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Aminosäuren – Ein Grundbaustein des Lebens

Veröffentlicht am 20.07.2019

Aminosäuren sind chemische Verbindungen. Dabei handelt es sich um Carbonsäuren, die mit mindestens einer Aminogruppe daherkommen. Letztlich sind es organische Säuren, von denen es in der Natur eine ganze Menge gibt – und viele von ihnen haben im Körper wichtige Aufgaben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Aminosäuren sind die Bausteine aus denen Proteine bestehen
  • Es gibt essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren
  • Aminosäuren sind an vielen wichtigen Abläufen im Körper beteiligt

Was genau sind Aminosäuren eigentlich?

Es gibt dabei verschiedene Wege, die Aminosäuren zu unterscheiden. Zum einen unterscheidet man zwischen den proteinogenen Aminosäuren und den nicht proteinogenen Aminosäuren.

Bei den proteinogenen Aminosäuren handelt es sich um 20 Aminosäuren, aus denen der Körper Proteine herstellt bzw. aus denen Proteine bestehen. Die nicht proteinogenen Aminosäuren hingegen haben mit Proteinen nichts zu tun – dennoch gibt es einige von ihnen, die im Körper eine wichtige Rolle spielen. Rund 400 nicht proteinogene Aminosäuren gibt es, von denen manche für den menschlichen Organismus von Vorteil sind. Die für den Menschen wichtigsten Aminosäuren sind allerdings die proteinogenen Aminosäuren.

Was sind Aminosäuren

Im Bereich der proteinogenen Aminosäuren unterscheidet man zwischen essenziellen Aminosäuren und nicht essenziellen Aminosäuren. Die nicht essenziellen Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen. Die essenziellen Aminosäuren hingegen, werden im Körper nicht produziert und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Im vorliegenden Ratgeber geht es in erster Linie um die proteinogenen Aminosäuren, da diese als Grundsteine der Proteine zu den wichtigsten Nährstoffen überhaupt für den menschlichen Körper gehören. Denn anders als Fette und Kohlenhydrate sind Proteine nicht nur Energielieferant. Sie sind für zahlreiche Stoffwechselaufgaben im Körper notwendig. Bei den proteinogenen Aminosäuren handelt es sich um:

Nicht essenzielle Aminosäuren

  • Alanin
  • Arginin
  • Asparaginsäure
  • Asparagin
  • Cystein
  • Glutamin
  • Glutaminsäure
  • Glycin
  • Histidin
  • Prolin
  • Serin
  • Tyrosin

Essenzielle Aminosäuren

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Im Weiteren wollen wir insbesondere auf die essenziellen Aminosäuren eingehen und dir aufzeigen, was diese Aminosäuren in deinem Körper für Funktionen übernehmen und wie du sie am besten in dich aufnehmen kannst.

Info.

Bei der obenstehenden Liste ist eines zu beachten. Seit neuerem ist man zu der Gewissheit gelangt, dass die Aminosäure Histidin für Erwachsene ebenfalls essenziell ist, da sie nicht in ausreichender Menge vom Körper produziert werden kann. Im Kinder- und Jugendalter reicht die Produktion im Körper allerdings noch aus.

Da es sich hierbei nicht um eine gänzlich unverzichtbare Aminosäure handelt, haben wir uns dazu entschieden, sie bei den nicht essenziellen Säuren stehen zu lassen.

Wozu genau brauchen wir diese Aminosäuren?

Da es, wie erwähnt, eine Vielzahl von unterschiedlichen Aminosäuren gibt, kann man diese Frage gar nicht zur Gänze und allgemeingültig beantworten. Allerdings haben wir ja bereits festgestellt, dass Aminosäuren die Grundlage für Proteine sind. Um zu wissen, weshalb Aminosäuren so wichtig sind, macht es Sinn sich zu erst einmal mit dem Thema Protein zu beschäftigen.

Was sind Proteine eigentlich?

Proteine, gern auch lapidar als „Eiweiß“ bezeichnet, einer der wichtigsten Stoffe, die dem Körper zugeführt werden muss. Denn Proteine sind ein Baustein allen Lebens. Denn letztlich sind Proteine der Stoff, aus dem unser Körper zu einem guten Teil besteht. Sie sind der Grundbaustein für Hormone, für Zellen und für Enzyme.

