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Aminosäuren – Ein Grundbaustein des Lebens

Aminosäuren – Ein Grundbaustein des Lebens

Aminosäuren sind chemische Verbindungen. Dabei handelt es sich um Carbonsäuren, die mit mindestens einer Aminogruppe daherkommen. Letztlich sind es organische Säuren, von denen es in der Natur eine ganze Menge gibt - und viele von ihnen haben im Körper wichtige Aufgaben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen Proteine bestehen
  • Es gibt essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren
  • Aminosäuren sind an vielen wichtigen Abläufen im Körper beteiligt

Was genau sind Aminosäuren eigentlich?

Es gibt dabei verschiedene Wege, die Aminosäuren zu unterscheiden. Zum einen unterscheidet man zwischen den proteinogenen Aminosäuren und den nicht proteinogenen Aminosäuren.

Bei den proteinogenen Aminosäuren handelt es sich um 20 Aminosäuren, aus denen der Körper Proteine herstellt bzw. aus denen Proteine bestehen. Die nicht proteinogenen Aminosäuren hingegen haben mit Proteinen nichts zu tun - dennoch gibt es einige von ihnen, die im Körper eine wichtige Rolle spielen. Rund 400 nicht proteinogene Aminosäuren gibt es, von denen manche für den menschlichen Organismus von Vorteil sind. Die für den Menschen wichtigsten Aminosäuren sind allerdings die proteinogenen Aminosäuren.

Im Bereich der proteinogenen Aminosäuren unterscheidet man zwischen essenziellen Aminosäuren und nicht essenziellen Aminosäuren. Die nicht essenziellen Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen. Die essenziellen Aminosäuren hingegen werden im Körper nicht produziert und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Im vorliegenden Ratgeber geht es in erster Linie um die proteinogenen Aminosäuren, da diese als Grundsteine der Proteine zu den wichtigsten Nährstoffen überhaupt für den menschlichen Körper gehören. Denn anders als Fette und Kohlenhydrate sind Proteine nicht nur Energielieferant. Sie sind für zahlreiche Stoffwechselaufgaben im Körper notwendig. Bei den proteinogenen Aminosäuren handelt es sich um:

Nicht essenzielle Aminosäuren

  • Alanin
  • Arginin
  • Asparaginsäure
  • Asparagin
  • Cystein
  • Glutamin
  • Glutaminsäure
  • Glycin
  • Histidin
  • Prolin
  • Serin
  • Tyrosin

Essenzielle Aminosäuren

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Im Weiteren wird insbesondere auf die essenziellen Aminosäuren eingegangen, um aufzuzeigen, welche Funktionen diese im Körper übernehmen und wie sie am besten aufgenommen werden können.

Info.

Bei der obenstehenden Liste ist eines zu beachten. Seit neuerem ist man zu der Gewissheit gelangt, dass die Aminosäure Histidin für Erwachsene ebenfalls essenziell ist, da sie nicht in ausreichender Menge vom Körper produziert werden kann. Im Kinder- und Jugendalter reicht die Produktion im Körper allerdings noch aus.

Da es sich hierbei nicht um eine gänzlich unverzichtbare Aminosäure handelt, wurde entschieden, sie bei den nicht essenziellen Säuren stehen zu lassen.

Wozu genau brauchen wir diese Aminosäuren?

Da es, wie erwähnt, eine Vielzahl von unterschiedlichen Aminosäuren gibt, kann man diese Frage gar nicht zur Gänze und allgemeingültig beantworten. Allerdings wurde ja bereits festgestellt, dass Aminosäuren die Grundlage für Proteine sind. Um zu wissen, weshalb Aminosäuren so wichtig sind, ist es sinnvoll, sich erst einmal mit dem Thema Protein zu beschäftigen.

Was sind Proteine eigentlich?

Proteine, gern auch lapidar als "Eiweiß" bezeichnet, sind einer der wichtigsten Stoffe, die dem Körper zugeführt werden müssen. Denn Proteine sind ein Baustein allen Lebens. Letztlich sind Proteine der Stoff, aus dem der menschliche Körper zu einem guten Teil besteht. Sie sind der Grundbaustein für Hormone, für Zellen und für Enzyme.

