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L-Citrullin – eine natürliche Aminosäure mit wichtigen Funktionen

Veröffentlicht am 25.09.2019

L-Citrullin gehört zu den wichtigen Aminosäuren im Körper. Ihren Namen hat sie von der Wassermelone, welche im Lateinischen „Citrullus vulgaris“ genannt wird. Nicht umsonst werden Aminosäuren als „Bausteine des Lebens“ bezeichnet. Welche Rolle Citrullin dabei in deinem Körper spielt, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • L-Citrullin gehört zu den zwölf nicht-essentiellen Aminosäuren
  • es kann im Körper hergestellt werden
  • es ist unabdingbar für den Harnstoffzyklus
  • L-Citrullin beteiligt sich u.a. beim Entgiftungsvorgang im Körper

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Was ist L-Citrullin?

Bei L-Citrullin handelt es sich um eine basische, nicht-essentielle und nicht proteinogene Aminosäure. Dabei stellt sie ein Produkt des Harnstoffzyklus dar. Weiterhin findet kein Abbau in körpereigene Strukturen oder Enzyme statt.

L-Citrullin ist auch bekannt als:

  • Citrullin
  • L-(+)-Citrullin
  • S)-(+)-Citrullin
  • N5-(Aminocarbonyl)-L-ornithin

Entdeckung von Citrullin

Nicht umsonst wurde Citrullin nach der Wassermelone benannt. Das allererste Mal konnte sie aus keiner anderen Frucht als der Wassermelone isoliert werden. Das war im Jahr 1914. Folglich ist Citrullin in besonders hohen Mengen in Wassermelonen enthalten. Entsprechend kommt es auch häufig in weiteren Kürbisgewächsen vor.

Seinen Namen verdankt die Aminosäure einer Wassermelone, denn „Citrullin“ kommt aus dem Lateinischen von „Citrullus lanatus“. Die Ableitung „Citrullus vulgaris“ bedeutet im Deutschen „Wassermelone“.

Einordnung der Aminosäure

Sehr viele chemische Moleküle gehören zur Familie der Aminosäuren. Diese Moleküle sind enorm wichtig und sind nicht umsonst als „Bausteine des Lebens“ bekannt. Ihre Wichtigkeit erklärt sich dadurch, dass sie im Stoffwechsel eine entscheidende Rolle spielen. So bilden Aminosäuren nicht nur wesentliche Bestandteile von Proteinen oder Peptiden, sondern auch von Neurotransmittern und Hormonen. Ohne Aminosäuren würde deshalb sehr viel im Körper einfach nicht mehr funktionieren.

Chemisch gesehen handelt es sich bei Aminosäuren um Amine der Carbonsäuren.

Citrullin ist eine alpha-L-Aminosäure. Das heißt bei Citrullin sind sowohl die Carboxyl- als auch die Aminogruppe jeweils an das Kohlenstoffatom, das auch alpha-C-Atom genannt wird, gebunden.

Unterteilt werden die Aminosäuren nach ihren Seitenketten. Diese unterscheiden sich in Struktur, elektrischer Ladung und Größe und beeinflussen so unter anderem die Wasserlöslichkeit. Citrullin liegt beispielsweise in der L-Form vor. Dabei sind Aminosäuren in der L-Form für den Menschen von größerer Bedeutung.

Was bedeutet nicht-essentiell und nicht-proteinogen?

Nicht essentiell bedeutet, dass unser Körper L-Citrulin selbst produzieren kann. Insgesamt gibt es zwölf nicht-essentielle Aminosäuren, die vom Körper selbst hergestellt werden können. Zu diesen gehören:

  • L-Alanin
  • L-Arginin
  • L-Asparaginsäure
  • L-Asparagin
  • L-Citrullin
  • L-Cystein
  • Glutamin
  • L-Glutaminsäure
  • L-Glycin
  • L-Histidin
  • L-Prolin
  • L-Serin
  • L-Tyrosin

Wie viel von den nicht-essentiellen Aminosäuren letztendlich im Körper produziert werden, hängt von der Zufuhr an Makronährstoffen ab. Diese sind für die Synthese notwendig. Weiterhin ist Citrullin als Nahrungsergänzung verfügbar.

Nicht-proteinogen bedeutet, dass die Aminosäure nicht bei der DNA-Translation beteiligt und nicht in Proteine eingebaut wird. Es gibt über 250 nicht proteinogene Aminosäuren. Sie kommen meist in Pflanzen und Pilzen vor.

L-Citrullin – unersetzlich für den menschlichen Körper

L-Citrullin spielt neben L-Ornithin und L-Arginin eine wichtige Rolle im Harnstoffzyklus. Diese Aminosäuren sind dafür zuständig, dass Ammoniak, aber auch weitere Schadstoffe über die Nieren und schließlich den Urin ausgeschieden werden. Sie sind dementsprechend bei dem Entgiftungsvorgang beteiligt.

 

Wie entsteht L-Citrullin?

L-Citrullin kann auf zwei Weisen gebildet werden:

  1. L-Citrullin und Phosphat sind das Ergebnis einer chemischen Reaktion von Carbamylphosphaten und Ornithin. Nur unter dieser Voraussetzung werden alle stickstoffhaltigen und giftigen Verbindungen über die Nieren ausgeschieden. Es kann der Abbau von Proteinen stattfinden und letztendlich auch Ammoniak im Harnstoff abgebaut werden, ohne toxische Schäden in deinem Körper anzurichten.
  2. L-Citrullin ist außerdem die Vorstufe von L-Arginin. Im Körper findet eine sehr langsame Umwandlung von L-Citrullin zu L-Arginin statt. L-Citrullin sorgt demnach für einen langsameren Abbau von L-Arginin und seine verbesserte Funktion. Bei der langsamen Umwandlung kann L-Citrullin länger im Körper wirken als bei der Einnahme von L-Arginin. Insgesamt wird deshalb ein höherer Stickstoffmonoxid-Gehalt erreicht. Dieser Prozess heißt auch Stickstoffmonoxid-Synthese.

