das ist der größte Teil des Reiskorns, der Teil der schließlich auch als weißes Reiskorn oft auf den Tellern landet. Das Nährgewebe besteht zum größten Teil aus Kohlenhydraten und hat kaum andere Nährstoffe zu bieten. Es bietet sich aber als Nahrungsmittel an, da es, einmal von der Schale befreit, sehr lange haltbar ist und gut sättigt – auch wenn es den Körper nicht mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen kann.

Reiskeim

Der Reiskeim ist ein sehr kleiner im Bereich. Aus ihm entwickelt sich die neue Reispflanze, wenn der Reis entsprechend angepflanzt wird.

Reiskleie

Damit ist die Schale und die angrenzenden Bereiche gemeint – also eigentlich alles, was dem weißen polierten Reis genommen wird. Dabei ist genau dieser Bereich der, der die meisten Nährstoffe bereithält – unter anderem hochwertiges Protein.

Durch einen Fermentations- und Keimprozess wird die Nährstoffzusammensetzung des Reis verändert. Dann werden weite Teile der noch vorhandenen Stärke entfernt, sodass die Kohlenhydrate deutlich in die Minderheit geraten. Schließlich wird mit einigen pflanzlichen Enzymen das Endprodukt noch einmal weiter veredelt. Gerade die Prozesse der Keimung und der Fermentation verändern das Aminosäureprofil der Proteine und sorgen letztlich dafür, dass mit Reispulver viel mehr ist, als nur ein isoliertes Protein.

Wichtig ist in der Folge, und genau das ist eines der Kriterien für die Qualität eines Reisproteinproduktes, dass das Reisprotein nun langsam getrocknet wird – und zwar ohne Einwirkung von Hitze. Denn wenn Reisprotein großer Hitze ausgesetzt wird, würde sich zum einen das Aminosäurenprofil wieder ein Stück weit verändern. Zum anderen würden zahlreiche andere Nährstoffe und Vitamine, die in Reisprotein enthalten sind, durch die Hitze zerstört.

Wie hochwertig ist Reisprotein eigentlich?

Wie hochwertig ist Reisprotein eigentlich?

Was das beinhaltete Protein angeht schon mal sehr hochwertig. Denn zum einen verfügt Reisprotein über alle essenziellen Aminosäuren, sodass es als vollwertiger Ersatz für tierische Produkte wie das Whey-Protein bestens geeignet ist.

Dazu kommt, dass Reisprotein vor allem bei den drei Aminosäuren, denen besondere Eigenschaften in Sachen Muskelaufbau und -erhalt zugeschrieben werden, den drei verzweigtkettigen Aminosäuren die in Kombination auch als BCAA bezeichnet werden, hervorragende Werte erzielen kann. Das Aminosäureprofil des Reisproteins gilt allgemeinhin als besonders auf die Bedürfnisse des Menschen abgestimmt, sodass das Protein hier eine sehr hohe Bioverfügbarkeit bietet.

Doch man könnte Reisprotein kaum als Superfood bezeichnen, wenn es „nur“ aus hochwertigem Protein bestehen würde. Viel mehr kommt Reisprotein mit zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen daher. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Vitamin B1
  • Vitamin B3
  • Vitamin B5
  • Vitamin B6
  • Vitamin C
  • Folsäure
  • Cholin
  • Biotin
  • Kalium
  • Magnesium
  • Zink
  • Kupfer
  • Kalzium
  • alle natürlichen Formen des Vitamins E

Die genannte Aufzählung umfasst nur die Nährstoffe, die in großer Menge in Reisprotein enthalten sind. Da generell all diese Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in ihrer natürlichen Form in Reisprotein vorliegen und bei der Produktion eines (hochwertigen) Reisproteins nur geringe Temperaturen zum Einsatz kommen, sodass die Nährstoffe nicht hitzebedingt zerstört werden, ist die Bioverfügbarkeit der genannten Nährstoffe in Reisprotein sehr hoch.

Dazu kommt, dass Reisprotein nur einen sehr geringen Anteil an Kohlenhydrat hat. Je nach Hochwertigkeit und Proteingehalt im Reisprotein findest du hier nur noch 15 – maximal 30 Prozent an Kohlenhydraten. Da das Protein hier deutlich überwiegt, ist Reisprotein damit auch bestens für eine Kohlenhydratarme und Proteinorientierte Ernährung zum Beispiel im Abendbereich geeignet.