Ohne Proteine könnte kaum ein Körperteil seine Arbeit ausführen - auch die Organe im Inneren nicht. Insofern sind Proteine absolut lebenswichtig. Die Liste der Dinge im Körper, die aus Proteinen und damit aus Aminosäuren bestehen, ist lang. Da wären beispielsweise:

  • Das Blut
  • Muskelfasern
  • Die Organe
  • Insulin und andere Hormone
  • Enzyme
  • Die Antikörper des Immunsystems
  • uvm.

Aufgrund der Beteiligung an der Insulinproduktion an sich und auch dank verschiedener anderer weiterer Funktionen sind Proteine auch an zahlreichen Stoffwechselabläufen im Körper beteiligt. Auch die Muskelbildung und -Regeneration wird von Proteinen gesteuert oder zumindest maßgeblich beeinflusst.

Experten sind sich darin einig, dass der Körper auf die ständige und regelmäßige Zufuhr von Proteinen angewiesen ist, da die Zellen sich ständig erneuern. Wie wichtig Proteine im Körper genau sind, zeigen nicht zuletzt die Aussagen, die durch die EU im Rahmen der Health Claims Verordnung in Sachen Wirkung von Proteinen zugelassen wurden.

  • Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei
  • Proteine tragen zur Zunahme an Muskelmasse bei
  • Proteine tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei

Alles in allem lässt sich also festhalten, dass Proteine unter den drei Energielieferanten Fett, Kohlenhydrate und Proteine der Wichtigste sind, da Proteine neben der Lieferung von lebensnotwendiger Energie noch viele andere Aufgaben im Körper ausführen. Dabei bieten Proteine zusätzlich auch noch den gleichen Energielevel wie Kohlenhydrate. Das macht sie als Energiequelle zusätzlich interessant.

Proteine und Diäten

Es gibt zahlreiche Diätpläne, die davon ausgehen, dass eine proteinreiche Ernährung das Abnehmen unterstützt. Tatsächlich lässt sich, wenn von kohlenhydrathaltiger Kost auf überwiegend proteinhaltige Kost umgestiegen wird, ein entsprechender Effekt spüren. Da Eiweiß vollkommen anders verstoffwechselt wird und nicht in dem Maß wie Kohlenhydrate zu einer Insulinreaktion führt, ist an der positiven Wirkung von proteinreichen Diäten durchaus etwas dran. Das Problem dabei ist nur, dass die Umstellung von kohlenhydratreicher Kost auf kohlenhydratarme und dafür proteinreiche Kost nur für maximal einige Monate einen echten Effekt bringt.

Irgendwann hat der Körper sich an die Umstellung gewöhnt und wird keine Pfunde mehr allein aufgrund der proteinreichen Ernährung verlieren. Anders sieht der Effekt natürlich bei Leistungssportlern aus. Dass Leistungssportler einen erhöhten Proteinbedarf haben, da hier die Muskulatur erhalten bleiben und weiter zunehmen soll, ist unbestritten. Da gilt es in der Auswahl der Nahrung genau darauf zu achten, was wirklich proteinreich daherkommt.

Gibt es einen konkreten Tagesbedarf an Aminosäuren?

Selbstverständlich ist es wichtig, ausreichend Aminosäuren aufzunehmen - vor allem die essenziellen Aminosäuren, also die, die der Körper nicht selbst herstellen kann, können schließlich nur über die Nahrung zugeführt werden. Da diese Aminosäuren grundsätzlich Bestandteile von Proteinen sind, müssen sie überwiegend mit einer proteinreichen Ernährung zugeführt werden.

Info.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat eine Empfehlung für die Tagesdosis an Protein herausgegeben. Diese Empfehlung bemisst sich, so wird es von Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erläutert, in der Hauptsache an der notwendigen Menge der essenziellen Aminosäuren, die im Protein enthalten sind.

Insofern steht fest: Wird die hier genannte Menge an Protein am Tag aufgenommen, sind auch ausreichend essenzielle Aminosäuren zugeführt worden.

