Über 1.996.225 zufriedene Kunden       Portofrei ab 49 €*       24 h Versand mit DHL GoGreen
0

Abnehmen bei Übergewicht

Veröffentlicht am 29.05.2019

Männer ohne Bauch sind doch keine Männer, singt das Musiker-Trio Fingerl Flitzer und sorgt damit bei Schlagerpartys für gute Laune. Dabei ist Übergewicht ein ernstes Thema – und zwar weltweit. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist der Anteil der übergewichtigen Menschen auf 1,9 Milliarden geklettert, rund 600 Millionen waren sogar stark übergewichtig. Tendenz: weiter steigend.

Die meisten adipösen Menschen gibt es demnach auf den Cookinseln, Deutschland liegt in dieser Rangfolge noch vor seinen Nachbarländern Dänemark, Österreich, Schweiz und den Niederlanden. Und: Demnach hat die Fettleibigkeit auch in Deutschland in den letzten Jahren beständig zugenommen.

Für die Betroffenen ist ihr Übergewicht oft ein gesundheitliches und seelisches Problem. Sie wollen vor allem eins: abnehmen und gesünder leben.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut mehr Männer als Frauen übergewichtig – rund fast 70 Prozent der Männer sind betroffen, bei Frauen sind es beinahe 50 Prozent.
  • Bei einer krankhaften Fettleibigkeit mit einem BMI ab 30 sprechen Mediziner von Adipositas.
  • Typische Adipositas-Symptome sind deutliche Fettansammlungen im Körper, übermäßiges Schwitzen, Luftnot und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit.
  • Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sterben weltweit jährlich mindestens 2,8 Millionen Menschen an Übergwicht und Fettsucht.

Was ist Adipositas?

Der Begriff wird von dem lateinischen Wort „adeps“, übersetzt: Fett, abgeleitet. Dahinter verbirgt sich eine chronische Krankheit, genauer eine Stoffwechsel- und Ernährungskrankheit mit starkem Übergewicht. Die Definition von Adipositas hat die Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegt, demnach liegt sie ab einem BMI von 30 vor.

Übrigens:

Um auf die Gefahren und gesundheitlichen Folgen von Adipositas hinzuweisen, hat die WHO den 11. Oktober zum Welt-Adipositas-Tag erklärt.

Gibt es einen Unterschied zwischen Übergewicht und Adipositas?

Wer den Begriff „Übergewicht“ bei Google eingibt, hat in 50 Sekunden fast 5,5 Millionen Treffer. Bei „Adipositas“ sind es „nur“ knapp 2,3 Millionen Ergebnisse. Der Unterschied zwischen Übergewicht und Adipositas ist aber natürlich ein anderer, genauer: ein medizinischer. Einfach gesagt: Adipositas ist eine Krankheit, Übergewicht dagegen ein nicht klar definierter Oberbegriff für ein zu hohes Körpergewicht. Die Frage „wann ist man übergewichtig“ lässt sich entsprechend nicht hundertprozentig beantworten. Mediziner sprechen ab einem Body-Mass-Index, kurz BMI, von 25 von Übergewicht, ab einem BMI von 30 liegt Adipositas vor, also Fettleibigkeit als Krankheit.

Aber nicht ausschließlich über den BMI lässt sich die Frage „habe ich Übergewicht“ klären. Bei Sportlern „verstecken“ sich die Kilos in den Muskeln – und nicht im Fett. Sportmediziner berechnen deshalb auch das Verhältnis zwischen Taille und Hüfte. Dafür wird der Bauchumfang durch den Hüftumfang geteilt. Unter 0,8 bei Frauen und 0,9 bei Männern sprechen die Mediziner vom Normalgewicht.

Auch der Taillenumfang spielt eine wichtige Rolle. Liegt der Umfang bei Frauen über 88 Zentimeter und bei Männern über 102 Zentimeter, steigt das Risiko von gesundheitlichen Folgen für den Blutkreislauf und die Blutgefäße, warnen Experten.  

Info:

Um dein Gewicht bzw. Übergewicht zu testen, solltest du deinen BMI berechnen. Dafür gilt folgende Formel: Körpergewicht (Kilo) geteilt durch Größe (Meter) zum Quadrat.

Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 ist laut WHO Normalgewicht.

Wem das zu kompliziert ist, kann beispielsweise auch den BMI-Rechner der Techniker Krankenkasse nutzen.

Gibt es verschiedene Formen von Adipositas?

Tatsächlich unterscheidet die Medizin drei verschiedene Adipositas-Stufen, dazu gibt es eine Vorstufe zur Fettleibigkeit. Für alle Stufen ist der BMI die Grundlage. Je nach Grad stuft die Deutsche Adipositas-Gesellschaft das Risiko für Folgeerkrankungen zwischen leicht erhöht und sehr hoch ein.

Stufe BMI Risiko für Folgeerkrankungen

Präadipositas

25 bis 29,9

Gering erhöht

Grad I

30 – 34,9

erhöht

Grad II

35 – 39,9

hoch

Grad III
Adipositas Permagna

40 und höher

Sehr hoch

Was sind die Ursachen für Übergewicht?

In den meisten Fällen ist nicht ein Grund Ursache für das Übergewicht, sondern ein Mix aus mehreren Gründen. Neben dem Lebensstil gibt es auch psychische Gründe und sogenannte individuelle Risikofaktoren. Zu den wichtigsten Ursachen gehören danach:

  • Ungesunde Essgewohnheiten
  • Bewegungsmangel
  • Einsamkeit
  • Trennung, Scheidung oder Verlust
  • Depressionen
  • Schlafmangel
  • Schicht- bzw. Nachtarbeit
  • Stress

Aber auch einige Medikamente haben Nebenwirkungen, die sich auf der Waage zeigen. So senkt Kortisol zum Beispiel den Energieverbrauch des Körpers und steigert gleichzeitig den Appetit. Auch Betablocker können dick machen, da Betroffene sich oft schlapp fühlen und entsprechend weniger bewegen. Ebenfalls eine Mit-Ursache für Übergewicht können Antidepressiva oder Insulin sein.

Welche Ursachen hat Adipositas?

Wer dick ist, hat selbst schuld – wer so denkt, macht es sich zu einfach. Denn Adipositas hat viele mögliche Ursachen.

Grundsätzlich gilt auch bei Adipositas: Betroffene essen zu viel und bewegen sich zu wenig. Doch die Ursachen für Fettleibigkeit gehen weiter, so können zum Beispiel genetische Faktoren dazukommen. Studien zeigen, dass die Neigung zu Übergewicht vererbt werden kann. Der Körper hat dann einen zu geringen Energieverbrauch und die überflüssige Power wird als Fett eingelagert. Aber auch ein erhöhtes Hungergefühl kann vererbt werden.

Forscher sehen aber ebenso in der zivilisierten, modernen Welt einen Grund für den steigenden Anteil von übergewichtigen Menschen an der Bevölkerung. Statt körperlich zu arbeiten, sitzen zum Beispiel immer mehr Menschen im Büro. In der Freizeit geht es dann nahtlos weiter, statt Sport und Bewegung sind Computerspiele oder der Fernseher angesagt.

Auch psychische Ursachen können Adipositas begünstigen – dazu gehören Depressionen oder ein Burn-out, die dann durchs Essen kompensiert werden. Dazu leidet ein Teil der Betroffenen unter unkontrollierbaren Ess-Attacken.

Erste Untersuchungen zeigen: Je mehr Faktoren zusammenkommen, umso mehr verstärken sie sich gegenseitig und die Gefahr von Adipositas steigt. Dazu gibt es Erkenntnisse, dass sich die Krankheit auch verselbständigen kann: Je mehr das Gewicht steigt, umso stärker will der Körper die überflüssigen Pfunde „behalten“.

Welche Symptome hat Adipositas?

Der offensichtlichste Hinweis auf Adipositas ist natürlich das Übergewicht. Doch ein zu viel an Kilos heißt nicht immer automatisch, dass die betroffene Person auch krank ist. Im Gegenteil: Es gibt Menschen, die einen BMI von 25 oder mehr haben und sich damit nicht nur rundum wohl fühlen, sondern auch fit und sportlich sind.

