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Kapseln Herstellung

Natürliche Nahrungsergänzung von GloryFeel – Ein Einblick in die Kapselherstellung

Die Verabreichung von bestimmten Inhaltsstoffen in Kapselform ist weit verbreitet. Medikamente sowie Nahrungsergänzungsmittel werden in Kapseln unterschiedlicher Art abgefüllt und benötigen zum größten Teil keinerlei Trenn- oder Hilfsmittel. Anders als bei der Produktion von herkömmlichen Tabletten kann bei der Kapselherstellung auch weitestgehend auf Zusätze von Stabilisatoren wie beispielsweise Magnesiumstearat verzichtet werden. Auch dient die Abfüllung in Kapseln einer übersichtlicheren und besseren Dosierung. Kapseln lösen sich meist erst im Magen auf, was dazu führt, dass die enthaltenen Wirkstoffe erst nach und nach im Körper verteilt werden.

Die unterschiedlichen Kapselarten im Überblick

Kapseln sind recht flexibel und vielseitig was ihre Befüllung und den Verwendungszweck betrifft. Mithilfe von Kapseln werden Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel in einer übersichtlichen Dosierung verabreicht. Eine Kapsel besteht aus einer Hülle, die in den meisten Fällen aus Gelatine besteht. Doch auch Kapselhüllen aus Cellulose oder Carrageen gibt es, ebenso wie magensaftresistente Kapseln, die die Wirkstoffe erst im Darm freisetzen. Unsere Kapseln sind hauptsächlich vegan, da diese die bessere Variante zu tierischen Produkten darstellt. Generell wird zwischen den folgenden Kapselarten unterschieden:

  • Hartkapseln
  • Weichkapseln
  • Mikrokapseln
  • Cellulosekapseln
  • magensaftresistente Kapseln
  • Stärkekapseln

Kapseln weisen auch entscheidende Vorteile gegenüber Tabletten auf: Die Kapselhülle verfügt über die Eigenschaft, den Inhalt vor äußeren Einflüssen, wie z. B. Licht, schützen zu können. In Bezug auf die optische Gestaltung von Kapseln, bieten sich den Herstellern zahlreiche Möglichkeiten was Größe, Form und Farbe betrifft. Zur Individualisierung können Kapseln außerdem entsprechend der Kundenvorgaben bedruckt werden. Gerade farbig gestaltete Kapseln können Patienten dabei helfen, mehrere Arzneimittel voneinander zu unterscheiden.

Hartkapseln

Hartkapseln werden in der Pharmazie vor allem mit festen Stoffen wie Granulat oder Pulver befüllt. Doch auch Tabletten oder kleinere Kapseln (Mikrokapseln) können wiederum in die Kapseln integriert werden. Hart- oder Steckkapseln, wie sie auch genannt werden, werden größtenteils aus Gelatine hergestellt. Sie gehören aktuell, neben Tabletten, zur verbreitetsten Darreichungsform von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln. Hartkapseln enthalten keine Weichmacher und bestehen aus zwei zylindrischen Hohlkörpern mit abgerundetem Boden, die nach der Fertigung die Kapsel bilden. Diese Hohlkörper werden jeweils als Kapselkappe und Kapselboden bezeichnet. Da die Kapselkappe über einen etwas breiteren Durchmesser als der Kapselboden verfügt, können die beiden offenen Teile problemlos ineinander gesteckt werden.

Die Kapselhälften können in insgesamt acht verschiedenen Größen hergestellt werden. Am gängigsten sind dabei die Größen 0 bis 3 und am häufigsten wird die Größe 1 verwendet. Damit Hartkapseln fest und elastisch bleiben, dürfen sie weder zu trocken noch zu feucht gelagert werden. Hartkapseln werden während des Produktionsprozesses mit einem sogenannten Rillen-Nocken-Mechanismus verschlossen. Auf diese Weise werden sie nicht ungewollt geöffnet. Es gibt jedoch noch andere Verschlusssysteme. Befindet sich zum Beispiel ein Wirkstoff in der Kapsel, der besonders empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert, können Kapseln auch verschweißt, verklebt oder mit einer entsprechenden Banderole versehen werden.

