MSM : Organischer Schwefel - Ein unterschätzter Mineralstoff
Mai 10 2019

MSM : Organischer Schwefel - Ein unterschätzter Mineralstoff

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Wenn man sich für Vitalität im Alter und Nahrungsergänzungsmittel interessiert, wird man früher oder später auf den Begriff MSM (Methylsulfonylmethan) stoßen. Was sich etwas kryptisch anhört, ist die chemische Bezeichnung für organischen Schwefel. Wer wissen möchte, was genau MSM ist und warum immer mehr Menschen MSM Kapseln einnehmen, ist hier genau richtig.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • MSM ist eine organische Schwefelverbindung
  • Schwefel kommt im menschlichen Körper vor z.B. in Knochen, Bändern, Sehnen, Haut und Haaren
  • Schwefel kann der Körper nicht selbst herstellen, er muss mit der Nahrung zugeführt werden und steckt v.a. in tierischen Lebensmitteln
  • Der tägliche Schwefelbedarf beträgt etwa 13 bis 25 mg/kg Körpergewicht
  • MSM und Sulfur oder MSM und DMSO sind nicht dasselbe 

Was ist MSM? Was macht es im Körper?

Methylsulfonylmethan ist eine organische Schwefelverbindung, die auf ganz natürliche Weise im menschlichen Körper, aber auch in Tieren und in Pflanzen vorkommt. Der menschliche Organismus kann ihn allerdings nicht selbst herstellen, sondern er muss über die Nahrung zugeführt werden. Ungefähr 0,2 % des Körpers bestehen aus Schwefel, nach Kalzium und Phosphor ist er das dritthäufigste Mengenelement im menschlichen Organismus.

Dementsprechend hat Schwefel auch einige wichtige Aufgaben: Haare und Nägel aber auch Muskeln, Knorpel und Knochenbestehen aus schwefelhaltigen Aminosäuren. Organischer Schwefel dient außerdem als natürlicher Baustoff für Kollagen. Kollagen ist ein sogenanntes Strukturprotein, das u.a. in Bindegewebe, Sehnen und Bändern vorkommt. Schwefel ist außerdem ein wesentlicher Bestandteil von Hormonen, Enzymen, Antioxidantien und Aminosäuren wie Taurin oder Cystein.

Wie viel MSM benötigt man am Tag?

Der tägliche Schwefelbedarf beträgt etwa 13 bis 25 mg/kg Körpergewicht. Ein 70 kg schwerer Mensch muss daher mindestens 910 mg Schwefel pro Tag zuführen.Tierisches Eiweiß enthält mehr schwefelhaltige Aminosäuren als pflanzliches, weshalb vor allem Veganer:innen auf eine ausgeglichene Schwefelbilanz achten müssen. Ein erhöhter Bedarf an schwefelhaltigen Nahrungsmitteln besteht zum Beispiel bei veganen Athlet:innen oder bei einer generell eher proteinarmen Ernährung.

Wann sollte MSM eingenommen werden?

Der Schwefelgehalt im Körper nimmt grundsätzlich mit dem Alter ab. Deshalb ist es vor allem für ältere Menschen wichtig, auf ihre Versorgung zu achten, am besten in Kombination mit moderater Bewegung und leichten Sporteinheiten, die die Gelenke schonen. Um bis ins hohe Alter fit zu bleiben, ist körperliche Betätigung ein Muss: Sie stimuliert die Muskeln und diese wiederum sind eng mit Knochen und dem gesamten Stützapparat verbunden. Durch die Beanspruchung der Muskeln erhalten die Knochen Impulse, welche die Mineralisierung der Knochenmasse, die u.a. Schwefelbrücken enthält, anregen.

MSM-Quellen in der Nahrung 

Schwefel kommt in fast allen Lebensmitteln vor, insbesondere aber in Speisen, die viel Eiweiß enthalten. Das gilt zum Beispiel für Milch, Käse, Eier, Fisch und Erdnüsse. Auch Knoblauch, Senf, Brokkoli, Trockenfrüchte, Kohl, Wein und Zwiebeln enthalten Schwefel, allerdings in geringerer Menge.

Lebensmittel

mg/100 g

Erdnüsse

395

Zander

281

Rotbarsch

261

Kabeljau

252

Kalbfleisch

231

Rindfleisch

224

Schweinefleisch

223

Haferflocken

199

Hühnerei

181

Brokkoli

124

Grünkohl

87

Rosenkohl

79

Rotkohl

62

Zwiebeln

52

Alles über MSM als Nahrungsergänzung

Wie wird MSM hergestellt?