Neben dem Übergewicht gibt es daher weitere Adipositas-Symptome, dazu gehören Kurzatmigkeit, starkes Schwitzen und schnelle Ermüdung. Sie können bereits auftreten, wenn die Betroffenen nur kurz die Treppe hochgehen.

Gibt es Adipositas auch bei Kindern?

Auch bei Kindern ist Übergewicht ein immer größeres Problem. Laut KiGGS-Studie ist jedes siebte Kind in Deutschland zu dick. Demnach haben 15,4 Prozent der 3- bis 17-Jährigen Übergewicht, bei 5,9 Prozent von ihnen diagnostizieren Kinderärzte sogar Adipositas.

Nach dieser Studie gibt es keinen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen – dafür deutliche Hinweise, dass ein schwaches soziales Umfeld Übergewicht begünstigt: In sozial benachteiligten Familien gibt es viermal häufiger übergewichtige Kinder als in gut-situierten Familien.

Welche gesundheitlichen Folgen hat Adipositas?

Neben weniger Leistungsfähig, geringer Ausdauer und schneller Kurzatmigkeit hat Übergewicht auf Dauer weitere Folgen für den Körper. So kann es den Stoffwechsel beeinträchtigen, zu Funktionsstörungen der Gallenblase führen, auch Gicht und Gefäßverkalkungen sind Folgen.

Körperteil Folge

Herz und Kreislauf

Auch sie müssen bei Übergewicht Höchstleistungen bringen. Der Grund ist simpel: Wer mehr Kilos auf die Waage bringt, hat auch mehr Blut im Körper. Entsprechend muss das Herz deutlich stärker arbeiten, um dieses Extra an Blut durch den Körper zu pumpen. Folge: der Blutdruck steigt – und damit auch die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls!

Diabetes

Untersuchungen zeigen, dass rund 80 bis 90 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ 2 übergewichtig sind. Ursache ist in den meisten Fällen zu viel Glukose, also Zucker, im Körper. Er wird aus der Nahrung gewonnen und lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Normalerweise sorgt das körpereigene Hormon Insulin dafür, dass Glukose in die Zellen gelangt, die diesen Zucker zur Energiegewinnung auch brauchen – dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel wieder. Bei Übergewichtigen ist der Blutzuckerspiegel jedoch nicht nur kurzfristig, sondern über einen zu langen Zeitraum erhöht. Der Körper versucht sich erst dagegen zu wehren, wird jedoch im Laufe der Zeit Insulinresistent, das heißt, dass die aufgespaltene Glukose nicht mehr verarbeitet wird, sondern im Blutkreislauf bleibt. Es kommt zu einem sogenannten relativen Insulinmangel im Körper.

Schlafapnoe

Studien konnten nachweisen, dass Übergewichtige Menschen, im Vergleich zu normal gewichtigen Personen, viermal so oft unter Schlafapnoe leiden. Das Wort Apnoe leitet sich dabei aus dem Griechischen ab und bedeutet übersetzt Nicht-Atmung. Betroffene haben während des Schlafs Atemaussetzer, die nicht nur die Erholungsphase in der Nacht beeinflussen, sondern auch zu körperlichen Folgen wie Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauferkrankungen führen können. Der Grund für die Schlaf-Apnoe: Bei Übergewichtigen ist oft auch die Zunge dicker, an den Rachenseiten bilden sich ebenfalls Fettpolster – das alles engt die Atemwege ein. Diese eingeengte Atmung führt auch dazu, dass Übergewichtige oft schnarchen.

Gelenke

Die vielen Kilos belasten die Gelenke, vor allem Hüfte und Knie haben dann schwer zu schleppen. Die Folge sind Schmerzen. Und mit ihnen beginnt ein Teufelskreis: Durch die Beschwerden neigen Betroffene dazu, sich noch weniger zu bewegen, was weniger Kilos verbrennt – und das Gewicht weiter steigen lässt.

Übringens:

Untersuchungen zeigen, dass schon fünf Kilo reichen, um die Gefahr einer Knie-Arthrose zu verdoppeln.

Leidet auch die Psyche?

Laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK kämpft nicht der Körper mit den Folgen von Übergewicht, sondern auch die Seele. Denn in einer Welt, in der Schönheit und gutes Aussehen Erfolg versprechen, in der im TV das nächste Topmodel gesucht wird und durchaus schlanke Frauen als „curvy“ bezeichnet werden, haben dicke Menschen kaum noch Platz. Übergewichtigen bleibt oft nur die Rolle als Spaßmacher. Wer das nicht kann, wird ausgegrenzt – privat und im Job. Sie leiden unter den schiefen Blicken der Mitmenschen, unter Spötteleien und bösen Bemerkungen, sogar unter Mobbing. Die sozialen Medien verschärfen diesen Stress noch: Wer dick ist und sich zum Beispiel auf Instagram zeigt, bekommt schnell beleidigende Bemerkungen.

Diese Ausgrenzung treibt die Krankheit weiter voran: Menschen mit Adipositas leiden unter Stress, Einsamkeit und Depressionen, greifen als „Trost“ zum Essen – und schwupps sind es wieder ein paar Kilo mehr auf der Waage.

Hat Übergewicht noch weitere Folgen?

Das Gefühl nicht dazu zu gehören trifft stark übergewichtige Menschen in fast jeder Lebens-Situation. Im Alltag sind sie oft Außenseiter, weil das „normale Leben“ nicht auf sie zugeschnitten ist.

Im wahrsten Sinne des Wortes nicht zugeschnitten auf Übergewichtige ist die Kleidung in den meisten Geschäften. So bleibt ab Größe 44 meist nur die Hoffnung auf weitgeschnittene Modelle oder der Gang in die Übergrößen-Abteilung, in der die Auswahl deutlich kleiner ist.

Eine besondere Auswahl gilt auch für die Nacht – genauer für Matratzen. Verkäufer empfehlen fast immer Matratzen mit dem Härtegrad 4 oder 5, da viele Modelle mit H3 nicht auf ein Körpergewicht von zum Beispiel 150 Kilo ausgerichtet sind. Vorsicht: H5 ist wirklich hart, wer druckempfindlich reagiert, sollte eher zu H4 greifen. Dazu ist die Matratzenhöhe (mindestens 23 Zentimeter) wichtig.

Und beim Thema Sport gibt es für Übergewichtige oft nicht nur körperliche Probleme (wenig Ausdauer etc.), sondern auch weitere Schwierigkeiten. So sind zum Beispiel die meisten Fahrradsättel auf ein Maximalgewicht von 100 Kilo ausgerichtet. Betroffene können zu Spezialsätteln greifen, die eine größere Sitzfläche haben und so beispielsweise schmerzhaften Druck am Steißbein verhindern.

Wann sollten Betroffene zum Arzt?

Wer nur wenige Pfund zu viel auf die Waage bringt, sich rundum wohl fühlt und vom zweijährlichen Check-up beim Arzt (ab 35 Jahren) immer mit Top-Werten nach Hause geht, muss nicht zwingend handeln. Bei starkem Übergewicht und einem BMI ab 30 plus sollten Betroffene jedoch zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn Beschwerden auftreten oder zum Beispiel eine nicht erklärbare Gewichtszunahme stattfindet.

Die erste Anlaufadresse ist dabei meist der Hausarzt, der im besten Fall auch die medizinische Vorgeschichte des Patienten kennt. Auch ein Internist ist eine gute Adresse.

Wie wird Adipositas behandelt?

Zur Adipositas-Behandlung gehört grundsätzlich eine Ernährungsumstellung sowie eine Steigerung der Bewegung. Diese beiden Punkte sind die Grundlage, um einen dauerhaften Abnehmerfolg zu erzielen.

Patienten, bei denen auch psychische Probleme Adipositas ausgelöst haben, brauchen meist zusätzlich eine Therapie. So kann eine Verhaltenstherapie helfen, bei Angststörungen ist eine Psychotherapie ratsam.

Wenn diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann der Arzt auch Medikamente verschreiben oder, als letzte Möglichkeit, auch einen operativen Eingriff wie beispielsweise ein Magenband, einen Magenbypass oder einen Magenballon erwägen.

Was zahlt die Krankenkasse?

Fast alle Krankenkassen investieren einiges, um übergewichtigen Kunden zu helfen. So bieten viele Kassen bundesweit Ernährungs- und Fitnessprogramme an, manchmal online, teilweise auch vor Ort. Einige Kassen haben auch ein Bonusprogramm, bei dem zum Beispiel der Besuch im Fitnessstudio belohnt wird.