Die Herstellung von Hartkapseln

Hartkapseln werden aus Gelatine (Gel.) oder Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), einem speziellen Gelier- und Verdickungsmittel, hergestellt. HPMC-Kapseln bilden dabei eine vegetarische und vegane Alternative ohne tierische Bestandteile. Zahlreiche Produkte in unserem Shop sind daher auch für Veganer geeignet. Hartkapseln können entweder völlig farblos, also transparent, hergestellt werden oder auch in verschiedenen Farben.

Um farbige Kapseln zu erhalten, wird der normalen Gelatinelösung, die verwendet wird, zusätzlich der Stoff Titandioxid beigemischt. Wird für die Produktion der Hartkapseln ausschließlich Titandioxid verwendet, entstehen rein weiße Kapseln. Titandioxid ist das IV-wertige Oxid des Titans. Titandioxid hat als Weißpigment ein weites Einsatzgebiet, daher werden weltweit pro Jahr vier bis fünf Millionen Tonnen produziert.

Das Colton-Verfahren

Das sogenannte Colton-Verfahren wird für die Hartkapsel-Herstellung eingesetzt. Hierbei tauchen ganz spezielle Tauchstifte in die Gelatinelösung ein. Diese Lösung ist dann entweder mit den jeweiligen Farbstoffen und/oder Titandioxid versehen. Beim Eintauchen in die Lösung werden die Stifte, die im Übrigen über eine Prägung des Kapseldesigns verfügen, mit einem dünnen Film überzogen, der später nach dem Erstarren einem Trocknungsprozess unterzogen wird. Nach diesem Arbeitsschritt werden die dadurch entstandenen Kapselhüllen von den Tauchstiften abgezogen und vorverschlossen nachdem sie in die nötige Größe geschnitten wurden. Sollen die Kapseln anschließend nach Kundenwunsch bedruckt werden, geschieht dies auf speziell dafür vorgesehenen

Die Lagerung von Hartkapseln

Die Hauptbestandteile von Hartgelatinekapseln setzen sich aus Gelatine, Wasser und den jeweiligen Farbstoffen zusammen. Der Zusatz von Weichmachern oder anderen Stoffen ist bei dieser Art von Kapseln nicht notwendig. Das Wasser, das bereits in den Kapseln enthalten ist, wird absorbiert und teilweise chemisch gebunden und dient somit automatisch als Weichmacher. Daher sollten Hartgelatinekapseln am besten bei 15 bis 25° C und einer Raumfeuchtigkeit von 35 bis 65 Prozent gelagert werden. Dadurch wird der Wassergehalt der Kapseln von knapp 13 bis 16 Prozent nicht über- oder unterschritten.

Werden Hartgelatinekapseln zu trocken gelagert, können sie Feuchtigkeit verlieren und spröde und brüchig werden. Bei einer zu feuchten Lagerung können sie klebrig werden und sich gegebenenfalls sogar verformen. Auch durch den Kontakt mit Wasser oder anderen Flüssiglösungen bei ungefähr 37° C lösen sich die Kapseln auf und der Inhalt kann binnen weniger Minuten freigesetzt werden.

Die Befüllung von Hartkapseln

Nicht nur in der Industrie werden die hergestellten Kapseln befüllt. Auch viele Apotheken verfügen über die nötige Fachkenntnis und befüllen Hartkapseln mithilfe einer speziellen Kapselmaschine. Beim industriellen Befüllungsvorgang hingegen kommen mehrere Verfahren mit bestimmten Dosierungsvorrichtungen infrage:
Das Doppelschiebverfahren: Hier kommen zwei Schieber zum Einsatz. Sie sorgen für eine angemessene Vordosierung des Inhalts und füllen ihn in die dafür vorgesehene leere Kapsel ein.

Das Schneckenverfahren:

Bei diesem Produktionsverfahren wird eine spezielle Dosierschnecke verwendet, die den Inhalt in die Unterseite einer Kapsel transportiert. Beim Füllschnecken-Verfahren wird aus einem Pulverbett (1) über eine Schnecke (2) durch dessen Drehung Pulver in einen Kapselboden (3) überführt.


