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Faszien: So wichtig ist ein gesundes Bindegewebe

Immer häufiger wird in letzter Zeit über die wichtige Funktion der Faszien berichtet. Faszien haben eine wesentliche Bedeutung für unser Wohlbefinden. Verhärtet oder verklebt das fasziale Gewebe, kann dies zu den unterschiedlichsten Beschwerden führen: von Nacken-, Schulter-, Rücken- und Bauchschmerzen bis hin zu Gelenkschmerzen.

Was sind Faszien?

Faszien (lateinisch fascia = Binde oder Band) sind nichts anderes als das Bindegewebe unseres Körpers. Diese umgeben als eine Art weiße Schicht unsere Muskelfasern und Organe. Ähnlich wie die trennenden und zugleich formgebenden Häute, die wir aus Orangen oder Grapefruits kennen.

Das Fasziengewebe ist ein komplexes Gewebe-System, das Muskeln, Sehnen, Knochen, Gefäße und Nerven fixiert und miteinander verbindet – so entsteht ein zusammenhängender Organismus. Faszien enthalten kaum Blutgefäße, dafür jedoch viele Nervenenden, Rezeptoren sowie Lymphflüssigkeit und umhüllen den gesamten Körper wie ein Netz.

Die drei Schichten des Fasziengewebe

Faszien werden in oberflächliche, tiefe und viszerale Faszien untereilt.

Oberflächliche

Die oberflächlichen Faszien befinden sich im Unterhautgewebe und bestehen hauptsächlich aus lockerem Binde- und Fettgewebe. Sie verbinden nicht nur Organe und Gewebe miteinander, sondern speichern unter anderem Fett und Wasser, dienen als Puffer und ermöglichen die Verschiebbarkeit einzelner Organe.

Tiefe

Tiefe Faszien durchdringen und umschließen als dichte faserreiche Bindegewebsschichten und -stränge die Knochen, Muskeln, Nervenbahnen und Blutgefäße unseres Körpers. Zu ihnen gehören Sehnenplatten, Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln. Die tiefen Faszien sind mit zahlreichen sensorischen Rezeptoren ausgestattet, die auf mechanische und chemische Reize sowie Temperaturschwankungen reagieren. Das Fasziengewebe wird deshalb auch oft als Sinnesorgan bezeichnet. Es ist die Basis unserer koordinativen Körperwahrnehmung.

Zudem befinden sich in diesem Fasziengewebe auch sämtliche periphere Nervenenden, d.h. die Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Somit weisen die tiefen Faszien etliche potenzielle Schmerzrezeptoren auf, die auf Verletzungen der Faszien selbst aber auch auf die der Nerven reagieren.

Viszerale

Die viszeralen Faszien dienen als Aufhängung und Einbettung der inneren Organe und des Gehirns. Jedes Organ ist zum Schutz mit einer Doppelschicht aus Bindegewebsmembran umwickelt. Zu dem viszeralen Fasziengewebe zählen Hirnhaut, Herzbeutel sowie Brust- und Bauchfell.

Wenn das fasziale Gewebe verklebt

Faszien sind flexibel und können sich mit der Zeit verändern. Kleine Risse, Wunden, aber auch Verfilzungen, Verhärtungen und Verklebungen im Bindegewebe führen zu einer höheren Schmerzempfindlichkeit. Aus den gestörten Faszien werden dann falsche Signale an die Muskeln gesendet, mit der Folge, dass die Muskeln verkrampfen und nicht mehr richtig arbeiten. Somit können verklebte Faszien der Grund für Rückenschmerzen o. ä. sein.

Bewegungsmangel und Stress: Gift für das Fasziengewebe

Bewegungsmangel kann sich nicht nur negativ auf unsere Muskulatur, sondern auch auf das Bindegewebe auswirken. Langes Sitzen kann eine Verhärtung oder Verklebung der Faszien zur Folge haben. Aber auch Stress führt zu Spannung der Faszien, die sich unabhängig von dem Muskel zusammenziehen können.

Fitness und Faszientraining

Wer die Faszien in sein Training einbezieht, kann seine sportliche Leistung steigern. Durch die Faszien übertragen Muskeln nämlich erst ihre Kraft. Umso wichtiger ist es, das Bindegewerbe elastisch zu halten und zu kräftigen. Pilates und Yoga sind Sportarten, die sich sehr positiv auswirken können. Im Internet finden Sie darüber hinaus etliche Dehnübungen und Trainingsmöglichkeiten, die speziell auf die Berücksichtigung des Fasziengewebes entwickelt wurden.

Unterstützen Sie Ihren Körper beim Training, indem Sie auf eine ausreichende Versorgung von lebenswichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und essentiellen Fettsäuren achten. Die Einnahme von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln kann Ihr Wohlbefinden steigern und zu mehr Freude an der Bewegung führen.

Faszien Therapie ist durchaus sinnvoll!

Falls Sie unter chronischen (Rücken-)schmerzen leiden, könnte eine Faszientherapie sinnvoll sein. Langsame Spezialmassagen, wie beispielsweise das Rolfing, können im Fasziengewebe einen Heilungsprozess in Gang setzen. Auch sanfte Therapie-Methoden, die mit dem Energiefluss im Körper arbeiten, zum Beispiel Akupunktur, können zur Linderung der Schmerzen beitragen.