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Elektrolyte – Was genau steckt eigentlich hinter diesem Oberbegriff?

Veröffentlicht am 25.09.2019

Den Begriff Elektrolyte oder Elektrolythaushalt hat bestimmt jeder schon einmal gehört oder gelesen. Bleibt die Frage, was genau Elektrolyte eigentlich sind. Interessant ist, dass es zahlreiche verschiedene Elektrolyte gibt, deren jeweilige Menge im Körper genau austariert sein muss, damit unser empfindlicher Wasserhaushalt wirklich gut funktionieren kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elektrolyte sind positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen), die für das tägliche Leben enorm wichtig sind
  • Ohne Elektrolyte wäre eine Reizübertragung im Körper nicht möglich
  • Verschiedene Elektrolyte kommen mit unterschiedlichen Aufgaben daher - ein Mangel kann dabei ebenso schädlich sein wie ein Überschuss

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Was genau sind Elektrolyte eigentlich?

Elektrolyte sind Stoffe, die in flüssigen Lösungen elektrischen Strom leiten können. Es gibt positiv und negativ geladene Elektrolyte. Dabei solltest du wissen, dass im Körper ohne Elektrolyte nicht wirklich viel funktionieren würde. Denn Elektrolyte sind in der Hauptsache dafür verantwortlich, dass Reize und Impulse von den Nerven an das Gehirn und an die Muskulatur geschickt werden können.

Ohne Elektrolyte würde es also keine Bewegung geben, keine Atmung, kein Schmecken, kein Riechen – das Leben wäre schlechtweg nicht möglich, weil es ohne Elektrolyte keine Möglichkeit im Körper geben würde, die jeweils notwendigem Impulse entsprechend weiterzuleiten.

Dazu kommt, dass die Elektrolyte den Wasserhaushalt im Körper steuern. Elektrolyte finden sich dabei in jeder Körperflüssigkeit. Urin und Schweiß sind die beiden Körperflüssigkeiten, über die wir die meisten Elektrolyte ausscheiden. Aber auch über den Stuhl, die Spucke oder wenn du blutest gibst du Elektrolyte ab.

Das ist im Prinzip auch erst einmal ein guter Vorgang. Denn die Elektrolyte müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Zum einen werden die meisten Elektrolyte im Körper auch als Nährstoffe für andere Aufgaben gebraucht. Zum anderen ist die regelmäßige Erneuerung der Elektrolyte im Körper unerlässlich, um eine reibungslose Funktion sicherzustellen.

Wenn allerdings, zum Beispiel bei sportlicher Betätigung über den Schweiß. Vermehrt Elektrolyte ausgeschieden werden, ist es wichtig für ausreichend Ausgleich zu sorgen. Denn sonst kann einerseits ein Elektrolytmangel an sich, aber auch ein Mangel an einzelnen Elektrolyten mit den jeweils damit verbunden Folgen auftreten.

Welche Elektrolyte gibt es?

Elektrolyte ist im Prinzip nur ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Nährstoffen und Spurenelementen, die im Körper sowohl ihre eigenen Aufgaben erfüllen und andererseits dem Elektrolythaushalt im Körper angehören.

Die bekanntesten und wichtigsten Elektrolyte sind dabei:

  • Kalium
  • Natrium
  • Calcium
  • Magnesium
  • Chlorid
  • Eisen

Die meisten dieser Stoffe haben neben den Aufgaben, die sie alle gemeinsam als Elektrolyte ausüben, noch ihre ganz eigenen Funktionen im Körper. Hier findest du einmal einen kurzen Überblick über die wichtigsten Aufgaben der einzelnen Elektrolyte.

Diese Aufgaben haben die einzelnen Elektrolyte unabhängig vom Elektrolythaushalt

Wenn es darum geht, welche Funktion ein Nährstoff im Körper erfüllt, ist es immer sinnvoll einen Blick in die Health Claims Listen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zu werfen. Bei diesen Health Claims handelt es sich um allgemeingültige Gesundheitsaussagen zu bestimmten Nährstoffen, die von Seiten der EU Behörde für Werbezwecke freigegeben wurden.