Ein letzter klarer Pluspunkt ist mit Sicherheit der Umstand, dass Reisprotein grundsätzlich lactosefrei, glutenfrei, frei von genmanipulierten Elementen und synthetischen Konservierungsmitteln und dazu auch noch hyperallergen ist. Wer schnell mit Allergien zu kämpfen hat, wird so manchen Proteinshake am Markt finden, der ihm einige Schwierigkeiten bereitet. Solche Erfahrungen wirst du mit Reisproteinen nicht machen müssen.

Wie kannst du Reisprotein verwenden?

Reisprotein lässt sich sehr vielseitig einsetzen. Das Nahrungsergänzungsmittel wird in der Regel als Pulver verkauft und steht dir somit für zahlreiche Variationen in der Küche zur Verfügung.

Wichtig ist natürlich erst einmal zu prüfen, wie Reisprotein schmeckt. Da es sich bei wirklich guten Produkten um reine Naturprodukte handelt, die ohne zusätzliche Geschmacks-, Farb- oder Konservierungsstoffe daherkommen, wirst du schnell den Eigengeschmack von Reisprotein kennen lernen. Dieser ist leicht nussig mit einem starken Hang in Richtung Vollkorn.

Dank dieser Geschmacksnote kann Reisprotein wunderbar verwendet werden, um Müsli abzurunden und proteintechnisch aufzuwerten. Auch Eis und Joghurt können gut mit Reisprotein veredelt werden. Reisprotein lässt sich auch sehr gut in Wasser, (für nicht Veganer und nicht Vegetarier) in Milch oder in Fruchtsäften auflösen. Selbst zum Kochen und Backen kannst du Reisprotein wunderbar verwenden.

Natürlich beraubt die Hitze beim Kochen oder Backen das Pulver einer ganzen Reihe von hochwertigen Nährstoffen. Doch auch nach dem Back- oder Kochvorgang ist noch immer eine ganze Menge an Nährstoffen enthalten, sodass ein Kuchen, Brot oder Pudding durch eine Zugabe von Reisprotein einen guten Nährstoffboost erhält.

Wenn du Reisprotein in Wasser, Milch oder Fruchtsäften auflösen möchtest, solltest du allerdings berücksichtigen, dass es sich hierbei um ein reines Naturprodukt handelt. Der Geschmack ist daher in keinster Weise mit den oftmals stark gesüßten und mit künstlichen Aromen gepanschten Proteinshakes zu vergleichen, die du beispielsweise in vielen Fitnessstudios findest. Deshalb solltest du, wenn du mehr Süße an deinem Shake haben möchtest, zu einem Zuckerersatzstoff wie Xylit beispielsweise greifen. Daneben kannst du einen solchen Reisproteinshake mit Wasser oder Milch noch wunderbar mit Kakaopulver verfeinern.

Ein weiterer Punkt mit dem vieler Nutzer beim ersten Mal nicht rechnen ist der Umstand, dass Reisprotein recht schnell einen Pulverrand am Glasboden bildet. Nur durch ständiges Rühren kannst du hier verhindern, dass sich ein Teil des Proteinpulvers am Boden absetzt.

Darum kann die Einnahme von Reisprotein Sinn machen

Wie bereits erwähnt ist Reisprotein zu 100 Prozent pflanzlich. Dazu kommt, dass es auch für Allergiker hervorragend geeignet ist. Denn es enthält erstens keine Stoffe, gegen die Allergen weit verbreitet wären und zweitens ist es kein Stoff, der schnell Allergien auslöst. Sojaprodukte hingegen sind bekannt dafür bei für Allergien anfälligen Personen vergleichsweise schnell eine Allergie auszulösen.

Das macht Reisprotein schon mal für Veganer, Vegetarier und Menschen mit einem starken Hang zu Allergien sehr interessant. Dazu kommt, dass Reisprotein ein perfekt auf die Bedürfnisse des menschlichen Körpers abgestimmtes Aminosäurenprofil hat. Damit kann Reisprotein es auf jeden Fall auch mit den hochwertigsten Whey-Proteinen aufnehmen – eine gute und hochwertige Verarbeitung des Produktes natürlich vorausgesetzt.

Ein weiterer Vorteil ist natürlich der Umstand, dass Reisprotein ein komplett natürliches Produkt ist. Letztlich ist es einer der großen Nachteile vieler Proteinshakes, dass sie mit viel Zucker, Süßstoff, Farbstoff, Geschmacksverstärkern etc. daherkommen. Reisprotein hingegen bringt gar nichts von all diesen Dingen mit. Damit kommt Reisprotein auch mit deutlich weniger Kalorien daher, als viele andere Proteinprodukte.