Diese zwei weiteren Verfahren gibt es noch:

  • Das Stopfverfahren: Eine weitere Möglichkeit, Kapseln zu befüllen, ist das sogenannte Stopfverfahren. Hierbei werden Stopfstempel eingesetzt, die das zu füllende Material zunächst auf einer Dosierscheibe verdichten und anschließend mittels Abweiser in die Kapseln abstreifen.
  • Der Röhrchendosierer: Diese alternative Befüllungsmethode sorgt dafür, dass zuerst das Füllmaterial durch den Dosierstempel verdichtet wird. Dies geschieht, indem der Dosierstempel mehrmals hintereinander in die Masse eintaucht. Danach nimmt er die vorgesehene Menge auf und transportiert das Material in die Kapselhülle.

Vor jeder Befüllung werden die Kapseln mechanisch ausgerichtet, damit die Kapselkappe nach oben und der Kapselboden nach unten zeigen. Im Anschluss werden die Kapseln geöffnet und die Befüllung durch die entsprechende Vorrichtung beginnt. Es folgt das Verschließen und Auswerfen. Sollten sich unter den hergestellten Hartkapseln auch Kapseln befinden, die nicht geöffnet werden können, werden diese bereits vor dem Befüllvorgang von der jeweiligen Maschine ausgeworfen.
Müssen die Kapseln mit unterschiedlichen Inhalten befüllt werden, kommen hierfür unterschiedliche Abfüllstationen zum Einsatz.

In der Abbildung sieht man eine schematische Darstellung der Abfüllung von Hartkapseln. Zur Abfüllung von Hartgelatinekapseln mit festen und flüssigen Formulierungen werden die Kapseln nach der Einführung (1), ausgerichtet, so das sich der Kapselboden nach unten und die Kapselkappe nach oben orientiert (2), dann geöffnet (3), im Anschluss erfolgt der Auswurf der ungeöffneten Kapseln, danach werden sie befüllt (5), verschlossen (6) und am Ende ausgeworfen (7).

Hartkapseln für Inhalationszwecke

Neben den regulären Hartgelatinekapseln gibt es eine weitere Variante, die zu Inhalationszwecken hergestellt wird. Hier werden die entsprechenden Kapseln mit einer Einzeldosis befüllt und zur Anwendung in einen Inhalator gegeben. Wird der Inhalator aktiviert, werden die Enden der Kapsel durchstochen und der Inhalt kann durch das Inhalieren austreten und eingeatmet werden.

Der Inhalt von Hartkapseln nach Größe

Je nach Dichte verfügen die unterschiedlich großen Hartkapseln im Schnitt über folgenden Inhalt in mg:

  • Größe 000 Inhalt 800 mg – 1600 mg
  • Größe 00 Inhalt 600 mg – 1200 mg
  • Größe 0 Inhalt 400 mg – 800 mg
  • Größe 1 Inhalt 290 mg – 580 mg
  • Größe 2 Inhalt 220 mg – 440 mg
  • Größe 3 Inhalt 160 mg – 320 mg
  • Größe 4 Inhalt 120 mg – 240 mg

Weichkapseln

Weichkapseln, auch Softkapseln oder Softcaps genannt, bestehen ebenfalls aus Gelatine. Ihnen werden Weichmacher wie Sorbitol oder Glycerol zugefügt, um für die gewünschte Konsistenz zu sorgen. Unsere Omega 3 Softkapseln beispielsweise besitzen eine wesentlich dickere Hülle als Hartkapseln, die auch nur aus einem Teil besteht und nicht, wie bei Hartgelatinekapseln aus zwei. Somit können Weichkapseln auch nicht geöffnet werden.

Der Inhalt dieser Kapseln ist meist flüssig oder halbfest. So können beispielsweise Vitamine, ätherische Öle oder andere Wirkstoffe verabreicht werden. Doch auch die Verabreichung von Pulver ist mit Weichgelatinekapseln möglich. Hierfür wird das Pulver mit einem bestimmten Lösungsmittel gelöst und anschließend dispergiert.

Da der Inhalt in Weichkapseln im Gegensatz zu Tabletten bereits gelöst ist, wird dieser im Körper auch relativ leicht absorbiert. Sie können geschluckt oder teilweise auch zerbissen werden, wie zum Beispiel unsere Fischölkapseln oder Kapseln, die Nitroglycerin enthalten. Weichkapseln enthalten in den seltensten Fällen Lactose, weshalb sie gerade bei Menschen mit Lactoseintoleranz häufig angewandt werden.