Was sind Proteine

Ohne Proteine könnte kaum ein Körperteil seine Arbeit ausführen – auch die Organe im Inneren nicht. Insofern sind Proteine für uns absolut lebenswichtig. Die Liste der Dinge im Körper, die aus Proteinen und damit aus Aminosäuren bestehen, ist lang. Da wären beispielsweise:

  • Das Blut
  • Muskelfasern
  • Unsere Organe
  • Insulin und andere Hormone
  • Enzyme
  • Die Antikörper des Immunsystems
  • uvm.

Aufgrund der Beteiligung an der Insulinproduktion an sich und auch dank verschiedener anderer weiterer Funktionen sind Proteine auch an zahlreichen Stoffwechselabläufen im Körper beteiligt. Auch die Muskelbildung und -Regeneration wird von Proteinen gesteuert oder zumindest maßgeblich beeinflusst.

Experten sind sich darin einig, dass unser Körper auf die ständige und regelmäßige Zufuhr von Proteinen angewiesen ist, da unsere Zellen sich ständig erneuern. Wie wichtig Proteine im Körper genau sind, zeigen nicht zuletzt die Aussagen, die durch die EU im Rahmen der Health Claims Verordnung in Sachen Wirkung von Proteinen zugelassen wurden.

  • Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei
  • Proteine tragen zur Zunahme an Muskelmasse bei
  • Proteine tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei

Alles in allem können wir also festhalten, dass Proteine unter den drei Energielieferanten Fett, Kohlenhydrate und Proteine der Wichtigste sind, da Proteine neben der Lieferung von lebensnotwendiger Energie noch viele andere Aufgaben im Körper ausführen. Dabei bieten Proteine zusätzlich auch noch den gleichen Energielevel wie Kohlenhydrate. Das macht sie als Energiequelle zusätzlich interessant.

Proteine und Diäten

Es gibt zahlreiche Diätpläne, die davon ausgehen, dass eine proteinreiche Ernährung das Abnehmen unterstützt. Tatsächlich wirst du, wenn du von kohlenhydrathaltiger Kost auf überwiegend proteinhaltige Kost umsteigst, einen entsprechenden Effekt spüren. Da Eiweiß vollkommen anders verstoffwechselst wird und nicht in dem Maß wie Kohlenhydrate zu einer Insulinreaktion führt, ist an der positiven Wirkung von proteinreichen Diäten durchaus etwas dran. Das Problem dabei ist nur, dass der positive Effekt, den die Umstellung von kohlenhydratreicher Kost auf kohlenhydratarme und dafür porteinreiche Kost nur für maximal einige Monate einen echten Effekt bringt.

Proteine und Diäten

Irgendwann hat der Körper sich an die Umstellung gewöhnt und wird keine Pfunde mehr allein aufgrund der proteinreichen Ernährung verlieren. Anders sieht der Effekt natürlich bei Leistungssportlern aus. Das Leistungssportler einen erhöhten Proteinbedarf haben, da hier die Muskulatur erhalten bleiben und weiter zunehmen soll, ist unbestritten. Da gilt es in der Auswahl der Nahrung genau darauf zu achten, was wirklich proteinreich daherkommt.

Gibt es einen konkreten Tagesbedarf an Aminosäuren?

Selbstverständlich ist es wichtig, ausreichend Aminosäuren zu dir zu nehmen – vor allem die essenziellen Aminosäuren, also die, die der Körper nicht selbst herstellen kann, können schließlich nur über die Nahrung zugeführt werden. Da diese Aminosäuren grundsätzlich Bestandteile von Proteinen sind, müssen sie überwiegend mit einer proteinreichen Ernährung zugeführt werden.

Info.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat eine Empfehlung für die Tagesdosis an Protein herausgegeben. Diese Empfehlung bemisst sich, so wird es von Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erläutert, in der Hauptsache an der notwendigen Menge der essenziellen Aminosäuren, die im Protein enthalten sind.

Insofern steht fest: Wenn du die hier genannte Menge an Protein am Tag in dich aufnimmst, hast du auch ausreichend essenziele Aminosäuren zu dir genommen.

Das wichtige bei dem täglichen Bedarf an Aminosäuren und damit auch an Protein ist, dass er sich nicht einfach nach Alter und Geschlecht bemessen lässt. Hier spielt auch das Gewicht der Person eine Rolle. Dementsprechend sind die Empfehlungen der DGE auch gestaltet. In der Folge wollen wir dir diese Empfehlungen einmal näherbringen.