Das Wichtige bei dem täglichen Bedarf an Aminosäuren und damit auch an Protein ist, dass er sich nicht einfach nach Alter und Geschlecht bemessen lässt. Hier spielt auch das Gewicht der Person eine Rolle. Dementsprechend sind die Empfehlungen der DGE auch gestaltet. In der Folge werden diese Empfehlungen einmal nähergebracht.

Sieht man sich die Empfehlung der DGE einmal genauer an, stellt man fest, dass sich der Bedarf an Proteinen bei Erwachsenen in unterschiedlichen Altersklassen kaum noch unterscheidet.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die World Health Organization die Frage, inwieweit eine Empfehlung für eine Tagesdosis bei einzelnen essenziellen Aminosäuren wichtig ist, gänzlich anders sieht als die DGE. Denn von Seiten der WHO gibt es ganz konkrete Zufuhrempfehlungen, zumindest für Erwachsene. Auch wenn die Empfehlungen der DGE in Deutschland grundsätzlich mehr Gehör finden, werden an dieser Stelle auch die Empfehlungen der WHO aufgeführt.

Die Sichtweise der DGE ist allerdings durchaus nachvollziehbar. Denn ein Mangel an einer einzelnen Aminosäure führt im Prinzip zu einem Aussetzen der kompletten Proteinsynthese.

Liegt also ein Mangel an einer essenziellen Aminosäure vor, führt das zu einem konsequenten Ausbremsen des Körpers bei der Verstoffwechslung aller anderen Aminosäuren.

Deshalb ist es wichtig, für eine ausgeglichene Zufuhr zu sorgen. Das bedeutet nicht, dass nicht einzelne Aminosäuren, soweit sie über die Maße, in denen sie zur Proteinsynthese benötigt werden, zugeführt werden, nicht noch weitere positive Auswirkungen auf den Körper haben könnten.

Fakt bleibt dabei aber: Wer ausreichend Proteine zu sich nimmt, hat damit auch automatisch genug von allen essenziellen Aminosäuren aufgenommen.

Situationen, in denen Aminosäuren einzeln oder in Gruppen angewandt werden

Dass Proteine für den normalen Ablauf im Körper wichtig sind, wurde festgestellt. Dass diese Proteine aus Aminosäuren entstehen und diese damit im Verbund eine wichtige Rolle im menschlichen Körper spielen, ist ebenfalls deutlich geworden. Doch es gibt auch Aminosäuren, die teilweise einzeln oder in Gruppen verwendet werden, mit dem Ziel ganz bestimmte Erfolge zu erzielen. An dieser Stelle werden einige Einsatzgebiete von verschiedenen Aminosäuren vorgestellt.

Was genau passiert eigentlich bei einem Aminosäuremangel

Ein Mangel an essenziellen Aminosäuren kann vom Körper nicht aufgefangen werden. Während die nicht essenziellen Aminosäuren im Körper selbst produziert werden, würde ein Mangel an essenziellen Aminosäuren in die Versorgungskette des Körpers einfach ein Loch schlagen. Klassische Symptome für einen Aminosäuremangel können zum Beispiel sein:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Allgemeine Schwäche
  • Innere Unruhe
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Haarausfall oder das Ausdünnen der Haare
  • Leistungsabfall
  • Trockene Haut
  • Brüchige und trockene Nägel
  • Schlafstörungen
  • Fettleber
  • Heißhungerattacken

 

Info.

Das Problem dabei: So vielseitig wie die Aufgaben der Aminosäuren im Körper selbst sind, so unterschiedlich können im Prinzip die Symptome bei einem Mangel an einem einzelnen Proteinbestandteil sein.

Wie kann es zu einem Mangel an Aminosäuren kommen?

Für einen solchen Mangel kann es die unterschiedlichsten Gründe geben. Da wäre beispielsweise eine falsche Ernährung. Wer sich eher Fastfood-lastig und proteinarm ernährt, kann schnell unter Mangelerscheinungen leiden.

Darüber hinaus kann eine einseitige Ernährung gänzlich ohne tierische Produkte zu einem Mangel an Aminosäuren führen. Natürlich gibt es auch ausreichend pflanzliche Proteinlieferanten, diese verfügen aber nicht über die gleiche Bioverfügbarkeit wie die Proteine und damit die Aminosäuren aus tierischen Lebensmitteln. Eine vegane Ernährung beispielsweise kann, wenn nicht gezielt darauf geachtet wird, ausreichend Proteine zuzuführen, zu einem Aminosäuremangel führen.