Die Herstellung von Weichgelatinekapseln

Zur Herstellung von Weichkapseln gibt es drei verschiedene Verfahren:

  • Das Scherer-Verfahren: Beim Scherer-Verfahren kommen zwei gegenläufige Formwalzen zum Einsatz, die jeweils über ein Gelatineband verfügen. Diese Bänder bestehen dabei aus 40 % Gelatine, 30 % Wasser und 30 % Glycerol. Sie werden erwärmt und aneinander geschweißt. Mittels Kühlung durch eine Kühltrommel kann die Dicke definiert werden. Ein spezieller Formkeil sorgt dafür, dass das Füllgut zwischen den beiden Bändern dosiert und die fertige Weichkapsel ausgestanzt wird. Die Kapselnaht, die hierbei entsteht, befindet sich meist mittig. Die Trocknung der Kapsel findet bei Raumtemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 30 % statt. Mit dem Scherer-Verfahren können pro Stunde bis zu 100.000 Kapseln produziert werden. Es ist mittlerweile das bekannteste Herstellungsverfahren für Weichkapseln und ermöglicht die Produktion von tropfen-, ampullenförmigen, oblongen oder ovalen Weichgelatinekapseln.
  • Das Accogel-Verfahren: Diese Herstellungsmethode besitzt nur eine Formwalze. Es wird ein Vakuum erzeugt, das die Gelatine in eine Tasche der Formwalze saugt, gefolgt von der Befüllung. Im Anschluss wird ein zweites Gelatineband darüber gelegt und verschweißt. Aufgrund des Vakuums sitzt die Kapselnaht hier nicht mittig, sondern etwas seitlich versetzt. Das Accogel-Verfahren ermöglicht eine Herstellung von ungefähr 25.000 bis 60.000 Weichgelatinekapseln pro Stunde.
  • Das Tropfverfahren: Mit dem Tropfverfahren, auch Globex- oder Blasverfahren genannt, wird eine doppelwandige Tropfeinrichtung genutzt, aus der innen das Füllgut und außen die Gelatinelösung austreten. Bei diesem Herstellungsschritt umgibt die Gelatine das Füllgut. Es folgen pulsierende Pumpstöße, die die Kapseln in ein Kühlbad aus Paraffin befördern. Bei dieser Herstellmethode entsteht keine Naht und es werden runde Kapseln ohne Lufteinschlüsse produziert. Nach diesem Prozess werden meist Öle abgefüllt und verkapselt. Bis zu 5.000 Weichkapseln können hier pro Stunde hergestellt werden.
  • Das Norton-Verfahren: Diese Methode ermöglicht es, dass sackartige, längliche Kapseln hergestellt werden können. Gelatinebänder werden von den beiden Innenseiten der Maschine geführt und der Inhalt wird durch spezielle Kanülen in die Kapseltaschen gefüllt. Durch die Gelatinebänder werden die beiden Formteile zusammengepresst und bewegen sich so, dass allmählich die Kapseln ausgestanzt werden.Wasser oder wasserhaltige Mixturen werden zur Befüllung von Weichgelatinekapseln nicht verwendet, da es zu einer Migration zwischen Kapselhülle und Inhalt kommen kann.

Mikrokapseln

Bei Mikrokapseln handelt es sich um Flüssigkeitströpfchen oder feste Partikel, die mit einer bestimmten Substanz überzogen werden. Das können ein Gelatinemantel oder Polymere wie Cellulose oder Stärke sein. Mikrokapseln sind in der Regel einige Nanometer bis zu wenigen Millimetern groß. Durch die sogenannte Mikroverkapselung können flüssige Stoffe in Pulver umgeformt oder verschiedenste Substanzen vor äußeren Einflüssen wie Flüssigkeiten, Licht oder Luft geschützt werden.

Mithilfe von Mikrokapseln können außerdem leicht flüchtige Stoffe eingekapselt, bestimmte Substanzen voneinander getrennt gehalten und Wirkstoffe in einem bestimmten Zeitraum freigesetzt werden. Auch die Verträglichkeit von Medikamenten kann durch die Mikroverkapselung unter Umständen verbessert werden.