Eine solche Freigabe erfolgt nur, wenn es ausreichend wissenschaftliche Belege dafür gibt, dass die jeweiligen Aussagen auch korrekt sind. Dafür reicht eine einzelne Studie als Beleg nicht aus – es müssen ausreichend belastbare Studien vorliegen, an Hand derer ein zweifelsfreie Nachweis zu den jeweiligen Aussagen erbracht werden kann.

Zu den verschiedenen oben genannten Elektrolyten finden sich in der Health Claims Verordnung der EU die folgenden zugelassenen Aussagen:

Elektrolyt Funktion

Magnesium

  • Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei
  • Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen Eiweißsynthese bei
  • Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei
  • Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei
  • Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung

Calcium

  • Calcium trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei
  • Calcium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • Calcium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
  • Calcium trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei
  • Calcium trägt zur normalen Funktion von Verdauungsenzymen bei
  • Calcium hat eine Funktion bei der Zellteilung und -spezialisierung
  • Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt
  • Calcium wird für die Erhaltung normaler Zähne benötigt

Kalium

  • Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
  • Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei

Natrium

  • Zu Natrium gibt es keine konkreten Health Claims, was nicht bedeutet, dass Natrium nicht wichtig für den Körper wäre, sondern lediglich, dass es keine hinreichenden wissenschaftlichen Belege für konkrete Funktionen gibt, die ohne eine zusätzliche Natriumzufuhr nicht aufrecht erhalten werden könnten.

Chlorid

  • Chlorid trägt durch die Bildung von Magensäure zu einer normalen Verdauung bei

Eisen

  • Eisen trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
  • Eisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei
  • Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei
  • Eisen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung

Dazu gibt es in der Health Claims Verordnung der EU noch einen Passus, der sich direkt mit Elektrolyten bzw. mit einer Kohlenhydrat-Elektrolytlösung beschäftigt, wie man sie im Rahmen von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen kann. Dazu findet man folgende allgemeingültige Gesundheitsaussagen, die von Seiten der EU zugelassen sind.

  • Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen tragen zur Aufrechterhaltung der Ausdauerleistungen bei längerem Ausdauertraining bei
  • Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen verbessern die Aufnahme von Wasser während der körperlichen Betätigung

Welche Aufgaben haben die jeweiligen Elektrolyte im Körper im Rahmen des Elektrolythaushalts?

Der Elektrolythaushalt als solcher muss genau austariert sein, damit die Elektrolyte wirklich so funktionieren können, wie es notwendig ist, damit alle körpereigenen Funktionen korrekt aufrechte erhalten werden können. Dazu muss jedes der genannten Elektrolyte seine Rolle spielen und seine Aufgaben genau erledigen. Diese sehen dabei wie folgt aus:

Elektrolyt Aufgabe

Natrium

Der größte Teil des Körper gespeicherten Natriums wird außerhalb der Zellen gespeichert. Es spielt gemeinsam mit Kalium eine wichtige Rolle, wenn es darum geht die elektrische Spannung im Körper aufrecht zu erhalten und so sicherzustellen, dass die Reizübertragung im Körper funktioniert.

Kalium

Kalium ist der Partner des Natrium, den du in der Hauptsache im Inneren der Zellen findest. So wird sichergestellt, dass das sogenannte Ruhepotential der Zellmembranen erhalten bleibt. Dieses Ruhepotential ist zum Beispiel unerlässlich, um die Kontraktionsfähigkeit von Muskelzellen aufrecht zu erhalten. Dazu kommt, dass Kalium ein wichtiger Bestandteil verschiedener Enzymreaktionen im Körper ist.

Magnesium

Magnesium ist, ähnlich wie Kalium, in der Hauptsache im Inneren der Zellen zu finden. Hier hat Magnesium zahlreiche Aufgaben in Enzymbildungsbereich, bei der Produktion von Eiweiß und bei Muskelaktivitäten. Außerdem spielt Magnesium eine wichtige Rolle bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen. Magnesium wird in der Hauptsache in Knochenzellen gelagert. Auch in den Muskelzellen findet sich viel Magnesium. Nur rund 1 Prozent des körpereigenen Magnesiums wird im Blut gespeichert.