Sieht man sich die Empfehlung der DGE einmal genauer an, stellt man fest, dass sich der Bedarf an Proteinen bei Erwachsenen in unterschiedlichen Altersklassen kaum noch unterscheidet.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die World Health Organization die Frage, inwieweit eine Empfehlung für eine Tagesdosis bei einzelnen essenziellen Aminosäuren wichtig ist, gänzlich anders sieht, als die DGE. Denn von Seiten der WHO gibt es ganz konkrete Zufuhrempfehlungen, zumindest für Erwachsene. Auch wenn die Empfehlungen der DGE in Deutschland grundsätzlich mehr Gehör finden, wollen wir dir an dieser Stelle, die der WHO nicht vorenthalten.

Die Sichtweise der DGE ist allerdings durchaus nachvollziehbar. Denn ein Mangel an einer einzelnen Aminosäure führt im Prinzip zu einem Aussetzen der kompletten Proteinsynthese.

Liegt also ein Mangel an einer essenziellen Aminosäure vor, führt das zu einem konsequenten Ausbremsen des Körpers bei der Verstoffwechslung aller anderen Aminosäuren.

Deshalb ist wichtig für eine ausgeglichene Zufuhr zu sorgen. Das bedeutet nicht, dass nicht einzelne Aminosäuren, soweit sie über die Maße, in denen sie zur Proteinsynthese benötigt werden, zugeführt werden, nicht noch weitere positive Auswirkungen auf den Körper haben könnten.

Fakt bleibt dabei aber: Wer ausreichend Proteine zu sich nimmt, hat damit auch automatisch genug von allen essenziellen Aminosäuren in sich aufgenommen.

Situationen, in denen Aminosäuren einzeln oder in Gruppen angewandt werden

Das Proteine für den normalen Ablauf im Körper wichtig sind, haben wir festgestellt. Das diese Proteine aus Aminosäuren entstehen und diese damit im Verbund eine wichtige Rolle im menschlichen Körper spielen, ist ebenfalls klar geworden. Doch es gibt auch Aminosäuren, die teilweise einzeln oder in Gruppen verwendet werden, mit dem Ziel ganz bestimmte Erfolge zu erzielen. Wir wollen dir an dieser Stelle einmal einige Einsatzgebiete von verschiedenen Aminosäuren vorstellen.

Arginin – Eine Aminosäure die von der Medizin zur Durchblutungsförderung verwendet wird

Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Arginin eine positive Auswirkung auf die Durchblutung hat. Das liegt daran, dass diese Aminosäure den höchsten Anteil an Stickstoff enthält und mit diesem wichtigen Bestandteil in der Lage ist, den Gefäßtonus der Blutgefäße zu regulieren. Außerdem gehört diese Aminosäure zu denen, die das Immunsystem stärken. Teilweise wird Arginin in der Medizin in hochdosierter Form gegen Erektionsschwierigkeiten bzw. zur Steigerung der Potenz eingesetzt, weil es eine stark durchblutungsfördernde Eigenschaft hat.

Aminosäuren für die Durchblutung

Doch das ist noch nicht alles – es gibt Mittel, die nach dem Erleiden eines Tinnitus eingesetzt werden, die ebenfalls einen hohen Anteil an Arginin aufweisen. Da ein Tinnitus heute als eine Art Schlaganfall im Gehör betrachtet wird und oftmals auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen ist, ist der Zusammenhang durchaus nachvollziehbar.

Das auch eine hohe Dosierung von Arginin nicht zu Nebenwirkungen führt ist erfreulich – allerdings kann eine so hohe Zufuhr diese Aminosäure auch dazu führen, dass der Körper die körpereigene Produktion dieser eigentlich nicht essenziellen Aminosäure einfach einstellt oder zumindest stark reduziert. Insofern wäre das durchaus als Nebenwirkung einer Arginin Therapie zu sehen, die nach Absetzen der Mittel durchaus schwere Folgen, nämlich einen Arginin Mangel, nach sich ziehen könnte. Aus diesem Grund sollten entsprechende Präparate nicht ohne ärztliche Beratung eingenommen werden.

Darüber hinaus haben die gleichen Studien belegt, dass die Ergebnisse mit Arginin allein, eher mittelmäßig waren. Erst die Mischung von Arginin mit Pinienrindenextrakt hat zu deutlich besseren Ergebnissen geführt.

BCAA – Wundermittel oder Sportlermärchen?