Wenn es um operative Eingriffe geht, können gesetzliche Krankenkassen die Kosten übernehmen. Dafür muss der Eingriff medizinisch notwendig sein, fast immer müssen Patienten auch nachweisen, dass sie bereits Abnehm-Programme ohne entsprechenden Erfolg absolviert haben.

Tipp:

Fragen Sie vorab bei Ihrer Kasse nach, was sie zahlt. So fördern einige Kassen auch Fitnesskurse an Volkshochschulen oder in Vereinen oder übernehmen auch bei von den Patienten selbst gewählten Kursen einen Teil der Kosten.

Ist Körperfett immer gefährlich?

Fett ist immer schlecht? Das ist ein Irrtum! Tatsächlich braucht der Körper einen gewissen Fettanteil, da dieser Energie speichert, den Körper vor Wärmeverlust schützt und schlicht an einigen Stellen wie beispielsweise den Fußsohlen ein Polster gegen Druck bildet.

Und auch bei einem zu viel an Körperfett gibt es Unterschiede. Dabei werden zwei Körpertypen unterschieden- der Apfel- und der Birnentyp:

Körpertyp Merkmale Geschlecht

Apfelform

Hier sammelt sich das Fett vor allem im Bauchraum, Po und Oberschenkel sind dagegen vergleichsweise dünn.

Ist hauptsächlich bei Männern verbreitet.

Birnenform

Das Fett lagert sich hauptsächlich an den Hüften, den Oberschenkeln und dem Po an.

Trifft meistens auf Frauen zu.

Die gute Nachricht trifft hier Frauen: Der sogenannte Birnentyp hat seltener mit daraus folgenden Krankheiten zu kämpfen. Ganz anders sieht es dagegen bei dem sogenannten Apfeltyp aus. Das Bauchfett, von Medizinern viszerales Fett genannt, ist das gefährliche Fett: Es bildet kontinuierlich Botenstoffe, die zum Beispiel Entzündungen im Körper auslösen. Dazu fördert es Bluthochdruck und hat entsprechend ein hohes Risiko für Folgeerkrankungen.

Wie kann ich abnehmen?

Um bei Übergewicht abzunehmen, ist eine Ernährungsumstellung einer der wichtigsten Schritte. Eine Ernährungsberatung kann helfen zu erkennen, welche Lebensmittel gut sind – und auf welche die Betroffenen lieber verzichten sollten. Grundsätzlich sollten magere bzw. fettarme Produkte auf dem Speiseplan stehen, dazu frisches Obst und Gemüse, Vollkornbrot etc. Zu vermeiden sind fette Lebensmittel wie Speck, Pommes Frites, Fertigsoßen, Weißmehl- und Stärkeprodukte.

Eine Ernährungsumstellung ist meist nicht einfach. Dabei können jedoch einige Tipps helfen:

  • Ernährungsprotokoll: Aufschreiben, was du isst und trinkst.
  • Wiegen: einmal pro Woche reicht.
  • Zeit nehmen: Das bewusste und ruhige Essen fördert das Sättigungsgefühl.
  • Snacks: Gesunde Zwischendurch-Snacks verhindern Heißhungerattacken.
  • Ziele: Setz dir Zwischenziele – das steigert die Erfolgserlebnisse.
  • Ausräumen: fettes Essen aus dem Kühlschrank nehmen.

Vorsicht!

Wer mit Vollpower abnimmt, kann am Ende nicht nur den berühmten Jo-Jo-Effekt erleben – ein zu schneller Gewichtsverlust kann auch körperliche Nebenwirkungen haben, dazu gehören ein zu niedriger Blutdruck, Schwindel, aber auch Gallensteine.

Welche Nährstoffe helfen bei der Fettverbrennung?

Gesunde Ernährung ist das A und O beim Abnehmen. Um den Körper bei der Fettverbrennung zu unterstützen, sind auch diese sieben Nährstoffe wichtig:

Nährstoff Erklärung

Zink

Das Spurenelement hilft bei der Fettzersetzung und senkt den Insulinspiegel. So können Heißhungerattacken vermieden werden, dazu wird die Fettverbrennung angekurbelt.