MSM besteht aus Schwefel und Methylgruppen und kommt in zahlreichen Pflanzen wie auch Obst und Gemüse sowie in tierischen Organismen vor, allerdings ist eine Gewinnung aus diesen Ausgangsmaterialien nicht wirtschaftlich 

Deshalb wird MSM, das in Kapsel- oder Pulverform angeboten wird, chemisch hergestellt. Auf diese Weise gelingt es auch, MSM mit einer Reinheit von über 99% zu erzeugen. Bei der Herstellung wird der ISO-Standard berücksichtigt und es kommen die GMP-Richtlinien zum Einsatz. Reines synthetisch hergestelltes MSM bildet Kristalle, die äußerlich an Zucker oder Salz erinnern. Bei reinem MSM handelt es sich um ein weißes, geruchloses Pulver.

Organischer und anorganischer Schwefel: Die organische Schwefelverbindung MSM ist zu unterscheiden von anorganischem Sulfur, dem gelben und übelriechenden Stoff, an den man wahrscheinlich zuerst denkt, wenn man „Schwefel“ hört. Sulfur ist das, was man aus dem Chemie-Unterricht oder als Bestandteil von Feuerwerkskörpern kennt. MSM dagegen ist weiß, kristallin und geruchsneutral. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Schwefelarten besteht in der Herkunft: Sulfur ist elementar, kommt also aus dem Erdreich und ist nicht wasserlöslich, das weiße MSM-Pulver ist organisch (stammt also von lebenden Organismen, ist wasserlöslich und gut bioverfügbar.

MSM als Pulver, Kapseln oder Tabletten?

Angeboten werden MSM-Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel-, Tabletten- und Pulverform. Pulver hat zwar den Vorteil, dass es sich individueller dosieren lässt, was praktisch ist, wenn beispielsweise mit niedrigen Dosen eingestiegen werden soll. Allerdings sind Kapseln und Tabletten leichter einzunehmen, da sie einfach mit etwas Wasser geschluckt und nicht erst umständlich aufgelöst oder abgemessen werden müssen. Im Zweifel können auch Kapseln gekauft und diese geöffnet werden, um das enthaltene Pulver in Wasser aufzulösen. Die MSM Kapseln sind z.B. ganz einfach auseinanderzuziehen!

Zu beachten ist, dass organischer Schwefel sehr wärme- und kälteempfindlich ist und der Lagerungsort entsprechend passend gewählt werden sollte. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist nicht unbedingt erforderlich, solange die Skala des Thermometers die 25-Grad-Marke nicht übersteigt. 

Wie nehme ich MSM am besten ein? 

Bei der Einnahme von MSM sollte auf ein paar Punkte geachtet werden. Es ist beispielsweise wichtig, dass die Kapseln oder Tabletten mit ausreichend Wasser geschluckt werden, denn die Flüssigkeit hilft dem Körper dabei, die Wirkstoffe gut aufzunehmen. Zudem ist es nicht empfehlenswert, die Kapseln auf leeren Magen einzunehmen. Die Einnahme sollte stattdessen immer zu Mahlzeiten eingeplant werden. Wegen der besonderen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe sollten nicht mehr Kapseln eingenommen werden, als der jeweilige Hersteller empfiehlt. 

Bei einem empfindlichen Magen kann man sich langsam an die Einnahme herantasten. Beispielsweise zunächst nur mit der Hälfte der empfohlenen Dosis beginnen und diese nach einigen Tagen steigern.  

Wie erkenne ich hochwertiges MSM?

Qualität ist das A und O, erst recht, wenn es um etwas geht, das dem Körper zugeführt wird. Wichtig ist zum Beispiel, dass das MSM möglichst rein ist – also frei von anderen Substanzen. In der Produktbeschreibung oder auf der Verpackung lässt sich dies nachlesen, denn der Reinheitsgrad wird in der Regel mit angegeben. Durch spezielle Reinigungsverfahren während der Herstellung sollte dafür gesorgt werden, dass die MSM-Kapseln keine Verunreinigungen oder Schadstoffe wie etwa Schwermetalle enthalten. 

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass keine unnötigen Zusätze enthalten sind: Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker haben nichts in dem Nahrungsergänzungsmittel verloren. Gerade bei MSM-Pulver kommt es mitunter vor, dass Stoffe beigemischt werden, die das Verklumpen verhindern sollen (z.B. Trennmittel wie Magnesiumstearat). Diese synthetischen Mittel könnten die Wirkung des organischen Schwefels beeinträchtigen.