Calcium

Calcium ist ebenfalls zu 99 Prozent in den Knochenzellen gespeichert. In den Zellen dient es als Botenstoff, der unerlässlich ist, wenn es um die Übertragung von Signalen geht, zum Beispiel für die Muskelkontraktion.

Eisen

Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Hämoglobins und spielt als solcher eine große Rolle, wenn es um den Transport von Sauerstoff in die Körperzellen geht. Ein Eisenmangel kann vor allem bei Schwangeren und Stillenden schnell auftreten, was auch daran liegt, dass diese Personengruppen einen größeren Eisenbedarf haben.

Chlorid

Etwa 80 g Chlorid ist im Körper enthalten. Rund ein Drittel davon in den Zellen. Von den negativ geladenen Elektrolyt-Typen ist Chlorid das wichtigste.

Dabei hat der Mensch für jeden dieser Nährstoffe einen anderen Tagesbedarf. Für einen durchschnittlichen Erwachsenen liegen die einzelnen Tagesbedarfe bei:

Elektrolyt Tagesbedarf in Milligramm

Natrium

1.500 mg

Kalium

4.000 mg

Magnesium

  • Männer – 300 mg
  • Frauen – 350 mg

Calcium

1.000 mg

Eisen

  • Männer – 10 mg
  • Frauen – 15 mg (in Schwangerschaft und Stillzeit mehr)

Chlorid

2.300 mg

Info.

Grundsätzlich werden überschüssige Elektrolyte über die Nieren und den Urin ausgeschieden. Dennoch kann es tatsächlich sowohl zu einem Elektrolytmangel als auch zu einem Elektrolytüberschuss kommen. Auch wenn der Elektrolytüberschuss nur sehr selten auftritt, können beide Formen der Störung des Elektrolythaushaltes unangenehme Symptome haben.

Welche Auswirkungen hat ein Elektrolytmangel und wie kann er entstehen?

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Elektrolytmangel. Den

  • absoluten
  • relativen

Mangel. Beim absoluten Elektrolytmangel gibt es tatsächlich einen oder mehrere Nährstoff/e, der oder die zu wenig vorhanden sind, wodurch der Elektrolythaushalt durcheinandergeraten ist. Der weitaus häufigere relative Elektrolytmangel basiert einfach darauf, dass sich der Flüssigkeitshaushalt etwas verändert hat und dadurch eine Verdünnung der vorhandenen Elektrolyte eingetreten ist.

Ein absoluter Elektrolytmangel hat, je nach betroffenem Elektrolyt, unterschiedliche Ursachen und in der Folge auch verschiedene Symptome. Da sich aber eine ganze Reihe der Symptome auch sehr ähneln bzw. manche Nährstoffmangel durchaus auch dieselbe Effekte haben, werden bei Verdacht auf den Mangel an einzelnen Elektrolyten oftmals eine ganze Bandbreite an einzelnen Elektrolytmengen ausgemessen, um sicherzugehen, welcher Nährstoff gerade wirklich zu wenig vorhanden ist. Die Symptome können dabei zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

Natriummangel

Bei einem absoluten Natriummangel können beispielsweise die folgenden Symptome auftreten:

  • Schwäche
  • Antriebslosigkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • Regelmäßig auftretende Stürze
  • Verwirrtheit
  • Krampfanfälle

Entstehen kann ein Natriummangel auf verschiedene Arten. Eine mögliche Ursache für einen absoluten Natriummangel kann beispielsweise die Einnahme von Entwässerungsmedikamenten sein. Auch Erbrechen und Durchfall können zu einem absoluten Natriummangel führen. Darüber hinaus kann ein absoluter Natriummangel ein Zeichen für eine Funktionsstörung in der Nebenniere sein.

Einen relativen Natriummangel kannst du beispielsweise durch eine Leberzirrhose, eine Herzinsuffizienz oder durch Alkoholmissbrauch erleiden.

