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Der Kürbis: Die gesunde Powerfrucht

Veröffentlicht am 17.10.2019

Mit Beginn des Herbstes hält auch eine besondere Frucht Einzug in unsere Häuser und Küchen. Der Kürbis, der eigentlich eine Beerenart ist, schmückt nicht nur zu Anlässen wie Halloween, Thanksgiving oder Erntedankfesten unsere Gärten, Hauseingänge und Wohnräume, sondern ist auch eine gern gesehene Abwechslung auf der herbstlichen und winterlichen Speisekarte. Wir verraten dir, welche Inhaltsstoffe den Kürbis zu einer Powerfrucht machen und wie du ihn am besten lagerst und zubereitest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der hohe Ballaststoffgehalt im Kürbis begünstigt eine gesunde Verdauung.

  • Präparate aus Kürbiskernen werden zur Behandlung von Prostata- und Blasenbeschwerden genutzt.

  • Durch höhere Mengen an Kalium, Magnesium, Eisen und verschiedenen Vitaminen kann der Verzehr von Kürbis unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit unterstützen.

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Diese Inhaltsstoffe machen den Kürbis zum Superfood

Der Kürbis eignet sich hervorragend im Rahmen einer ausgewogenen, gesunden und kalorienarmen Ernährung. Gerade einmal 27 Kalorien sind in 100 Gramm enthalten und 90 Prozent der Powerfrucht bestehen aus Wasser, womit nach Lust und Laune geschlemmt werden darf. Doch der Kürbis kann noch viel mehr. Er enthält zum Beispiel verschiedene Vitamine und Beta-Carotin; ein Stoff, den unser Körper in Vitamin A umwandelt. Insbesondere in den kälteren Monaten kann der Verzehr von Kürbis also auch die Abwehr von Krankheitserregern unterstützen.

Darüber hinaus enthält er Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Calcium und Magnesium sowie Ballaststoffe, die unserer Verdauung zuträglich sind. Die Kerne des Kürbisses enthalten wiederum mehr Fett. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe in Verbindung mit großen Mengen ungesättigter Fettsäuren machen das daraus gepresste Öl jedoch zu einem beliebten Dressing. Außerdem werden ihm heilende Eigenschaften nachgesagt. So soll das kaltgepresste Öl das Risiko von Herz-Kreislaufbeschwerden und einem erhöhten Cholesterinspiegel senken.

Die Geschichte des Kürbisses

Erste Spuren der Riesenbeere wurden bereits auf 10.000 vor Christus zurückdatiert. Seine Ursprünge liegen vermutlich in Mittel- und Südamerika. Da das Fruchtfleisch damals noch wesentlich mehr Bitterstoffe enthielt, gehen Wissenschaftler davon aus, dass vor allem die Kerne des Kürbisses konsumiert wurden. Das Fleisch, vermischt mit Wasser, wurde als Heilmittel genutzt. Mit Kürbisumschlägen behandelte man etwa Verbrennungen und Wunden. Nach Europa gelangte der Kürbis im Zuge der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Im 18. Jahrhundert wurde das Kürbiskernöl auch in Europa als Heilmittel vertrieben, da man seine gesundheitsfördernden Eigenschaften erkannte. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Kürbis zunehmend als Küchengemüse beliebt.

Die verschiedenen Kürbissorten

Die bekanntesten Speisekürbisse sind die kleineren, intensiv orangen Hokkaidokürbisse, die aus Japan stammen und deren Schale so weich ist, dass sie zum Kochen oder Backen nicht einmal entfernt werden muss. Andere populäre Vertreter sind der flachere, rundliche Muskatkürbis und der länglich-birnenförmige Butternut- oder Butternusskürbis, der sich auch für die Zubereitung von Süßspeisen anbietet. Der sogenannte Spaghettikürbis enthält Fruchtfleisch, das in langen, spaghettiähnlichen Fäden daherkommt. Im Rahmen einer gesunden und leichten Ernährung kann dieses gut als Nudelersatz verwendet werden. Für Dekorationszwecke eignen sich wiederum eher die kleineren und verschieden geformten Zierkürbisse, Riesen- oder Gartenkürbisse.

Info.