Schließlich ist an dieser Stelle auch zu erwähnen, dass es auch krankheitsbedingt zu einem Proteinmangel bzw. zu einem Mangel an Aminosäuren kommen kann. Hier kann es verschiedene Ursachen geben.

Ein verkürzter Dünndarm

Wenn ein Stück des Darmes irgendwann einmal operativ entfernt wurde, dann ist natürlich nicht mehr so viel Platz für die Aufspaltung des Proteins in die Kernbestandteile vorhanden. Das kann dazu führen, dass nicht alle Nährstoffe über die noch vorhandenen Rezeptoren ins Blut bzw. in die Leber zur weiteren Verarbeitung gelangen.

Länger anhaltender Durchfall

Bei länger anhaltendem Durchfall oder Erbrechen droht ebenfalls ein Aminosäuremangel. Denn gerade bei Durchfallerkrankungen können kaum ausreichend Nährstoffe aus der Nahrung gezogen werden. Die weitere Verarbeitung und schließlich die Ausscheidung erfolgen oftmals so schnell, dass eine Aufspaltung und eine Weitergabe von entsprechenden Nährstoffen so gut wie gar nicht möglich ist.

Entzündliche Darmerkrankungen

Im Fall einer entzündlichen Darmerkrankung können die im Darm vorhandenen Rezeptoren womöglich in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Folge wäre eine mangelhafte Verwertung der Proteine bzw. der aufgespalteten Aminosäuren, sodass der größte Teil dieser wichtigen Nährstoffe einfach ausgeschieden werden würde.

Darüber hinaus braucht der Körper auch andere Nährstoffe, um wiederum die korrekte Verstoffwechslung von Aminosäuren sicherstellen zu können. Dazu zählen beispielsweise die Vitamine B5 und B6 sowie Biotin. Teilweise werden diese für die Weiterverarbeitung von Aminosäuren benötigt. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann also wiederum dann einen Mangel an der tatsächlich zur Verfügung stehenden Menge an Aminosäuren bedingen.

Letztlich lässt sich festhalten, dass ein Mangel an Aminosäuren nicht immer auf schlechte Ernährung zurückzuführen sein muss. Oftmals ist es aber durchaus so, dass eine einseitige Ernährung Hauptgrund für eine solche Unterfunktion ist. Besteht die Sicherheit, dass keine Probleme in Sachen Ernährung vorliegen, aber dennoch das Gefühl eines Aminosäuremangels auftritt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, damit festgestellt werden kann, ob wirklich Mangelerscheinungen vorliegen und woran das liegen könnte.

Wie lassen sich Aminosäuren am besten aufnehmen?

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine - also finden sich Aminosäuren vor allem in proteinhaltigen Lebensmitteln. Hier gilt es von vornherein eine Klassifizierung vorzunehmen. Denn Proteine aus tierischen Lebensmitteln kommen mit einer höheren Bioverfügbarkeit daher. Darüber hinaus werden die meisten tierischen Lebensmittel als vollwertige Proteinquellen bezeichnet. Das bedeutet, dass hier wirklich jede Aminosäure in ausreichender Menge vorhanden ist.

Info.

Beim Kauf pflanzlicher Produkte, die reich an Proteinen sind, liegen in der Regel keine vollwertigen Proteinquellen vor, was bedeutet, dass es durchaus passieren kann, dass einzelne Aminosäuren nicht in ausreichender Menge zugeführt werden.

Deshalb ist gerade für jemanden mit einem vegetarischen oder gar einem veganen Ernährungsansatz abwechslungsreiche Kost mit möglichst vielen Eiweißquellen unabdingbar.

Macht die Aufnahme von Aminosäuren über Nahrungsergänzungsmittel Sinn?