Die Herstellung von Mikrokapseln

Mikrokapseln können mittels vieler verschiedener Herstellungsverfahren produziert werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Vertropfungsverfahren
  • Rührkesselverfahren
  • Doppelemulsionsmethode
  • elektrostatische Mikroverkapselung
  • Mehrstoffdüsenverfahren
  • Phasenseparationsmethode

Besonders das Vertropfungsverfahren ist eine häufig angewandte Methode für die Mikrokapselherstellung. Hier kommt ein dünner Strahl mit Flüssigkeit zum Einsatz, der aus Suspension, Schmelze, Lösung oder Sol bestehen kann. Gezielte Schwingungen an diesem Strahl führen dazu, dass runde Tropfen entstehen, die gegebenenfalls noch mit Hochspannung aufgeladen werden.

Während des Herabfallens werden sie durch Substanzen wie Wachs gekühlt oder durch Zucker getrocknet. Auch chemischen Reaktionen können an den Tropfen angewandt werden. Bindemittel festigen die Tropfen, schützen sie vor schädlichen Einflüssen und können bestimmte Substanzen und Stoffe voneinander trennen wie beispielsweise Probiotika von Sauerstoff.

Anwendungsgebiete von Mikrokapseln

Mikrokapseln werden nicht nur im medizinischen Bereich oder für Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Auch in der Agrarchemie, der Lebensmittelindustrie, Kosmetik-, Waschmittel- und Druckindustrie sowie in der Forschung finden sie Verwendung.

Cellulosekapseln – die tierfreundliche Alternative

Gerade bei Nahrungsergänzungsmitteln besteht die immer noch häufigste Darreichungsform in Gelatinekapseln. Da Gelatine jedoch aus tierischen Bestandteilen gewonnen wird, eignen sich diese Kapseln nicht für Vegetarier oder Veganer. Auch Menschen, die aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen nur bestimmte tierische Produkte zu sich nehmen wollen oder können, bietet sich mit unseren Cellulosekapseln eine ideale Alternative.

Kapseln aus Cellulose

Cellulose ist mit rund 50 Prozent ein wesentlicher Bestandteil pflanzlicher Zellwände. Da sich Cellulose weder in Wasser noch in den meisten organischen Lösungsmitteln auflöst, eignet es sich hervorragend für die Kapselherstellung. So können die Cellulosekapseln bis zur Einnahme sicher und luftdicht aufbewahrt werden, ohne dass der Inhalt beschädigt oder äußeren Einflüssen ausgesetzt wird. Ein weiterer Vorteil von Kapseln aus Cellulose ist, dass sie sich erst im Magen-Darm-Trakt auflösen und durch die verzögerte Freisetzung der Inhaltsstoffe wird außerdem eine bessere Aufnahme durch den Organismus gewährleistet.

Cellulose vs. Gelatine

Gelatine ist ein bestimmtes Stoffgemisch, das aus tierischem Protein besteht. Da Gelatine kein Tryptophan enthält, eine essenzielle Aminosäure, wird sie nicht als vollwertiges Protein angesehen. Mit ihren geschmacksneutralen und farblosen Eigenschaften besteht Gelatine zum größten Teil aus hydrolysiertem Kollagen. Dieses wird in erster Linie aus dem Bindegewebe von Tieren wie Schweinen oder Rindern gewonnen. Ab einer Temperatur von ungefähr 50° C wird Gelatine flüssig.

Die Herstellung von Gelatine

In der Nahrungsmittelindustrie werden die „Rohstoffe“ für Gelatine von mehr als 50 Prozent unterschiedlichen Schweinearten bezogen. Zur Herstellung verwendet man Haut und Knochen, die einem bestimmten Aufschlussverfahren, der sogenannten Hydrolyse, unterzogen werden. Hierbei wird das benötigte Kollagen extrahiert, indem Peptid-Bindungen aufgespalten werden und das Kollagen in einem wasserlöslichen Zustand versetzt wird. Erfolgt im Anschluss eine Behandlung mittels Säure, wird Salz- oder Schwefelsäure verwendet. Eine alternative Möglichkeit zur Säurebehandlung ist die basische Verarbeitung. Hier wird Kalkmilch und Ammoniak für die Verarbeitung eingesetzt.