Freizeitgärtner sollten darauf achten, Zier- und Speisekürbisse nicht in unmittelbarer Nähe zueinander zu pflanzen. Während Speisekürbisse gut verträglich sind, enthalten Zierkürbisse Bitterstoffe, die Übelkeit und andere Verdauungsprobleme verursachen können. Durch unbeabsichtigte Kreuzungen können auch Speisekürbisse so ungenießbar werden. Solltest du nicht sicher sein, ob deine Kürbisse sich zum Verzehr eignen, probiere am besten ein kleines Stück roh. Sollte es bitter schmecken, lieber nicht verarbeiten.

So bleiben Kürbisse lange frisch

Kürbis erhält man heute in verschiedensten Formen. Ob süß-sauer eingelegt, als Fruchtpüree oder Mousse, das herbstliche Gemüse erfreut sich in vielen Formen großer Beliebtheit. Doch solltest du einen Kürbis am Stück kaufen und ihn nicht sofort verzehren, muss die Art der Aufbwahrung stimmen. Am besten und längsten hält sich der Kürbis im Ganzen an einem kühlen Ort. Keller eignen sich optimal zur Lagerung. Bei 10 bis 13 Grad Celsius bleibt der Kürbis mehrere Monate lang frisch und steigert sogar seine Süße. Einmal angeschnitten, können einzelne Tranchen etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank oder eingefroren bis zu vier Monate im Gefrierschrank überstehen.

Beliebte Kürbisrezepte

Der Kürbis ist äußerst vielseitig, sodass der Fantasie in der Küche kaum Grenzen gesetzt sind. Um seine wertvollen Inhaltsstoffe und die Substanz des Fruchtfleisches nicht zu zerstören, sollte auf sehr langes Einkochen verzichtet werden. Ansonsten kannst du nach Lust und Laune experimentieren. Beliebte herzhafte Kürbisvariationen sind neben der berühmten und wunderbar wärmenden Kürbissuppe auch

  • gebackenes Kürbisgemüse, wahlweise auch in Kombination mit Zucchini, Möhren, Rosenkohl, roter Beete, Äpfeln, Fetakäse und/oder Pecannüssen

  • gefüllter Kürbis mit Tomaten, Hackfleisch, Basilikum und Mozzarella

  • Kürbissalat mit Wintergemüse, Walnüssen und Kürbiskernöl

  • Kürbis-Pasta mit Kräutern, wahlweise auch mit etwas Trüffelöl, Butter oder Parmesan

Doch auch Süßspeisen lassen sich mit Kürbis zubereiten. Der in den USA beliebte Pumpkin Pie ist eine leckere herbstliche Alternative zu Quark-, Apfel- oder Pflaumenkuchen. Einfach gekauftes oder selbstgemachtes Kürbispüree mit Eiern, Frischkäse, braunem Zucker und winterlichen Gewürzen, wie Zimt, Nelken und Ingwer, vermengen, die Masse in eine mit Mürbeteig ausgelegte Pieform geben und etwa eine Stunde bei 180 Grad Celsius backen. Ein wunderbar herbstlicher Nachtisch oder Kaffeesnack.

Herbstliche Kürbiscremesuppe

Die beliebteste Art, Kürbis in den Speiseplan zu integrieren, ist und bleibt jedoch die Kürbissuppe. Ob klassisch, leicht scharf gewürzt mit Curry und Chili oder exotisch mit etwas Kokosmilch: Kochbücher und Online-Rezeptblogs sind gefüllt mit den verschiedensten Kreationen und Varianten. Wir haben für dich unser persönliches Lieblingsrezept nachgekocht.

  • Einen geschälten Butternut- und einen Hokkaidokürbis zweiteilen, entkernen und würfeln

  • Mit einer gewürfelten Zwiebel, einem gehackten Stück Ingwer und einer gehackten Knoblauchzehe in einem gut erhitzbaren Öl drei bis fünf Minuten anbraten

  • 2,5 Liter Gemüsebrühe aufkochen, die Kürbiswürfel sowie 5 geschälte und gewürfelte Kartoffeln hinzugeben (Je nach Geschmack kann ein kleinerer Teil der Brühe auch durch Orangensaft ersetzt werden.)

  • Nach etwa 15 Minuten mit Schlagsahne, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Curry und Muskat abschmecken

  • Weitere fünf bis zehn Minuten köcheln lassen und anschließend pürieren

Am besten schmeckt die Suppe mit einem Klecks Creme fraiche und etwas Kürbiskernöl. Auch Baguette oder selbstgebackenes Brot, Basilikum oder schwarzer Sesam passen perfekt dazu.

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