Aminosäuren über Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen kann dann sinnvoll sein, wenn der Bedarf nicht über die normale Nahrung gestillt werden kann. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Zum einen natürlich eine der oben genannten Erkrankungen. Wenn der Körper nicht in der Lage ist, die Proteine, die mit der Nahrung aufgenommen werden, ganz normal über den Darm zu verarbeiten, muss nach anderen Wegen gesucht werden, wie dem Körper die lebenswichtigen Aminosäuren zugeführt werden können.

Das kann zum Beispiel über entsprechend ausgelegte Nahrungsergänzungsmittel erfolgen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren haben. Diesen dann auch über die Nahrung zu decken, kann durchaus schwierig sein. Zu diesen Menschen zählen:

  • Stillende Mütter
  • Menschen mit einem sehr hohen Stresslevel
  • Leistungssportler und Hobbysportler
  • Kinder in der frühen Wachstumsphase
  • Kinder und Jugendliche, die sich mitten in einem Wachstumsschub befinden

Wer zu einer dieser Personengruppen zählt und das Gefühl hat, Symptome eines Aminosäuremangels aufzuweisen, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren. Parallel dazu kann es für diese Personenkreise sinnvoll sein, allein schon, um einem Mangel vorzubeugen, entsprechende Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren einzunehmen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren gibt es?

Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln mit Aminosäuren ist recht groß. Auf dem Markt finden sich aktuell beispielsweise:

  • Kapseln
  • Aminosäuren als Komplex
  • Tabletten
  • Pulver
  • Flüssig

Die Entscheidung für eine Darreichungsform ist natürlich zum einen Geschmackssache. Zum anderen spielt aber auch die Frage eine Rolle, wie schnell eine Wirkung erzielt werden soll und weshalb die Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden sollen.

Werden beispielsweise entsprechende Präparate benötigt, weil aufgrund einer Erkrankung im Darmbereich gerade Probleme damit bestehen, Aminosäuren auf normalem Weg zu verstoffwechseln, eignet sich am ehesten die flüssige Variante. Werden Aminosäuren beispielsweise als Tropfen aufgenommen, erfolgt die Aufnahme in den Körper über die Schleimhäute im Mund. In der Folge sind die Rezeptoren im Darmbereich nur noch bedingt gefordert, nämlich um den Teil zu verarbeiten, der am Ende noch im Darm ankommt.

Aminosäure Kapseln

Kapseln haben einen gewichtigen Vorteil vor Tabletten: Sie sind mit einer glatten Schutzhülle versehen, die einerseits dafür sorgt, dass die Kapsel als solche gut geschluckt werden kann und den Rachen problemlos hinuntergleitet. Dazu schützt diese Hülle den Wirkstoff im Inneren der Kapsel davor, frühzeitig freigesetzt zu werden. Magensaftresistente Kapseln durchwandern den Magen und den Darmtrakt bis zu der Stelle, an der die Verstoffwechslung erfolgen soll. Hat sich die Kapsel dann einmal aufgelöst, wird der volle Wirkstoff in der Kapsel mit einem Mal in flüssiger Form freigegeben. Dieser verteilt sich nun auf die verschiedenen Rezeptoren im Darm und wird dort weiterverarbeitet.

Aminosäure Pulver

Pulver haben den Vorteil, dass sie grundsätzlich in Getränke oder in Nahrungsmittel gemischt werden können. Vor allem Proteinpulver, wie Sportler es für ihre Proteindrinks nutzen, ist ein hervorragender Lieferant für Aminosäuren. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Denn oft haben solche Pulver auch einen gehörigen Anteil Zucker im Schlepptau. Die Einnahme von Proteinpulver ist dabei vergleichsweise einfach. Es wird in Milch, in Müsli oder beispielsweise in Wasser gemischt und getrunken oder zusammen mit dem Müsli genossen. Entsprechende Proteinpulver gibt es im Handel zumeist in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Aminosäure Tabletten

Tabletten haben in den letzten Jahren etwas an Strahlkraft verloren - Kapseln sind bei vielen Nutzern sehr hoch im Kurs. Dabei können Tabletten beispielsweise, wenn sie als Retard-Tabletten genommen werden, eine Versorgung mit einem bestimmten Wirkstoff für einen längeren Zeitraum sicherstellen. Denn diese Tablettenform wird nur nach und nach aufgelöst, sodass hier nur ein bestimmter Teil des Wirkstoffes Stück für Stück an den Körper abgegeben wird. Je nach Tablette kann die Depotwirkung solcher Tabletten bis zu 24 Stunden anhalten.

