Ashwagandha - Die Besonderheiten der tropischen Pflanze

Ashwagandha - Die Besonderheiten der tropischen Pflanze

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Die Pflanze Ashwagandha gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die natürliche Heimat der Pflanze geht von Afrika über den Nahen Osten bis nach China hin. Die Wurzeln der Pflanze sind etwa 30 Zentimeter lang und wachsen gerade nach unten ins Erdreich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ashwagandha wird auch als „Schlafbeere“ bezeichnet
  • In der Ayurvedischen Medizin ist Ashwagandha schon lange zu Hause
  • Belastbare wissenschaftliche Studien zu der Wirkung der „Wunderpflanze“ gibt es bislang kaum

 

Was genau ist Ashwagandha für eine Pflanze?

Genutzt werden in der Ayurvedischen Medizin alle Bestandteile der Pflanze – von der Wurzel über Stängel und Blätter bis hin zur Beere natürlich. Denn jeder dieser Pflanzenbestandteile hat eine Menge Nährstoffe, die dem Körper einiges Gutes tun können.

Die Pflanze Ashwagandha gehört zur Familie der Nachtschattengewächse – ebenso übrigens, wie die hierzulande äußerst bekannte und gern gegessene Tomate. Dabei weisen die beiden Pflanzen doch einige erhebliche Unterschiede auf. So zum Beispiel den geschichtlichen Aspekt. Schon seit rund 3.000 Jahren wird Ashwagandha in der asiatischen Medizin und Naturheilkunde als Heilpflanze für die unterschiedlichsten Beschwerden verwendet. Dazu wird der Pflanze in der asiatischen Medizin auch eine Wirkung als Aphrodisiakum nachgesagt.

Zum geschichtlichen Aspekt gibt es die unterschiedlichsten Aussagen.

Rubin Lane Fox, ein Historiker, der eine Biografie Alexander des Großen verfasst hat, behauptet in dieser, dass die Schlafbeere mit Wein vermischt dargereicht wurde. Generell ist die griechische Mythologie und Geschichtsschreibung voll von Hinweisen auf Ashwagandha. So soll beispielsweise Apollo die Heilpflanze als erstes entdeckt und sie dem Gott der Heilkunde, Asklepios gebracht haben.

Tatsächlich lassen archäologische Funde darauf schließen, dass die Schlafbeere schon seit mindestens 3.000 Jahren als Heilpflanze Anwendung findet. Historische indische Schriften beschreiben Ashwagandha als das reinste Wundermittel. Auch im Europäischen Raum ist Ashwagandha schon lange keine Unbekannte mehr – schon im 16. Jahrhundert kam die Pflanze nach Europa und wurde hier von verschiedenen Ärzten im Laufe der Jahre immer wieder eingesetzt.

Das zeigt, dass Ashwagandha über die Grenzen der asiatischen Welt hinaus schon sehr lange als gesundheitsfördernde Pflanze mit allerlei positiven Einflussmöglichkeiten auf den Körper gehandelt wird. Das Problem dabei: Die westliche Wissenschaft hat Ashwagandha erst vor vergleichsweise kurzer Zeit für sich entdeckt – dementsprechend rar sind die bisherigen Forschungsergebnisse zu der Pflanze selbst. Es gibt einige indische Forschungen und Studien, die verschiedene Wirkungen belegen – allerdings fehlen hierzu weitere Studien, die die Ergebnisse dieser ersten Studien klinisch erhärten könnten.

Aus diesem Grund gibt es aktuell auch noch keine allgemeingültigen Gesundheitsaussagen, die im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln, die Auszüge aus der Pflanze Ashwagandha enthalten, gemacht werden dürften.

Das steckt hinter der Pflanze Ashwagandha

Die natürliche Heimat der Pflanze geht von Afrika über den Nahen Osten bis nach China hin. Dazu vermuten Experten auf dem Gebiet der Pflanzen- und Artenausbreitung, dass Ashwagandha erstmals im Norden Afrikas aufgetaucht ist und sich von dort aus weiter in Richtung Osten verbreitet hat.

Die Pflanze selbst ist mehrjährig und wird bis zu 1,50 Meter groß. Sie ist vom wuchs her eher buschig aufgestellt und kommt mit kleinen ovalen Blättern daher. Von Juli bis September zeigen sich an der Pflanze die typischen glockenförmigen Blüten der Pflanze – generell wirkt die Ashwagandha Pflanze eher unscheinbar. Sie mag sonnige, trockene Stellen zum Wachsen – kommt aber zur Not auch mit einem Boden, der leicht fe