Als BCAA bezeichnet man eine kleine Gruppe von verzweigtkettigen Aminosäuren. Anders als die anderen Aminosäuren, werden diese beispielsweise nicht in der Leber verstoffwechselt. Ihre Verarbeitung erfolgt über den Darm, also direkt nach der Aufnahme über das Essen und damit deutlich schneller, als bei allen anderen Aminosäuren.

Bei diesen verzweigtkettigen Aminosäuren handelt es sich um die essenziellen Aminosäuren:

  • Leucin
  • Isoleucin
  • Valin

Dabei solltest du wissen, dass alle drei Aminosäuren in ihren Aufgaben im Körper etwas mit dem Stoffwechsel und der Versorgung der Muskulatur zu tun haben. So ist Leucin beispielsweise eine Aminosäure, die den Muskelaufbau und den Muskelerhalt fördert. Isoleucin ist ein reiner Energielieferant. In ausreichenden Mengen bereitgestellt, liefert Isoleucin genug Energie, um die Muskulatur richtig fit zu halten. Und Valin ist eine Aminosäure, die für eine vermehrte Ausschüttung von Insulin sorgt.

Insulin hingegen ist das Hormon, dass in der Bauchspeicheldrüse produziert wird und in seiner Hauptaufgabe die Nährstoffe aus dem Blut an die Stellen im Körper befördert, an denen sie gebraucht werden. Das bedeutet, dass eine erhöhte Insulinausschüttung automatisch zu einer schnelleren Verarbeitung der Nährstoffe im Blut in der Muskulatur sorgt. Das wiederum kann durchaus geeignet sein, um die Schnellkraft und die Ausdauer ein Stück weit zu steigern.

Aus den genannten Gründen wird BCAA beispielsweise als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und vor allem von Sportlern gern zur Verbesserung der Trainingsergebnisse genutzt.

Was genau passiert eigentlich bei einem Aminosäuremangel

Ein Mangel an essenziellen Aminosäuren kann vom Körper nicht aufgefangen werden. Während die nicht essenziellen Aminosäuren im Körper selbst produziert werden, würde ein Mangel an essenziellen Aminosäuren in die Versorgungskette des Körpers einfach ein Loch schlagen. Klassische Symptome für einen Aminosäuremangel können zum Beispiel sein:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Allgemeine Schwäche
  • Innere Unruhe
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Haarausfall oder das Ausdünnen der Haare
  • Leistungsabfall
  • Trockene Haut
  • brüchige und trockene Nägel
  • Schlafstörungen
  • Fettleber
  • Heißhungerattacken

Dazu kommt, dass es Aminosäuren gibt, die ganz gezielte Aufgaben im Körper zu erledigen haben. Fehlen diese oder sind sie nicht ausreichend vorhanden, kann die jeweilige Aufgabe nicht mehr korrekt ausgeführt werden. Als Beispiel hierfür möchten wir an der Stelle einmal die Aminosäure Glutamin heranziehen. Diese ist zwar eigentlich eine nichtessenzielle Aminosäure, doch wenn aufgrund einer Erkrankung beispielsweise die Produktion ins Stocken gerät, kann auch hier theoretisch ein Mangel entstehen.

Glutamin ist eine Aminosäure, die für die Leistung des Gehirns unerlässlich ist. Denn Glutamin sorgt für den Abtransport von Zellgiften, die ohne eine ausreichende Abfuhr die Gehirnaktivitäten beeinträchtigen würden.

Aminosäurenmangel

Darüber hinaus ist Glutamin zusammen mit anderen Aminosäuren an der Säuberung des Körpers von Ammoniak beteiligt. Ammoniak wird bei der Verarbeitung von Proteinen im Körper freigesetzt und muss, wie die Zellgiftstoffe im Gehirn, abtransportiert werden. Andernfalls drohen Müdigkeit, Antriebslosigkeit und andere ernsthafte Ermüdungserscheinungen bis hin zur Depression.

Info.

Das Problem dabei: So vielseitig wie die Aufgaben der Aminosäuren im Körper selbst sind, so unterschiedlich können im Prinzip die Symptome bei einem Mangel an einem einzelnen Proteinbestandteil sein.

Wie kann es zu einem Mangel an Aminosäuren kommen?

Für einen solchen Mangel kann es die unterschiedlichsten Gründe geben. Da wäre beispielsweise eine falsche Ernährung. Wer sich eher Fastfood lastig und Proteinarm ernährt, kann schnell unter Mangelerscheinungen leiden.