Vor- und Nachteile von Reisprotein als Proteinquelle

Reisprotein kommt, wie wir gesehen haben, mit einer ganzen Menge von Vorteilen und im Vergleich dazu mit relativ wenig Nachteilen daher. Hier einmal beide im direkten Überblick.

Vorteile Nachteile
  • Sehr gutes Aminosäureprofil
  • Bringt daneben noch zahlreiche weitere Mineralien, Vitamine und Spurenelemente mit
  • Ist ein 100 prozentig natürliches Produkt
  • Dazu auch noch zu 100 Prozent pflanzlich
  • Kommt ohne künstliche Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker, etc. daher
  • Lactosefrei
  • Glutenfrei
  • Hyperallergen
  • Kann für Proteinshakes, zum Kochen und Backen, zum Verfeinern von Müsli, Cornflakes, Joghurt oder Eis genutzt werden
  • Wer gesüßte Proteinshakes gewohnt ist, wird den Geschmack erst einmal eher etwas bitter und dröge empfinden. Das liegt letztlich daran, dass es sich hierbei um ein reines Naturprodukt handelt.
  • Reisprotein lößt sich nicht so leicht auf wie viele andere Proteinpulver
  • Bildet in Getränken recht schnell einen Absatz am Gefäßboden
  • Ist in der Anschaffung oftmals teurer als viele künstliche Proteinprodukte

Worauf du beim Kauf von Reisprotein unbedingt achten solltest

Natürlich gibt es im Handel inzwischen zahlreiche verschiedene Reisproteine – und lange schon sind nicht mehr alle Produkte wirklich zu 100 Prozent natürlich. Denn auch in der Welt der Reisproteine haben sich Hersteller gefunden, die ihre Produkte mit Süßstoffen und Geschmacksverstärkern angereichert haben, um eine breitere Palette an Kunden anzusprechen. Doch die Zahl an Angeboten, die noch zu 100 Prozent natürlich daherkommen ist im Bereich Reisprotein deutlich höher, als bei den meisten anderen Proteinprodukten.

Auf die Qualität kommt es an

Reisprotein ist dabei nicht immer gleich Reisprotein. Denn neben dem hochwertigen Reisprotein, dass wie oben beschrieben auf natürlichem Wege erzeugt wird, gibt es auch noch eine andere Art von Reisprotein – das Abfallprodukt aus der Nahrungsmittelindustrie.

Reis wird in der Regel so verarbeitet, dass der Keim und die Kleie entfernt und das Nährgewebe „poliert“ wird, sodass es schließlich das perfekte, weiße und auf Einheitsgröße getrimmte Reiskorn ergibt. Dabei werden Kleie und Keim nicht unbedingt entsorgt. Die Kleie wird zum Beispiel gern an Pferde verfüttert – deshalb findet man Reiskleie auch in größeren Mengen wie beispielsweise in 20 Kilo-Säcken im Futterverkauf. Aber Reiskleie verfügt nur über rund 15 Prozent Protein.

Teilweise wird in der Lebensmittelindustrie hingegangen und das Eiweiß aus der verbliebenen Kleie isoliert, sodass hierüber Reisprotein gewonnen wird. Das Problem dabei: Dieses Protein hat nicht den Fermentierungs- und Keimungsprozess durchlaufen, den klassisches und hochwertiges Reisprotein durchläuft. Daher weißt es auch nicht das gleiche Aminosäureprofil auf – das bedeutet auch, dass diese Variante des Reisproteins kein vollwertiger Proteinlieferant ist, da sie nicht alle essenziellen Aminosäuren liefern kann.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass eine bestimmte Formulierung auf dem jeweiligen Reisprotein zu finden ist. Wer das wirklich hochwertige Protein erhalten möchte, dass durch Keimung und Fermentierung zu einer echten Nährstoffbombe wird, der muss unbedingt zu einem Reisprotein greifen, dass ein Primärprodukt ist, dass durch Fermentation gewonnen wurde.

Das es ein Primärprodukt ist bedeutet letztlich, dass der Herstellungsprozess auf die Entstehung dieses Reisproteins abzielte – so ist sichergestellt, dass es kein Abfallprodukt aus der Lebensmittelindustrie ist.