Kaliummangel

Ein Kaliummangel kann sich beispielsweise auf die folgenden Arten bemerkbar machen

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Erhöhte Nervosität
  • Darmträgheit
  • Blähungen
  • Verstopfungen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schnelle Muskelermüdung
  • Wundheilungsstörungen
  • Trockene Haut
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Eine erhöhte Urinmenge

Auch hier können spezielle Entwässerungsmittel ebenso wie Erbrechen oder Durchfall die Ursache für einen absoluten Kaliummangel sein. Ein Kaliummangel kann aber auch die Folge eines Hyperaldosteronismus oder eines erhöhten Insulin- und/oder Adrenalinspiegels sein.

Magnesiummangel

Anzeichen für einen Magnesiummangel sind beispielsweise:

  • Muskelzucken
  • Schwindel
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Innere Unruhe
  • Herzklopfen und Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Depressive Zustände
  • Durchblutungsstörungen
  • Taubheitsgefühle an Händen und Füßen

Für einen Magnesiummangel gibt es zahlreiche verschiedene mögliche Ursachen. Angefangen von einer einseitigen Ernährung oder einer Essstörung über einen erhöhten Bedarf an Magnesium auf Grund von regelmäßig betriebenem Sport beispielsweise bis hin zu Alkoholmissbrauch ist eine Menge denkbar.

Auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann eine Ursache für einen Magnesiummangel sein. Durchfall und Erbrechen sind natürlich auch hier als Ursachen möglich, ebenso wie eine Darmerkrankung oder großflächige Verbrennungen am Körper, die zu einem erhöhten Magnesiumverbrauch führen. Ein Magnesiummangel kann dabei allerdings auch ein Hinweis auf eine chronische Nierenerkrankung oder auf eine Fehlfunktion der Schilddrüsen sein.

Calciummangel

Ein Calciummangel kann sich folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Kribbeln auf der Haut
  • Muskelkrämpfe und Muskelstarre
  • Trockene Haut und Hautekzeme
  • Haarausfall und brüchige Nägel
  • Vermehrte Knochenbrüchigkeit bedingt durch eine verminderte Knochendichte und Fortschreiten von Osteoporose
  • Verdauungsstörungen und Durchfall
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • niedriger Blutdruck
  • Sehverschlechterung oder Linsentrübung (Grauer Star)
  • Stimmungsschwankungen
  • Erschöpfung und psychische Störungen
  • Reizbarkeit
  • bei Kindern gestörte Zahnentwicklung und Minderwuchs

Die Ursache für einen Calciummangel kann beispielsweise ein Mangel an Vitamin D sein – zum Beispiel durch zu wenig Zeit in der Sonne. Auch Entwässerungsmittel oder andere Medikamente können eine Ursache für einen Mangel an Calcium sein. Doch auch Durchfall und Erbrechen, eine einseitige Ernährung oder eine Ernährung gänzlich ohne Milch und Milchprodukte auf Grund einer Laktoseintoleranz ohne einen adäquaten Ersatz können hier als Ursachen für einen Calciummangel in Frage kommen.

Chloridmangel

Ein Chloridmangel tritt sehr selten auf – wenn es aber tatsächlich einmal zu einem solchen kommt, kann das sehr gefährliche Folgen haben. So gehören zu den Symptomen eines Chloridmangels beispielsweise:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Epileptische Anfälle
  • sehr flache Atmung
  • Herzfunktionsstörungen
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelschwäche
  • Wachstumsstörungen
  • Müdigkeit
  • Verwirrtheit

Da der Magensaft viel Chlorid enthält, ist die häufigste Ursache für einen Chloridmangel starkes Erbrechen über mehrere Tage. Auch die regelmäßige Einnahme von Entwässerungsmedikamenten, übermäßig schnelles und tiefes Atmen (Hyperventilation) oder ein Überschuss an Aldosteron können einen Chloridmangel hervorrufen. Darüber hinaus kann ein absoluter Chloridmangel auch ein Hinweis auf das Cushing-Syndrom sein.