Darüber hinaus kann eine einseitige Ernährung gänzlich ohne tierische Produkte zu einem Mangel an Aminosäuren führen. Natürlich gibt es auch ausreichend pflanzliche Proteinlieferanten, diese verfügen aber nicht über die gleiche Bioverfügbarkeit, wie die Proteine und damit die Aminosäuren aus aus tierischen Lebensmitteln. Eine vegane Ernährung beispielsweise kann, wenn du nicht gezielt darauf achtest, ausreichend Proteine zu dir zu nehmen, zu einem Aminosäuremangel führen.

Schließlich wollen wir an dieser Stelle auch nicht verschweigen, dass es auch krankheitsbedingt zu einem Proteinmangel bzw. zu einem Mangel an Aminosäuren kommen kann. Hier kann es verschiedene Ursachen geben.

Ein verkürzter Dünndarm

Wenn ein Stück des Darmes irgendwann einmal operativ entfernt wurde, dann ist natürlich nicht mehr so viel Platz für die Aufspaltung des Proteins in die Kernbestandteile mehr da. Das kann dazu führen, dass nicht alle Nährstoffe über die noch vorhandenen Rezeptoren ins Blut bzw. in die Leber zur weiteren Verarbeitung dort gelangen.

Länger anhaltender Durchfall

Solltest du einmal länger anhaltenden Durchfall oder Erbrechen haben, droht ebenfalls ein Aminosäuremangel. Denn gerade bei Durchfallerkrankungen können kaum ausreichend Nährstoffe aus der Nahrung gezogen werden. Die weitere Verarbeitung und schließlich die Ausscheidung erfolgen oftmals so schnell, dass eine Aufspaltung und eine Weitergabe von entsprechenden Nährstoffen so gut wie gar nicht möglich ist.

Entzündliche Darmerkrankungen

Im Fall einer entzündlichen Darmerkrankung können die im Darm vorhandenen Rezeptoren womöglich in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Folge wäre eine Mangelhafte Verwertung der Proteine bzw. der aufgespalteten Aminosäuren, sodass der größte Teil dieser wichtigen Nährstoffe einfach ausgeschieden werden würde.

Entzündliche Darmerkrankungen

Darüber hinaus braucht der Körper auch andere Nährstoffe, um wiederum die korrekte Verstoffwechslung von Aminosäuren sicherstellen zu können. Dazu zählen beispielsweise die Vitamine B5 und B6 sowie Biotin. Teilweise werden diese für die Weiterverarbeitung von Aminosäuren benötigt. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann also wiederum dann einen Mangel an der tatsächlich zur Verfügung stehenden Menge an Aminosäuren bedingen.

Letztlich lässt sich festhalten, dass ein Mangel an Aminosäuren nicht immer auf schlechte Ernährung zurückzuführen sein muss. Oftmals ist es aber durchaus so, dass eine einseitige Ernährung Hauptgrund für eine solche Unterfunktion ist. Wenn du dir sicher bist, dass es keine Probleme in Sachen Ernährung geben dürfte, du aber dennoch das Gefühl hast, unter einem Aminosäuremangel zu leiden, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, damit festgestellt werden kann, ob hier wirklich Mangelerscheinungen vorliegen und woran das liegen könnte.

Wie kannst du Aminosäuren am besten aufnehmen?

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine – also findest du Aminosäuren vor allem in proteinhaltigen Lebensmitteln. Hier gilt es von vorn herein eine Klassifizierung vorzunehmen. Denn Proteine aus tierischen Lebensmitteln kommen mit einer höheren Bioverfügbarkeit daher. Darüber hinaus werden die meisten tierischen Lebensmittel als vollwertige Proteinquellen bezeichnet. Das bedeutet, dass hier wirklich jede Aminosäure in ausreichender Menge vorhanden ist.

Info.

Wenn du pflanzliche Produkte kaufst, die reich an Proteinen sind, hast du in der Regel keine vollwertigen Proteinquellen, das bedeutet, dass es durchaus passieren kann, dass du einzelne Aminosäuren nicht in ausreichender Menge zuführst.

Deshalb ist gerade für jemandem mit einem vegetarischen oder gar einem veganen Ernährungsansatz abwechslungsreiche Kost mit möglichst vielen Eiweißquellen unabdingbar.

Hier haben wir einmal eine Reihe von sehr proteinhaltigen Lebensmitteln zusammengetragen, um dir einen Überblick darüber zu verschaffen, mit welchen Lebensmitteln du deinen Tagesbedarf problemlos stillen kannst.