Bleibt der Aminosäurekomplex. Es gibt verschiedene Aminosäuren, wie zum Beispiel die oben erwähnten BCAA Varianten, die einzeln zu kaufen sind und ganz gezielt eingenommen werden können. Alternativ gibt es Aminosäuren in Form eines Aminosäurekomplexes. In diesem sind beispielsweise alle essenziellen Aminosäuren zusammen in einem Präparat zu haben. Vor allem dann, wenn der mögliche Mangel an Aminosäuren auf eine Ernährung zurückzuführen ist, die nicht proteinhaltig genug ist, ist diese Variante die mit Abstand sinnvollste.

Möglichkeiten, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen

Nahrungsergänzungsmittel sind heute gefühlt an jeder Ecke erhältlich. Das hat einen einfachen Hintergrund. Seit einigen Jahren haben eine ganze Reihe von großen Supermärkten Nahrungsergänzungsmittel in ihr Sortiment aufgenommen. Im Drogeriemarkt waren Nahrungsergänzungsmittel ohnehin schon lange erhältlich. Insofern ist die Zahl der Unternehmen im Einzelhandel, in denen Aminosäuren in Form von Nahrungsergänzungsmitteln gekauft werden können, verhältnismäßig hoch.

Doch diese Supermärkte und Drogeriemärkte sind nicht die einzigen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Wege, Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen.

  • Supermarkt/Drogerie
  • Apotheke
  • Online Apotheke
  • Online Handel

Jeder dieser Einkaufskanäle hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Diese werden hier einmal kurz vorgestellt.

Aminosäuren im Supermarkt oder der Drogerie kaufen

Im Supermarkt oder in der Drogerie finden sich in der Regel die preislich gesehen günstigsten Nahrungsergänzungsmittel. Teilweise von Herstellern, deren Namen aus der Werbung bekannt sind, teilweise auch Produkte aus eigener Herstellung bzw. von Eigenmarken. Das Problem dabei ist nur, dass hier die Dosierung oftmals vergleichsweise gering ist.

Außerdem besteht in einem Supermarkt oder in einer Drogerie kaum eine Möglichkeit, eine kompetente und umfassende Beratung in Anspruch zu nehmen. Die wenigsten Mitarbeiter hier haben eine medizinische Ausbildung oder eine Ausbildung aus dem ernährungswissenschaftlichen Bereich. Insofern wird hier ein Präparat erworben, bei dem im Endeffekt selbst Sicherheit bestehen muss, dass die Dosierung den Sinn und Zweck erfüllt.

Aminosäuren in der Apotheke erwerben

Genau das ist der große Vorteil in der Apotheke. Hier ist eine Beratung durch echte Fachleute, die eine Ausbildung im medizinischen Bereich haben, zu allen wichtigen Fragen rund um das gesuchte Nahrungsergänzungsmittel möglich. Dazu haben viele Apotheken auch Mitarbeiter, die als Ernährungsberater zertifiziert sind und noch fundierter weiterhelfen können.

Von Produktempfehlungen bis hin zu Informationen zu möglichen Nebenwirkungen können hier alle wichtigen Informationen aus zuverlässiger Quelle eingeholt werden. Dazu kommt, dass die Nahrungsergänzungsmittel, die in der Apotheke verkauft werden, in der Regel hochwertiger sind. Die Bioverfügbarkeit ist oftmals besser und auch die Dosierung ist höher.

Info.

Der einzige echte Nachteil am Einkauf in der Apotheke ist der Preis. Im Vergleich zum Supermarkt sind die entsprechenden Präparate aus der Apotheke nämlich deutlich teurer.

Hier muss man allerdings berücksichtigen, dass einerseits das Mehr an Qualität bezahlt wird und andererseits auch das qualifizierte Personal vom Betreiber der Apotheke bezahlt werden muss.