Eisenmangel

Eisenmangel ist einer der Elektrolytmängel, von denen zumindest Frauen relativ schnell betroffen sein können. Die Symptome können dabei zum Beispiel so aussehen:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Vergesslichkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Körperliche Leistungseinbußen
  • Kurzatmigkeit
  • Blässe
  • Haarausfall
  • Brüchige Nägel
  • eingerissene Mundwinkel
  • Infektanfälligkeit
  • Depressionen und Ängstlichkeit
  • Restless-Legs-Syndrom (RLS)
  • Schlafstörungen

Eisenmangel hat darüber hinaus noch eine sehr unangenehme Nebenwirkung. So regelt der Körper bei einem Eisenmangel die Aufnahme des Eisens aus dem Darm automatisch nach oben, damit so viel Eisen wie möglich aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Allerdings wird damit nicht nur eine erhöhte Eisenaufnahme in Gang gesetzt, sondern auch eine erhöhte Resorption von Cadmium und Blei.

Das hat bei Erwachsenen keine nachweisbaren Folgen – bei Kindern und Säuglingen kann sich dadurch allerdings eine unerwünscht hohe Bleikonzentration im Körper einstellen.

Die Ursachen für einen Eisenmangel können ebenfalls sehr unterschiedlich sein. In den meisten Fällen resultiert ein Eisenmangel aus chronischen Blutungen. Sehr häufig mit Eisenmangel zu kämpfen haben beispielsweise junge Frauen mit starken Regelblutungen. Auch Schwangere und stillende Mütter erleiden oft einen Eisenmangel. Hier ist es der erhöhte Eisenbedarf, der zu einem Eisenmangel führt, weshalb man hier „nur“ von einem relativen Eisenmangel spricht.

Darüber hinaus kann ein Eisenmangel auch durch eine streng vegane oder streng vegetarische Kost herbeigeführt werden, da diese in der Regel vergleichsweise eisenarm daherkommt. Eine verminderte Eisenaufnahme im Darm oder Magen, zum Beispiel bedingt durch eine operative Darmverkürzung, kann hier ebenfalls eine Ursache sein. Auch chronische Entzündungen oder erblich bedingte Defekte im Bezug der Eisenaufnahme oder -verarbeitung können hier Ursachen sein.

Wie wirkt sich ein Elektrolytüberschuss aus und wie kann er entstehen?

Ein Elektrolytüberschuss kommt, wie schon erwähnt, vergleichsweise selten vor – wenn es aber doch einmal zu einem solchen kommt, kann das durchaus unangenehme Folgen haben. Wir haben hier die entsprechenden Symptome und möglichen Ursachen einmal zusammengetragen.

Natriumüberschuss

Bei einem Natriumüberschuss spricht man von einer Hypernatriämue. Symptome einer solchen können beispielsweise sein:

  • Starker Durst
  • Schwächegefühle
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Ruhelosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Trockene Haut
  • Trockene Schleimhäute
  • Verringerte Urinausscheidung
  • Atemnot
  • Ödeme
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Unwillkürliches Zucken kleinerer Muskelgruppen
  • Verwirrtheit
  • Bewusstseinsstörungen

Die häufigste Ursache für einen solchen Natriumüberschuss ist ein starker Wasserverlust im Körper. Ein solcher kann beispielsweise durch starke Verbrennungen auftreten. Auch starkes Schwitzen oder Fieber können hier die Ursache sein. In diesen Fällen kommt es zu einem relativen Natriumüberschuss. Einen absoluten Natriumüberschuss kannst du erleiden, wenn du zu viel Natrium zu dir nimmst. Zum Beispiel durch das Trinken von Salzwasser oder durch die übermäßige Einnahme von Natriumpräparaten.

Kaliumüberschuss

Anders als bei den meisten anderen Elektrolyten führt ein Kaliumüberschuss nicht zu einer Vielzahl von Symptomen, sondern nur zu einer kleinen Zahl von möglichen Schwierigkeiten, die sich aber allesamt als sehr gefährlich erweisen können. Vor allen Dingen führt ein Kaliumüberschuss zu

  • Herz-Rythmus-Störungen
  • Herzfunktionsstörungen

Das ist der Grund, weshalb du bei einem Kaliumüberschuss auf jeden Fall in ärztliche Behandlung gehörst. Ursachen eines solchen Kaliumüberschusses können dabei beispielsweise Störungen in der Nierenfunktion sein. Auch Hormonstörungen wie Insulinmangel oder ein Cortisolüberschuss können hier die Ursache sein. Auch der Zerfall von Muskel- oder Tumorzellen oder der Zerfall roter Blutkörperchen können hier eine Rolle spielen.