Wie du unschwer an der Tabelle erkennen kannst, gibt es eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die pflanzlicher Natur sind und mit einem guten Gehalt an Proteinen und damit auch an Aminosäuren daherkommen. Wichtig ist dabei eine vor allem abwechslungsreiche Ernährung.

Macht die Aufnahme von Aminosäuren über Nahrungsergänzungsmittel Sinn?

Aminosäuren über Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen kann dann sinnvoll sein, wenn du nicht in der Lage bist, deinen Bedarf über die normale Nahrung zu stillen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Zum einen natürlich eine der oben genannten Erkrankungen. Wenn dein Körper nicht in der Lage ist, die Proteine, die mit der Nahrung aufgenommen werden, ganz normal über den Darm zu verarbeiten, musst du nach anderen Wegen suchen, wie du deinem Körper die lebenswichtigen Aminosäuren zuführen kannst.

Nahrungsergänzungsmittel Aminosäuren

Das kann zum Beispiel über entsprechend ausgelegte Nahrungsergänzungsmittel sein. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren haben. Diesen dann auch über die Nahrung zu decken, kann durchaus schwierig sein. Zu diesen Menschen zählen:

  • Stillende Mütter
  • Menschen mit einem sehr hohen Stresslevel
  • Leistungssportler und Hobbysportler
  • Kinder in der frühen Wachstumsphase
  • Kinder und Jugendliche die sich mitten in einem Wachstumsschub befinden

Wenn du zu einer dieser Personengruppen zählst und das Gefühl hast, dass du Symptome eines Aminosäuremangels hast, solltest du unbedingt deinen Arzt konsultieren. Parallel dazu kann es für diese Personenkreise Sinn machen, allein schon, um einem Mangel vorzubeugen, entsprechende Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren einzunehmen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren gibt es?

Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln mit Aminosäuren ist recht groß. Du findest auf dem Markt aktuell beispielsweise:

  • Kapseln
  • Aminosäuren als Komplex
  • Tabletten
  • Pulver
  • Flüssig

Für welche Darreichungsform du dich entscheidest, ist natürlich zum einen Geschmackssache. Zum anderen spielt aber auch die Frage, wie schnell eine Wirkung erzielt werden soll und weshalb die Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden sollen.

Brauchst du beispielsweise entsprechende Präparate, weil du aufgrund einer Erkrankung im Darmbereich gerade Probleme damit hast, Aminosäuren auf normalem Weg zu verstoffwechseln, eignet sich am ehesten die flüssige Variante. Nimmst du Aminosäuren beispielsweise als Tropfen in dich auf, erfolgt die Aufnahme in den Körper über die Schleimhäute im Mund. In der Folge sind die Rezeptoren im Darmbereich nur noch bedingt gefordert, nämlich um den Teil zu verarbeiten, der am Ende noch im Darm ankommt.

Aminosäure Kapseln

Kapseln haben einen gewichtigen Vorteil vor Tabletten: Sie sind mit einer glatten Schutzhülle versehen, die einerseits dafür sorgt, dass die Kapsel als solche gut geschluckt werden kann und den Rachen problemlos hinuntergleitet. Dazu schützt diese Hülle den Wirkstoff im Inneren der Kapsel davor, frühzeitig freigesetzt zu werden. Magensaftresistente Kapseln durchwandern den Magen und den Darmtrakt bis zu der Stelle, an der die Verstoffwechslung erfolgen soll. Hat sich die Kapsel dann einmal aufgelöst, wird der volle Wirkstoff in der Kapsel mit einem Mal in flüssiger Form freigegeben. Dieser verteilt sich nun auf die verschiedenen Rezeptoren im Darm und wird dort weiterverarbeitet.

Aminosäure Kapseln

Aminosäure Pulver

Pulver haben den Vorteil, dass sie grundsätzlich in Getränke oder in Nahrungsmittel gemischt werden können. Vor allem Proteinpulver, wie Sportler es für ihre Proteindrinks nutzen ist ein hervorragender Lieferant für Aminosäuren. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Denn oft haben solche Pulver auch einen gehörigen Anteil Zucker im Schlepptau. Die Einnahme von Proteinpulver ist dabei vergleichsweise einfach. Du mischst es in Milch, in Müsli oder beispielsweise in Wasser und trinkst es oder genießt es einfach zusammen mit deinem Müsli. Entsprechende Proteinpulver gibt es im Handel zumeist in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Aminosäure Tabletten

Tabletten haben in den letzten Jahren etwas an Strahlkraft verloren – Kapseln sind bei vielen Nutzern sehr hoch im Kurs. Dabei können Tabletten beispielsweise, wenn sie als Retard Tabletten genommen werden, eine Versorgung mit einem bestimmten Wirkstoff für einen längeren Zeitraum sicherstellen. Denn diese Tablettenform wird nur nach und nach aufgelöst, sodass hier nur ein bestimmter Teil des Wirkstoffes Stück für Stück an den Körper abgegeben wird. Je nach Tablette kann die Depotwirkung solcher Tabletten bis zu 24 Stunden anhalten.