Auch ein Blick auf die Dosierungsempfehlung lohnt sich. Dank ihr können verschiedene Präparate miteinander verglichen werden, denn je weniger Kapseln am Tag eingenommen werden müssen, desto höher ist die Dosis an MSM pro Kapsel in der Regel auch. 
 
Das MSM ist immer in veganer Form dank pflanzlicher Kapselhülle und hochdosiert mit 1600 mg/2 Kapseln die MSM mit Vitamin C Tabletten enthalten sogar 2000 mg MSM/Tagesdosis. Natürlich ohne unerwünschte Zusätze, bestens bioverfügbar und sorgfältig laborgeprüft auf Schadstoffe, Verunreinigungen und mehr. Wie immer bei gloryfeel: Simple Science für ein gutes Gefühl. 

Warum MSM mit Vitamin C?

MSM findet man oft als Kombipräparat mit Vitamin C. Wie am Anfang schon erwähnt, ist Schwefel im menschlichen Körper unter anderem in Kollagenstrukturen enthalten – und Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung bei. Es ist also die perfekte Kombination für Menschen, die Bewegung in ihren Alltag integrieren, und zwar am liebsten bis ins hohe Lebensalter. Vitamin C trägt außerdem zum Erhalt normaler Knochen und Zähne bei. Das Multitalent unterstützt auch in Bezug auf den Energiestoffwechsel und das Immunsystem – außerdem ist der Vitamin-C-Bedarf bei Sportler:innen erhöht, da bei (Über-)Anstrengung verstärkt freie Radikale gebildet werden. Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans und trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.

Eine weitere beliebte Kombination ist es, zusätzlich Glucosamin und Chondroitin einzunehmen. Glucosamin ist ein Aminozucker, der von Natur aus in Bindegewebe, Knorpel und Gelenkflüssigkeit vorkommt. Chondroitinsulfat wird von den Chondroblasen (Knorpelzellen) gebildet und ist ein wichtiger Teil des Knorpelgewebes. Die Glucosamin + Chondroitin + MSM Tabletten liefern direkt 3 Bewegungshelden in 1 und zusätzliches Vitamin D, das zur Erhaltung normaler Knochen sowie zu einem normalen Stoffwechsel von Calcium (dem in Knochen am häufigsten eingelagerten Mineral) beiträgt.

Fragen? Profis haben Antworten!

Hier sind die wichtigsten Fragen von Kund:innen beantwortet:

Ist Schwefel nicht schädlich? 


Die Meinung, dass Schwefel schädlich für den menschlichen Körper sei, ist immer noch weit verbreitet – aber schlichtweg falsch. Bei dem „giftigen Schwefel“, der durch die Abgase von Straßenverkehr und Industrie entsteht, handelt es sich eigentlich um Schwefeldioxid-Emissionen. Sie belasten als saurer Regen die Umwelt und das Ökosystem, haben aber nichts mit organischem Schwefel oder MSM gemeinsam. Stattdessen versorgt MSM den Körper mit wertvollen Schwefelverbindungen, die im menschlichen Körper u.a. zu schwefelhaltigen Aminosäuren umgewandelt werden können. 

Was ist der Unterschied von MSM und DMSO?

Der natürliche, schwefelhaltige Stoff MSM ist eng mit Dimethylsulfoxid (DMSO) verwandt. Der Körper kann aus DMSO die Schwefelverbindung MSM bilden. Allerdings sind MSM und DMSO nicht identisch, auch wenn beide Begriffe im deutschen Sprachgebrauch oft als Synonyme verwendet werden. DMSO unterscheidet sich von MSM vor allem dadurch, dass es nach der Aufnahme im Organismus einerseits in Dimethylsulfid und andererseits in Methylsulfonylmethan gespalten wird. Das Dimethylsulfid wiederum erzeugt einen äußerst unangenehmen Geruch nach Fisch, der bei den Personen, die es eingenommen haben, sowohl aus dem Mund als auch aus anderen Körperporen wahrzunehmen ist. Auch bei einer längeren Lagerung kann sich aus DMSO Dimethylsulfid bilden, wodurch der Geruch entsteht, auch wenn DMSO in Reinform eine geruchlose und farblose klare Flüssigkeit ist. 

 

1 Kommentar


  • reeh

    erklärung gut hinweise überzeugend vielen dank dafür

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