Großflächige oder starke Verbrennungen oder das Erleiden eines Traumas können hier ebenfalls Ursachen für einen Kaliumüberschuss sein.

Magnesiumüberschuss

Ein Magnesiumüberschuss kann schnell eine ganze Reihe von negativen Symptomen mit sich bringen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Durchfall
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Schwächegefühl
  • Blutdruckabfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Verlangsamte Atmung
  • Schwächung der Muskelreflexe
  • Verlangsamung des Herzschlages

Ein Magnesiumüberschuss kommt nur sehr selten vor. Denn ein gesunder Körper reguliert den Magnesiumhaushalt über die Nieren weitgehend selbst soweit, dass es nicht zu einem Magnesiumüberschuss kommen kann. Ein solcher kann beispielsweise durch eine zu stark erhöhte Einnahme von Magnesiumpräparaten über einen längeren Zeitraum entstehen – oder durch eine Fehlfunktion der Nieren, wodurch die angesprochene Regulierung des Magnesiumhaushalts nicht mehr möglich ist.

Calciumüberschuss

Ein leichter Calciumüberschuss im Blut hat in der Regel keine negativen Auswirkungen. Kommt es allerdings zu einem deutlichen Calciumüberschuss und das über einen längeren Zeitraum, kann das durchaus schädliche Nebenwirkungen haben. So können zum Beispiel die folgenden Symptome auftreten:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Verstopfung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Nierensteine
  • Nierenschäden
  • Muskelschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Herz-Rythmus-Störungen

Das Calcium im Körper ist überwiegend in den Knochen gebunden. Deshalb kommt ein Calciumüberschuss meist in Fällen von Krankheiten mit Knochelzelluntergang bzw. Knochenzersetzung zum Vorschein. Auch eine Überfunktion der Nebenschilddrüse kann eine Ursache für einen Calciumüberschuss sein.

Ein Calciumüberschuss kann auch ein Hinweis auf eine Sarkoidose sein. Ursache eines Überschusses an Calcium kann daneben allerdings auch die Gabe verschiedener Medikamente oder auch von zu vielen oder zu hoch dosierten Vitamin D Präparaten sein. Eine längere Phase der absoluten Inmobilität, zum Beispiel durch eine Erkrankung die über einen längeren Zeitraum zu absoluter Bettruhe verpflichtet, kann ebenfalls eine Ursache für einen Calciumüberschuss sein.

Chloridüberschuss

Ein Chloridüberschuss kommt im Vergleich zu den eben genannten Überschussarten mit relativ wenigen Nebenwirkungen daher – die dazu auch noch relativ ungefährlich sind, wenn sie schnell behandelt werden bzw. wenn der Chloridüberschuss kurzfristig erkannt und abgestellt wird. Mögliche Symptome sind hier:

  • Bluthochdruck
  • Vermehrtes Durstgefühl
  • Muskelschwäche

Ursachen für einen solchen Chloridüberschuss können beispielsweise Nierenversagen oder ein Schädeltrauma sein. Auch eine Bromvergiftung kann zu den Symptomen eines Chloridüberschusses führen. Das liegt allerdings nicht daran, dass Brom den Chloridspiegel im Körper erhöhen würde, sondern viel mehr daran, dass das Brom sowohl in den Chloridmessungen als auch in den Auswirkungen auf den Körper nach außen hin wirkt, als wäre es tatsächlich Chlorid.