Wenn du wirklich hochwertiges Reisprotein kaufen möchtest, solltest du darauf achten, dass die folgenden Punkte bei dem Produkt deiner Wahl gegeben sind:

  • 100% Vegan
  • Primärprodukt, das durch Fermentation gewonnen wird
  • laktosefrei
  • glutenfrei
  • sojafrei
  • Rohkostqualität
  • enthält kein Zucker
  • enthält keine künstlichen Aromen
  • enthält keine Konservierungsstoffe
  • Bio-Zertifizierung
  • Klare Angabe der Rohstoff-Herkunft

Rohstoff Herkunft – deshalb kann sie wirklich wichtig sein

Die Frage nach der Rohstoff Herkunft kann bei Reisprotein durchaus wichtig sein. Denn in vielen Fällen kommt der Reis aus China oder anderen Teilen Asiens. Es gibt allerdings auch Produkte, die mit hochwertigem Bioreis aus Europa als Rohstoffquelle daherkommen.

Wie hochwertig genau letztlich das fertige Reisprotein ist, hängt natürlich immer auch von dem Rohstoff ab, aus dem es gezogen wurde.

Fazit:

Reisprotein ist eine tolle Alternative für alle Veganer und Vegetarier. Doch nicht nur das. Denn auch Menschen, die an sich kein Problem mit tierischen Produkten haben, greifen immer öfter zu Reisprotein. Das hat einen einfachen Hintergrund: Reisprotein ist für viele Menschen einfach bekömmlicher. Es ist lactosefrei, Glutenfrei, sojafrei und generell frei von Allergenen aller Art.

Auch Menschen die keine Lactoseintolleranz haben, können bei der Einnahme von Whey-Proteinen schon mal Probleme mit der Menge an Lactose bekommen, die hier oftmals enthalten ist. Das führt nicht selten zu Magenbeschwerden, Blähungen und einem aufgeblähten Bauch. Entsprechende Probleme bestehen mit Reisprotein grundsätzlich nicht.

Dazu kommt, dass Reisprotein in guter Qualität ein reines Naturprodukt ist. Das es frei von Zusatzstoffen aller Art ist und vor allem ohne künstliche Zusätze daherkommt ist ein weiterer Punkt, der viele Nutzer überzeugt hat.

Da Reisprotein im Aminosäureprofil zu 98 Prozent dem Aminosäureprofil von Muttermilch ähnelt, ist hier eine höchstmögliche Bioverfügbarkeit gegeben. Wichtig ist beim Einkauf ein Blick auf die Herstellung, die Herkunft und natürlich auf den tatsächlichen Proteingehalt.

FAQ

1)     Wo kann ich Reisprotein kaufen?

Reisprotein kannst du sowohl in manchen gut sortierten Drogeriegeschäften als auch in der Apotheke und natürlich im Online Shop kaufen. Wichtig ist dabei, dass die klar ist, was du genau suchst. Unabhängig davon, für welchen Einkaufskanal du dich entscheidest, solltest du dir das Produkt genau ansehen, das du kaufen möchtest. Woran du ein wirklich gutes Reisprotein erkennst, haben wir dir weiter oben aufgezeigt.

Dir sollte klar sein, dass eine Entscheidung für die günstigst mögliche Variante in der Regel eine Entscheidung gegen wirklich hochwertige Produkte und oftmals eine Entscheidung für die „Abfallprodukte“ aus der Lebensmittelindustrie ist.

Zumeist findest du gutes Reisprotein zu verhältnismäßig günstigen Preisen bei verschiedenen Anbietern für Sportlernahrung im Internet. Hiersolltest du darauf achten, dass du deine Waren bei einem deutschen Anbieter bestellst – allein schon um sicherzustellen, dass die gelieferte Qualität auch wirklich dem Versprochenen entspricht. Wenn dann auch noch die Produktion in Deutschland erfolgt ist, kannst du dich weitgehend darauf verlassen, dass in diesem Produkt wirklich nur die Inhaltsstoffe vorhanden sind, die auch angegeben wurden.

2)     Woher kommt hochwertiges Reisprotein

Viele Reisproteinprodukte stammen aus Asien. Das muss nicht bedeuten, dass sie eine schlechtere Qualität haben – aber besonders bei diesen Produkte solltest du auf Biozertifizierungen achten – auch um sicherzugehen, dass der Reis der hier als Rohstoff verwendet wurde frei von Pestiziden etc. ist.

Oftmals sind Produkte die aus Bioreis aus Europa oder direkt aus Deutschland gewonnen wurden hochwertiger und kommen mit einem höheren Proteingehalt daher.