Cellulose als pflanzliche Alternative

Da die Nachfrage nach tierfreien Produkten auch im Pharmabereich immer weiter steigt, setzen viele Hersteller mittlerweile auf die Produktion von Kapseln, die auf tierfreundlicher Cellulose basieren. Diese veganen Kapseln, die auch wir in unserem Sortiment führen, verfügen über eine Kapselhülle, die aus Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) besteht. Zur Herstellung wird die Cellulose in einer heißen Natronlauge zum Quellen gebracht. Gerade Hersteller aus der Pharma- und Lebensmittelindustrie müssen sich für die Produktion an bestimmte GMP-Bedingungen halten. Hinzu kommt, dass die Herstellung von Kapselhüllen aus Cellulose wesentlich teurer ist als die Kapselherstellung aus Gelatine.

Magensaftresistente Kapseln

Eine weitere Darreichungsform von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln sind magensaftresistente Kapseln. Dabei handelt es sich um Kapseln, die die beinhalteten Wirkstoffe verzögert im Organismus freisetzen. Magensaft beispielsweise stellt ein saures Milieu dar, in dem magensaftresistente Kapseln beständig bleiben.

Erst nachdem die Kapseln den Magen passiert haben und ein relativ neutrales Milieu herrscht, werden die Inhaltsstoffe freigesetzt und ihre Wirkung entfaltet. Am häufigsten werden Weich- und Hartkapseln mit einer magensaftresistenten Lösung überzogen oder mit magensaftresistentem Inhalt wie Pellets, Tabletten oder Granulat befüllt. Der Überzug der Kapseln bestimmt auch, wann und wo die Wirkstoffe im Körper freigesetzt werden.

Die Substanzen, die für den Überzug der magensaftresistenten Kapseln hergenommen werden, setzen sich aus synthetischen Polymeren zusammen. Dazu gehören unter anderem Vinylacetat-Vinylpyrrolidon-Copolymere, Polymethacrylate, PEG-Polyvinylalkohol Copolymere oder Polyvenylacetatphtalaten. Zusätzlich können auch halbsynthetische Polymere (Cellulosederivate) wie Celluloseester oder Celluloseether für die Kapselherstellung eingesetzt werden. Schellack, ein natürliches Polymer, wird für die Produktion nur noch sehr selten verwendet, da es über einen recht schnellen Alterungsprozess und eine variierende Zusammensetzung verfügt.

Magensaftresistente Kapseln – Prüfung auf Zerfallszeit

Das europäische Arzneibuch schreibt für die Herstellung von magensaftresistenten Kapseln spezielle Prüfungen vor. Die sogenannte Prüfung auf Zerfallszeit erfolgt durch ein bestimmtes Gerät, mit dem die hergestellten Kapseln auf ihre Auflösungseigenschaften in bestimmten Lösungen getestet werden.

Stärkekapseln

Stärkekapseln werden heute nur noch selten hergestellt. Sie bestehen hauptsächlich aus Weizenmehl und Weizenstärke und werden in speziell dafür vorgesehenen Oblatenbäckereien produziert. Stärkekapseln können lediglich mit trockenem Pulver befüllt werden und sind Feuchtigkeit gegenüber sehr anfällig. Aufgrund der daraus resultierenden schlechten Zerfalleigenschaften wird heute bei der Kapselproduktion vermehrt auf alternative Kapselarten zurückgegriffen.
Stärkekapseln fassen einen Inhalt von ungefähr 0,2 g und 1,5 g Pulver. Sie werden durch zwei unterschiedliche Formen unterschieden:

  • Stärkekapsel Form 1: Sie besteht aus einer Schüssel und einem Deckel mit einem größeren Durchmesser.
  • Stärkekapsel Form 2: Hier werden zwei gleich große Teile hergestellt, die nach dem Befüllen am Rand zusammengeklebt werden.