Vitamin B6

Dieses Vitamin ist beim Abnehmen gleich doppelt wichtig, da es dabei unterstützt, wenn der Körper Fett, Kohlenhydrate und Eiweiße in Energie verwandelt. Das führt nicht nur zu mehr Power, sondern pusht auch den Kalorienverbrauch des Körpers.

Vitamin C

Klar, dieses Vitamin pusht das Immunsystem. Dazu bringt es aber auch den Stoffwechsel und die Fettverbrennung auf Trab, indem es Fett aus den Fettzellen löst. Da es nicht gespeichert werden kann, ist eine regelmäßige Vitamin C-Aufnahme wichtig.

Vitamin D

Es fördert den Stoffwechsel, dazu soll Vitamin D bei der Verbrennung von Bauchfett helfen.

Eisen

Dieser Nährstoff ist wichtig, da er den Sauerstoff zu den Zellen bringt. Bei einem Mangel sinkt nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Fettverbrennung.

Kalzium

Der Mineralstoff fördert den Stoffwechsel und hilft dem Körper die aufgenommene Nahrung optimal zu verdauen.

Magnesium

Auch dieser Mineralstoff hat einen zweifachen Abnehm-Effekt. Magnesium beugt Völlegefühl vor – und hilft beim Muskelaufbau.

Welcher Sport ist bei Übergewicht ideal?

Sport ist für Übergewichtige eine der wichtigsten Säulen, um abzunehmen. Je schwerer die Betroffenen sind, umso genauer sollten sie eine Sportart wählen, die zu ihrer Situation passt. Eine zu hohe Belastung kann nicht nur Gelenke, Bänder und Sehnen überbeanspruchen, sondern auch das Herz-Kreislauf-System belasten.

Zu den idealen Sportarten bei Übergewicht gehören:

Sportart Erklärung

Aquatraining

Gymnastik im Wasser schont die Gelenke, da nur etwa zehn Prozent des Körpergewichts auf ihnen liegt. Plus: Um die Balance im Wasser halten zu können, arbeitet der ganze Körper mit, das trainiert die Tiefenmuskulatur und verbrennt Fett.

Schwimmen

Wer keine Lust auf Gymnastik hat, kann die Vorteile des Wassers beim Schwimmen nutzen. Durch den Wasserwiderstand werden alle Muskeln trainiert und die Fitness steigt.

Fahrradfahren

Mal wieder in die Pedale treten – das trainiert nicht nur den Körper, sondern schont auch die Gelenke. Dazu kann es als Start-Training in den Alltag eingebaut werden: Statt zum Einkaufen das Auto nehmen, wird geradelt. Tipp: Bei starkem Übergewicht kann es sinnvoll sein, zuerst in einem Fitnessstudio auf einem Liege-Ergometer zu trainieren – das entlastet zum Beispiel den Rücken.

Pilates

Dabei werden Muskeln gestärkt, Haltung und Körpergefühl verbessert. Dazu schont es die Gelenke und ist auch für Untrainierte ein idealer Einstieg.

Krafttraining

So werden Muskeln aufgebaut und die sind die perfekten Fettverbrenner. Tipp: Bei starkem Übergewicht mit Übungen im Stehen oder Sitzen beginnen, da beim Liegen auf dem Rücken das Fett auf die inneren Organe drückt und die Atmung erschwert.

Joggen

Wenn die Gelenke keine Beschwerden verursachen, ist auch Joggen gut. Dabei sollten Betroffene aber nicht direkt loslaufen. Joggen für Anfänger mit Übergewicht sollte langsam aufgebaut werden, indem abwechselnd eine Minute gewalkt und eine Minute gejoggt wird. Woche für Woche kann dann beim Joggen mit Übergewicht der Laufanteil gesteigert werden.

Fazit:

Wer gegen das Übergewicht ankämpfen will, muss dauerhaft sein Leben umstellen, gesünder essen, mehr Bewegung in den Alltag einbauen und Sport treiben. Als „Belohnung“ gibt es ein besseres Körpergefühl, mehr Beweglichkeit, ein größeres Selbstbewusstsein – und auch eine höhere Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren!

Verwandte Beitr