3)     Woran erkenne ich wirklich hochwertiges Reisprotein

Es gibt ein paar Punkte, die unbedingt erfüllt sein müssen. Der wichtigste Punkt ist der, dass es sich um ein Primärprodukt handeln muss, dass durch Fermentation gewonnen wurde. Denn das schließt die Verwendung von Produktionsabfällen wie Reiskleie, die beim Schälen und Polieren des weißen Reiskorns übrig bleibt, aus.

Wichtig ist außerdem, dass das Produkt vegan, sojafrei, glutenfrei, lactosefrei und ohne Zuckerzusatz, künstliche Aromen oder künstliche Zusatzstoffe daherkommt.

4)     Wie schmeckt Reisprotein?

Es gibt sie tatsächlich – die Menschen die Reisprotein so aus der Dose löffeln. Tatsächlich ist Reisprotein ein sehr trockenes Pulver, dass auch ein wenig „pappig“ daherkommt. Der Geschmack geht in die Vollkorn- und Nuss Richtung. In Kombination mit Kakao, Eis, Pudding oder zahlreichen anderen Geschmacksträgern kann sich hier aber eine richtig leckere Möglichkeit der Zufuhr hochwertiger Proteine ergeben.

5)     Wie hochwertig ist Reisprotein?

Reisprotein steht dem allgemein anerkannten und bei vielen beliebten Whey-Protein in Sachen Hochwertigkeit in Nichts nach. Die Bioverfügbarkeit der beiden Proteinsorten sind in etwa gleich gut zu sehen. Der große Vorteil des Reisproteins: Hier sind auch ohne künstliche Zugaben noch zahlreiche weitere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Das allein macht das Reisprotein schon zu dem wohl hochwertigsten Protein am Markt.

6)     Welches Protein ist besser – Reisprotein oder Erbsenprotein?

Auch bei Erbsenprotein handelt es sich um ein Produkt, dass in der Hauptsache aus einer Pflanze gewonnen wird. Der Unterschied ist der: Reisprotein ist das wohl einzige komplett pflanzliche Protein, dass mit einem kompletten Aminosäureprofil daherkommt. Kein anderen pflanzliches Protein kann mit dieser Dichte an essenziellen Aminosäuren aufwarten und dazu auch noch diese Fülle an weiteren Nährstoffen liefern.

Insofern macht bei der Frage, ob Erbsenprotein oder Reisprotein das bessere ist, das Reisprotein im Endeffekt klar das Rennen.

7)     Wie viel Protein braucht der Mensch am Tag?

Menschen ab dem 15. Lebensjahr brauchen, nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung rund 0,8 g Protein pro Kg Körpergewicht. Personen ab dem 65. Lebensjahr brauchen mit 1,0 g pro Kg Körpergewicht etwas mehr Protein. Sportler, vor allem im Muskelaufbau, haben einen erhöhten Bedarf, da Muskelwachstum ohne ausreichend Protein nicht möglich ist.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt allerdings, am Tag nicht mehr als 2,0 g pro Kg Körpergewicht zu sich zu nehmen.

8)     Hilft mir proteinreiche Nahrung bei Muskelwachstum

Grundsätzlich ja. Allerdings nur, wenn dafür die Grundvoraussetzung gegeben ist. Diese ist regelmäßiges Muskelaufbautraining. Denn Muskeln wachsen nur, wenn sie bis zur Erschöpfung angestrengt werden. Ausreichend Protein zu dir zu nehmen kann, bei entsprechendem Training, den Trainingseffekt allerdings verbessern. Letztlich bildet ausreichend hochwertiges Protein im Körper die Grundlage für ein gesundes und wirklich gutes Muskelwachstum bzw. für den Muskelerhalt trotz Diät beispielsweise.

9)     Warum reicht es nicht aus, einfach regelmäßig Reis zu essen um Reisprotein aufzunehmen?

Weil hochwertiges Reisprotein, wie es in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten wird, mit einem anderen Aminosäureprofil daherkommt, als normaler Reis. Zum einen ist der Reis der zumeist bei uns auf den Tischen landet, nämlich der weiße Reis, geschält und poliert und damit von Proteinen und den meisten anderen Nährstoffen befreit. Hier sind nur noch Kohlenhydrate vorhanden.

Nur in Naturreis, der noch mit Kleie daherkommt, sind zumindest einige Proteine enthalten. Diese sind allerdings in geringeren Mengen vorhanden und verfügen nicht über alle essenziellen Aminosäuren.

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