Kapselherstellung: erhältliche Kapselgrößen

Kapseln sind in unterschiedlichen Normgrößen erhältlich. Die einzelnen Größen werden dabei durch eine Zahlenordnung unterschieden, die mit „000“ beginnt und bei „5“ endet. 000 steht in diesem Fall für die größte Kapsel in der Humanmedizin, während 5 die kleinste Kapselgröße darstellt.
Die Größe von Kapseln samt Volumen in ml:

  • Größe 000 haben ein Volumen von 1,37 ml
  • Größe 00 haben ein Volumen von 0,91 ml
  • Größe 0el haben ein Volumen von 0,78 ml
  • Größe 0 haben ein Volumen von 0,68 ml
  • Größe 1 haben ein Volumen von 0,50 ml
  • Größe 2 haben ein Volumen von 0,37 ml
  • Größe 3 haben ein Volumen von 0,30 ml
  • Größe 4 haben ein Volumen von 0,21 ml
  • Größe 5 haben ein Volumen von 0,10 ml
  • Größe PCcaps haben ein Volumen von 0,02 ml


Damit im Laufe der Zeit ein breiteres Angebot an Abfüllvolumina zur Verfügung gestellt werden konnte, kam es zur Entwicklung sogenannter „elongated“ Größen, was man durch eine gezielte Verlängerung des Kapselbodens erreichte. Zu erkennen sind diese „Zwischengrößen“ anhand Bezeichnungen wie „0el“ oder „1el“ etc.
Im Bereich der Hartkapseln wurde das Sortiment ebenfalls erweitert. Heute gibt es beispielsweise Hartkapseln für Wirkstoffe in flüssiger Form wie die Licaps™, für Doppelblindstudien (DBcaps™) und spezielle Kapseln für Tierversuche mit Nagetieren (PCcaps™).

Kapseln und ihre Inhaltsstoffe

Kapseln können zahlreiche und vielseitige Inhaltsstoffe enthalten. Je nach Verwendungszweck kann einfaches Pulver abgefüllt werden, das aus dem Medikament, einem speziellen Beschleuniger für den späteren Zerfall und einem Fließregulierungsmittel besteht. Auch mögliche Füllstoffe können dem Pulver hinzugefügt werden. Neben dieser Möglichkeit können Kapseln auch Granulat, Pellets, Flüssigkeiten, Tabletten oder andere, kleinere Kapseln enthalten. Die möglichen Kombinationen von Pulver, Pellets, Flüssigkeiten etc. sind hier nahezu unbegrenzt.

Kapseln mit Nahrungsergänzungsmitteln

Nicht nur Medikamente können in Kapseln abgefüllt werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel finden sich immer häufiger in Kapselform wieder. Das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und somit ist auch die Nachfrage nach entsprechenden Produkten gestiegen. Optimal ist es wenn die natürliche Inhaltsstoffe genommen werden, die genau auf den individuellen Bedarf abgestimmt sind.

Qualitativ hochwertige Nahrungsergänzung von GloryFeel

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen, die sich aktiv um ihre Gesundheit kümmern möchten, tatkräftig zu unterstützen. Dazu gehören hilfreiche Tipps und Ratgeber rund um Ernährung und Sport sowie die richtige Nahrungsergänzung für jeden Lebensbereich. Unsere Produkte beruhen überwiegend auf ausgewählten Inhaltsstoffen unter anderem aus biologischem Anbau und sind frei von Pestiziden, Fungiziden und künstlichen Düngemitteln. Viele unserer Produkte sind zudem auch für Vegetarier und Veganer geeignet, da sie aus veganen Cellulosekapseln bestehen.

Unsere Kapseln

Neben einer breiten Palette an Nahrungsergänzungsmitteln in Tabletten-, Tropfen- oder Ölform, bieten wir eine ganze Reihe an Kapseln mit nützlichen Inhaltsstoffen in verschiedenen Größen.

  • Unsere Hartgelatinekapseln werden in den Standardgrößen 0, 00 und 000 hergestellt und befüllt. Die meisten unserer Produkte werden in transparenten oder weißen Kapseln geliefert. Je nach Verwendung und Einsatzzweck liefern wir jedoch gerne auf Anfrage auch andere Größen und Farbkombinationen.
  • Gerade für Vegetarier und Veganer sind unsere Cellulosekapseln hervorragend geeignet, um den täglichen Speise- und Trainingsplan mit wichtigen Nähr- und Vitalstoffen zu ergänzen. Die Kapseln sind in den Größen 0 und 00 erhältlich.
  • Unsere Weichgelatinekapseln enthalten wichtige Nährstoffe in flüssiger Form. Diese werden, je nach Bedarf und Anwendungsgebiet, in unterschiedlichen Größenordnungen abgefüllt.