Eisenüberschuss

Eisenüberschuss ist eine Erkrankung, die in der Regel mit einer Eisenspeichererkrankung einhergeht. Die Langzeitauswirkungen dieser Erkrankung zeigen sich in der Regel erst ab dem 40. Lebensjahr. Kurzfristig sind die Auswirkungen

  • Müdigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Gelenkschmerzen

Langfristige Folgen sind dabei:

  • Leberschäden
  • Erhöhtes Risiko für Leberkrebs
  • Herzschwäche
  • Dunkle Hautverfärbungen - vor allem in den Achselhöhlen
  • Herz-Rythmus-Störungen
  • Herzversagen mit Todesfolge
  • Herzmuskelschäden

Ursachen für eine solche Eisenüberlastung kann beispielsweise eine zu starke Aufnahme von Eisenpräparaten einerseits oder Eisen über die Nahrung andererseits sein. Darüber hinaus kann eine Störung in der Bildung roter Blutkörperchen eine Ursache für einen Eisenüberschuss sein. Eine weitere mögliche Ursache sind häufige Bluttransfusionen.

Auch wenn in den meisten der oben aufgeführten Fällen die jeweiligen Überschüsse teilweise sehr unangenehme Nebenwirkungen und Symptome haben können, muss man an der Stelle festhalten, dass Elektrolytüberschüsse vergleichsweise selten auftreten. Damit ein solcher Überschuss Ernährungsbedingt auftritt, muss schon eine sehr starke Überdosierung über einen längeren Zeitraum erfolgen. In aller Regel sind solche Überschüsse mit entsprechenden Erkrankungen verbunden. In diesem Fällen werden sie entweder frühzeitig erkannt, weil einfach die Grunderkrankung bereits bekannt ist. Oder aber sie helfen dabei die Grunderkrankung zu finden und sind daher insofern hilfreich, als das sie wertvolle Hinweise auf die jeweilige gesundheitliche Problematik liefern.

Elektrolyte und Sportler – das solltest du wissen

Wer vermehrt Sport treibt, schwitzt natürlich auch stärker und scheidet damit über den Schweiß deutlich mehr Elektrolyte aus, als Menschen mit einer durchschnittlichen Belastung. Darüber hinaus werden verschiedene Elektrolyte wie Magnesium oder Clacium während des Sports durch die vermehrten Muskelkontraktionen verbraucht, was wiederum zu einem Mangel einzelner Elektrolyte führen kann.

Aus diesem Grund solltest du, vor allem wenn du regelmäßig Sport treibst, für eine stark Elektrolythaltige Ernährung sorgen und ggfls. auch zwischendurch immer mal wieder zu Nahrungsergänzungsmitteln für die Auffüllung deiner Elektrolyte greifen.

 

Wie kannst du Elektrolyte am besten einnehmen?

Elektrolyte stecken in einer Vielzahl von Lebensmitteln. Wir haben hier einmal einige Lebensmittel zusammengesucht, mit denen eine gute Elektrolytversorgung problemlos sichergestellt werden kann. Dabei steckt natürlich nicht jedes Elektrolyt in jedem Lebensmittel – eine gute Kombination und ein ausgewogener Ernährungsplan macht hier das Geheimnis einer guten Elektrolytversorgung aus.

Elektrolyt Lebensmittel

Natrium und Chlorid

  • Kochsalz

Magnesium

  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Milch
  • Milchprodukte

Kalium

  • Vollkornprodukte
  • Trockenobst
  • Nüsse
  • Avocado
  • Kartoffeln
  • Bananen
  • Kohlsorten
  • Hülsenfrüchte

Calcium

  • Milch
  • Milchprodukte
  • Grünkohl
  • Nüsse
  • Broccoli
  • Calciumhaltiges Mineralwasser
  • Kräuter

Eisen

  • Fleisch (vor allem Rindfleisch)
  • Leber
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse
  • Rosinen
  • Zitronen
  • Hülsenfrüchte
  • Spinat

Natrium und Chlorid in Kombination ergeben das gewöhnliche Kochsalz, dass jeder aus der Küche kennt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine tägliche Salzzufuhr von maximal fünf Gramm. Das hat den einfachen Hintergrund, dass Salz eben nicht nur den Körper mit Natrium und Chlorid versorgt – sondern auch eine Ursache für Bluthochdruck sein kann. Aus diesem Grund ist die Aufnahme von Salz tatsächlich mit Vorsicht zu genießen.