Bleibt der Aminosäurekomplex. Es gibt verschiedene Aminosäuren, wie zum Beispiel die oben erwähnten BCAA Varianten, die einzeln zu kaufen sind und ganz gezielt eingenommen werden können. Alternativ gibt es Aminosäuren in Form eines Aminosäurekomplexes. In diesem sind beispielsweise alle essenziellen Aminosäuren zusammen in einem Präparat. Zu haben. Vor allem dann, wenn der mögliche Mangel an Aminosäuren auf eine Ernährung zurückzuführen ist, die nicht proteinhaltig genug ist, ist diese Variante die mit Abstand sinnvollste.

Möglichkeiten, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen

Nahrungsergänzungsmittel kannst du heute gefühlt an jeder Ecke kaufen. Das hat einen einfachen Hintergrund. Seit einigen Jahren haben eine ganze Reihe von großen Supermärkten Nahrungsergänzungsmittel in ihr Sortiment aufgenommen. Im Drogeriemarkt konntest du Nahrungsergänzungsmittel ohnehin schon lange kaufen. Insofern ist die Zahl der Unternehmen im Einzelhandel, in denen du Aminosäuren in Form von Nahrungsergänzungsmitteln kaufen kannst, verhältnismäßig hoch.

Doch diese Supermärkte und Drogeriemärkte sind nicht die einzigen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Wege, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen.

  • Supermarkt/Drogerie
  • Apotheke
  • Online Apotheke
  • Online Handel

Jeder dieser Einkaufskanäle hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Diese wollen wir dir hier einmal kurz vorstellen.

Aminosäuren im Supermarkt oder der Drogerie kaufen

Im Supermarkt oder in der Drogerie findest du in der Regel die preislich gesehen günstigsten Nahrungsergänzungsmittel. Teilweise von Herstellern, deren Namen dir aus der Werbung bekannt sind, teilweise auch Produkte aus eigener Herstellung bzw. von Eigenmarken. Das Problem dabei ist nur, dass hier die Dosierung oftmals vergleichsweise gering ist.

Aminos im Supermarkt kaufen

Außerdem hast du in einem Supermarkt oder in einer Drogerie kaum eine Möglichkeit, dich kompetent und umfassend beraten zu lassen. Wie auch – die wenigsten Mitarbeiter hier haben eine medizinische Ausbildung oder eine Ausbildung aus dem ernährungswissenschaftlichen Bereich. Insofern kaufst du hier ein Präparat, bei dem du dir im Endeffekt selbst sicher sein musst, dass die Dosierung den Sinn und Zweck erfüllt.

Aminosäuren in der Apotheke erwerben

Genau das ist der große Vorteil in der Apotheke. Hier kannst du dich von echten Fachleuten, die eine Ausbildung im medizinischen Bereich haben zu allen wichtigen Fragen rund um das Nahrungsergänzungsmittel, dass du suchst beraten lassen. Dazu haben viele Apotheken auch Mitarbeiter, die als Ernährungsberater zertifiziert sind und dir noch fundierter weiterhelfen können.

Von Produktempfehlungen bis hin zu Informationen zu möglichen Nebenwirkungen können Sie hier alles an wichtigen Informationen aus zuverlässiger Quelle bekommen. Dazu kommt, dass die Nahrungsergänzungsmittel, die in der Apotheke verkauft werden in der Regel hochwertiger sind. Die Bioverfügbarkeit ist oftmals besser und auch die Dosierung ist höher.

Info.

Der einzige echte Nachteil am Einkauf in der Apotheke, ist der Preis. Im Vergleich zum Supermarkt sind die entsprechenden Präparate aus der Apotheke nämlich deutlich teurer.

Hier muss man allerdings berücksichtigen, dass du einerseits das Mehr an Qualität bezahlst und andererseits auch das qualifizierte Personal vom Betreiber der Apotheke bezahlt werden muss.