Aminos in Onlineapotheken

Die Online Apotheke ist wie die Apotheke vor Ort nur in einer Light-Version. Auch in einer Online Apotheke ist eine gewisse Beratung möglich. So zum Beispiel, wenn die Hotline angerufen wird, die viele Online Apotheken ihren Kunden bieten. Auch auf den Seiten der meisten Online Apotheken finden sich Informationen zu den Produkten, die hier angeboten werden. Trotz Abstrichen bei der Beratung lässt sich hier Geld sparen. Denn die gleichen Präparate aus der Online Apotheke sind in der Regel deutlich günstiger als in der normalen Apotheke.

Die Online Apotheke eignet sich besonders für Kunden, die genau wissen, welches Produkt benötigt wird und dies einfach nur so günstig wie möglich bestellen möchten. Wurde beispielsweise einmal eine umfassende Beratung in der Apotheke in Anspruch genommen und das Nahrungsergänzungsmittel dort erworben, lässt sich natürlich beim Nachkauf ein Preisvergleich starten.

Der Online Handel - Auch hier gibt es Aminosäuren

Es gibt zahllose Online Händler für Sportlernahrung und Nahrungsergänzungsmittel. Hier gilt es, die Augen offen zu halten. Denn leider gibt es in der Branche zwischen vielen guten und seriösen Anbietern auch einige schwarze Schafe. Während ein guter Online Händler für Sportlernahrung und Nahrungsergänzungsmittel mehr bietet als nur einen Online Shop, liegt bei diesen schwarzen Schafen das Hauptaugenmerk nur auf dem schnellen Verkauf.

Teilweise mit vollkommen überzogenen und falschen Werbeversprechungen. Dazu kommt, dass es in den letzten Jahren immer wieder Situationen gab, in denen im Internet Präparate auftauchten, die wahre Wunder versprochen haben und am Ende dann doch im besten Fall gar keine Wirkung brachten - im schlimmsten Fall erhebliche gesundheitliche Folgen verursachten.

Ein seriöser Online Handel lässt sich an verschiedenen Kriterien erkennen. Zum einen ist der Firmensitz in Deutschland oftmals schon ein Indiz für die Seriosität eines Anbieters. Das allein kann aber nicht alles sein.

Es sollte darauf geachtet werden, ob bei den beworbenen Produkten reißerische Werbeversprechen gemacht wurden oder ob der Anbieter sich an die Health Claims Verordnung der EU hält und nur die Versprechen macht, die auch hinreichend belegt sind. Darüber hinaus liefert ein seriöser Online Händler zu den verschiedenen Nährstoffen und Präparaten auch eine Vielzahl von Informationen. Angefangen mit Ratgebertexten bis hin zu den Informationen, die man erhält, wenn man sich mit einem konkreten Produkt beschäftigt.

Auch wenn der Online Händler preislich gesehen am ehesten mit der Online Apotheke auf einer Stufe steht, ist es doch so, dass hier oftmals die Produkte mit der höchsten Bioverfügbarkeit erhältlich sind. Die Qualität der Nahrungsergänzungsmittel, die ein guter Online Händler bieten kann, ist mindestens genauso hoch wie die der Präparate aus der Apotheke. Das liegt einfach daran, dass die Nahrungsergänzungsmittel der meisten Onlinehändler vor allem für Leistungssportler entwickelt wurden. Da ist eine hohe Bioverfügbarkeit und eine höchstmögliche Qualität der Produkte unabdingbar.

Fazit zu den Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine, die am ehesten über die Nahrung aufgenommen werden können. Um eine ausreichende Versorgung mit Aminosäuren sicherzustellen, ist eine proteinreiche Ernährung notwendig. Eine ausreichende Versorgung ist dabei sehr wichtig, denn ohne eine gute Versorgung vor allem mit den essenziellen Aminosäuren kommen viele körpereigene Abläufe ins Stocken.

Das kann sehr unangenehme Nebenwirkungen haben. Im Fall eines Mangels von Aminosäuren oder wenn eine Zugehörigkeit zu einer der Personengruppen besteht, die, wenn auch vielleicht nur vergleichsweise kurze Zeit, einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren haben, ist es sinnvoll, die Aufnahme über die Nahrung durch die Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen.

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