Neben den genannten Lebensmittel können viele Elektrolyte auch über Mineralwasser aufgenommen werden. Auf jeder Wasserflasche findest du eine Legende, welche Nährstoffe und Spurenelemente hier enthalten sind. Dabei siehst du schnell, mit welchen Elektrolyten du dich über das Mineralwasser in welcher Menge versorgen kannst.

Eine andere gute Möglichkeit, dich mit ausreichend Elektrolyten zu versorgen, sind isotonische Getränke. Diese findest du beispielsweise in vielen Fitnessstudios oder aber auch im Supermarkt an der Ecke. Zu erkennen sind sie oft an knallig bunten Farben. Das ein Getränk isotonisch ist bedeutet, dass es die Elektrolyte in einer ähnlichen Konzentration bereit hält, wie sie im Durchschnitt im Blut zu finden sind. Das macht es dem Körper besonders einfach die Elektrolyte schnell und zielgerichtet zu verarbeiten.

Doch es gibt auch isotonische Getränke, die nicht mit künstlichen Farbstoffen daherkommen. So sind beispielsweise einige alkoholfreie Biersorten isotonisch und können damit einen guten Erfrischungskick nach dem Sport beispielsweise bieten.

Übrigens:

Eine Apfelschorle mit stillem Mineralwasser im Verhältnis drei Teile Wasser, ein Teil Apfelsaft ist in der Regel auch ein isotonisches Getränk und versorgt dich nach dem Sport und zu jeder anderen Zeit optimal mit Elektrolyten.

Macht es Sinn, Elektrolyte über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen?

Elektrolyte gibt es als Nahrungsergänzungsmittel in zahlreichen Varianten und Formen. Da wären zu nennen:

  • Brausetabletten
  • Kapseln
  • Pulver
  • Tropfen
  • Getränke

Diese kannst du in der Apotheke, im Lebensmittelhandel oder im Sportfachgeschäft bzw. im Fitnessstudio bekommen. Bleibt die Frage, inwieweit die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für den Ausgleich des Elektrolythaushalts sinnvoll ist.

Fakt ist: Es gibt Situationen, in denen du einen erhöhten Verbrauch an Elektrolyten hast – und es gibt Situationen, in denen du einen starken Verlust von Elektrolyten hast. Zweiteres ist meistens krankheitsbedingt – zum Beispiel bei Durchfall oder Erbrechen. Aber auch bei Fieber, Verbrennungen oder starken Blutungen kann es zu einem erheblichen Verlust von Elektrolyten kommen.

Einen erhöhten Verbrauch hast du in der Regel hauptsächlich als Sportler bzw. als aktiver Mensch, der viel schwitz. Alternativ haben auch sehr übergewichtige Menschen, die auch ohne sportliche Aktivitäten viel schwitzen, einen erhöhten Verbrauch an Elektrolyten. Egal welche der beiden Situationen zutrifft – ein Ausgleich der verlorenen oder verbrauchten Elektrolyte ist wichtig um die körpereigenen Funktionen aufrecht zu erhalten.

Je höher dein Verlust an Elektrolyten aber ist oder war, desto schwieriger ist es, diesen allein durch die Nahrung wieder auszugleichen. Bei einem länger anhaltenden Durchfall beispielsweise bringt auch das Trinken von ausreichend Mineralwasser oder das Essen von entsprechenden Lebensmitteln vergleichsweise wenig – sie sind einfach zu kurz im Darm als das die Elektrolyte hier sinnvoll herausgearbeitet werden könnten.

In solchen Fällen kann eine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel, spätestens nach Abflauen der Erkrankung zum schnellen Auffüllen der Elektrolytspeicher, sehr sinnvoll sein. Für Menschen die oft sportlich aktiv sind ist eine Einnahme von Elektrolyten ohnehin sinnvoll, allein schon um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.

Fazit:

Elektrolyte sind lebenswichtig – ein nicht ausgeglichener Elektrolythaushalt kann uns krank machen und sogar zu lebensgefährlichen Symptomen führen. Das gilt allerdings sowohl für eine Unterversorgung als auch für eine Überversorgung. Ein Überschuss an Elektrolyten kommt in Deutschland allerdings nur sehr selten vor.

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