Aminos in Onlineapotheken

Die Online Apotheke ist wie die Apotheke vor Ort nur in einer Light Version. Auch in einer Online Apotheke kanns du eine gewisse Beratung bekommen So zum Beispiel, wenn du die Hotline anrufst, die viele Online Apotheken ihren Kunden bieten. Auch auf den Seiten der meisten Online Apotheken findest du die eine oder andere Information zu den Produkten, die hier angeboten werden. Dafür das du hier in Sachen Beratung Abstriche machen musst, sparst du aber auch gutes Geld. Denn die gleichen Präparate aus der Online Apotheke sind in der Regel deutlich günstiger, als in der normalen Apotheke.

Die Online Apotheke eignet sich besonders gut für die Kunden, die genau wissen, welches Produkt sie brauchen und dies einfach nur so günstig wie möglich bestellen möchten. Wenn du dich beispielsweise einmal hast umfassend in der Apotheke beraten lassen und hast das Nahrungsergänzungsmittel dann da gekauft, dann kannst du natürlich, wenn es darum geht das zur Neige gehende Nahrungsergänzungsmittel nachzukaufen, einen Preisvergleich starten.

Der Online Handel - Auch hier gibt es Aminosäuren

Es gib zahllose Online Händler für Sportlernahrung und Nahrungsergänzungsmittel. Hier gilt es die Augen offen zu halten. Denn leider gibt es in der Branche zwischen vielen guten und seriösen Anbietern auch einige schwarze Schafe. Während ein guter Online Händler für Sportlernahrung und Nahrungsergänzungsmittel dir mehr bietet als nur einen Online Shop, liegt bei diesen schwarzen Schafen das Hauptaugenmerk nur auf dem schnellen Verkauf.

Teilweise mit vollkommen überzogenen und falschen Werbeversprechungen. Dazu kommt, dass es in den letzten Jahren immer wieder Situationen gab, in denen im Internet Präparate aufgetaucht sind, die wahre Wunder versprochen haben und am Ende dann doch im besten Fall gar keine Wirkung gebracht haben – im schlimmsten Fall erhebliche gesundheitliche Folgen verursacht haben.

Aminosäure Online kaufen

Einen seriösen Online Handel kannst du an verschiedenen Kriterien erkennen. Zum einen ist der Firmensitz in Deutschland oftmals schon ein Indiz für die Seriosität eines Anbieters. Das allein kann aber nicht alles sein.

Du solltest darauf achten, ob bei den beworbenen Produkten reißerische Werbeversprechend gemacht wurden oder ob der Anbieter sich an die Health Claims Verordnung der EU hälft und nur die Versprechen macht, die auch hinreichend belegt sind. Darüber hinaus liefert dir ein seriöser Online Händler zu den verschiedenen Nährstoffen und Präparten auch eine Vielzahl von Informationen. Angefangen mit Ratgebertexten bis hin zu den Informationen, die du erhältst, wenn du dich mit einem konkreten Produkt beschäftigst.

Auch wenn der Online Händler preislich gesehen am ehesten mit der Online Apotheke auf einer Stufe steht, ist doch so, dass du hier oftmals die Produkte mit der höchsten Bioverfügbarkeit bekommst. Die Qualität der Nahrungsergänzungsmittel, die ein guter Online Händler dir bieten kann, ist mindestens genauso hoch wie die der Präparate aus der Apotheke. Das liegt einfach daran, dass die Nahrungsergänzungsmittel der meisten Onlinehändler vor allem für Leistungssportler entwickelt wurden. Da ist eine hohe Bioverfügbarkeit und eine höchstmögliche Qualität der Produkte unabdingbar.

Fazit zu den Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine, die du am ehesten über die Nahrung in dich aufnehmen kannst. Um dich ausreichend mit Aminosäuren zu versorgen, ist eine proteinreiche Ernährung notwendig. Eine ausreichende Versorgung ist dabei sehr wichtig, denn ohne eine gute Versorgung vor allem mit den essenziellen Aminosäuren, kommen viele körpereigene Abläufe ins Stocken.

Das kann sehr unangenehme Nebenwirkungen haben. Im Fall eines Mangels von Aminosäuren oder wenn du zu einer der Personengruppen gehörst die, wenn auch vielleicht nur vergleichsweise kurze Zeit, einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren hat, macht es Sinn die Aufnahme über die Nahrung durch die Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen.

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