Unterschiede zwischen L-Citrullin und L-Arginin

Wenn du dich über L-Citrullin informierst, dann wirst du schnell feststellen, dass L-Citrullin sehr eng mit L-Arginin zusammenhängt. Citrullin ist eigentlich die Vorstufe einer weiteren Aminosäure, der L-Arginin (auch Arginin). In den Nieren wird Citrullin zu Arginin umgewandelt. Bei der Umwandlung entsteht im Blut das Nebenprodukt Stickstoffmonoxid (NO).

Stickstoffmonoxid wiederrum spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation und Erweiterung der Blutgefäße, bei der optimalen Funktion der Mitochondrien und somit auch dem Blutdruck, aber auch bei der Regeneration und Belastbarkeit des Körpers.

Deshalb stellen sich vor allem Sportler häufig die Frage, ob nun die Einnahme von L-Citrullin oder L-Arginin sinnvoller wäre. Da L-Citrullin im Körper in L-Arginin umgewandelt wird, erscheint es nur logisch, direkt L-Arginin einzunehmen. Doch dem ist nicht so. Da die Umwandlung von L-Citrullin zu L-Arginin im Körper nur sehr langsam stattfindet und somit wesentlich länger wirkt als die direkte Einnahme von L-Arginin, ist die Einnahme von L-Citrullin empfehlenswert. Die deutlich langsamere Aufnahme hat zwei Gründe:

  • L-Citrullin hemmt Arginase, dieses Enzym ist für den Arginin-Abbau zuständig
  • beim Umwandlungsprozess selbst entsteht zusätzliches Arginin

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, für den gibt es bereits Kombinationen von L-Citrullin und L-Arginin auf dem Markt. Empfohlen wird das Verhältnis von eins zu eins bis zwei zu eins von Citrullin und Arginin.

Unterschied von L-Citrullin und Citrullin-Malat

Sehr oft findet sind Präparate mit L-Citrullin-Malat zu finden. Während es bei L-Citrullin um einen Reinstoff handelt, wurde beim L-Citrullin-Malat die Aminosäure Citrullin an einen Ester gebunden. Das Verhältnis liegt hierbei meist bei zwei zu eins (Citrullin zu Malat).

Info.

Malat ist ein Anion der Apfelsäure. Er verleiht dem Apfel seinen süß-säuerlichen Geschmack. Malat beteiligt sich ebenso bei biochemischen Prozessen, vor allem bei der Energieproduktion im Körper.

L-Citrullin-Malat soll eine höhere Bioverfügbarkeit haben als der Reinstoff.

So wird L-Citrullin hergestellt

Zwar wurde die Aminosäure Citrullin erstmalig aus einer Wassermelone extrahiert, die Herstellung heute erfolgt jedoch nicht aus Wassermelonen. Citrullin wird aus der Aminosäure Arginin gewonnen. Hier stellt sich dann die Frage, wie Arginin hergestellt wird. Dabei ist die Herstellung von Arginin auch ein wichtiges Qualitätskriterium für das Produkt Citrullin. Während günstiges und qualitativ minderes Arginin aus einer tierischen Quelle, nämlich aus Entenfedern hergestellt wird, wird pflanzliches Arginin aus einem fermentativen Prozess gewonnen. Meist findet die Fermentation aus Mais statt. Viele Hersteller weisen darauf hin, dass sie Mais ohne Gentechnik verwenden und dass keine synthetische, sondern eine natürliche Herstellung erfolgt. Damit ist der Rohstoff nachwachsend und nachhaltig. Auch ist das Produkt frei von chemischen Rückständen wie etwa Lösungsmitteln. Nach der Fermentation erhältst du also ein reines Naturprodukt mit höchster Bioverfügbarkeit.

Info.

Bei der pflanzlichen Herstellung kannst du auch davon ausgehen, dass diese vegan ist. Die 100 prozentigen veganen Ausgangsrohstoffe werden von den Anbietern meist deklariert.

Weiterhin ist zu beachten, dass Malat in der Herstellung deutlich kostengünstiger ist als der kostenintensive Rohstoff Citrullin. Um also Kosten zu sparen, bieten viele Hersteller das günstigere Citrullin-Malat-Pulver an, in dem der Citrullin-Gehalt auf ein Verhältnis von eins zu eins reduziert wurde. Dabei liegt das empfohlene Verhältnis bei zwei Einheiten Citrullin zu einer Einheit Malat.

Wissenschaftliche Studien – vielversprechend, jedoch selten

Wenn du dich auf die Suche nach wissenschaftlich fundierten Studien zur Wirkung von L-Citrullin begibst, wirst du leider schnell enttäuscht sein. Bei Citrullin handelt es sich um eine nicht-essentielle Aminosäure, die fördernde und unterstützende Funktionen aufweist und damit aus medizinischer Sicht eher uninteressant ist. Genau deshalb gibt es keine nennenswerten klinischen Studien zu dieser Thematik. Was du vorfinden wirst, sind einige sporadische Untersuchungen mit nur kleinen und damit nicht aussagekräftigen Stichprobengrößen und fachlichen Mängeln bei der Durchführung. Weiterhin stehen in diesen Untersuchungen sportrelevante Aspekte im Fokus wie etwa Regeneration oder Ermüdungserscheinungen, auch diese Themen haben für die Medizin nur eine unwesentliche Bedeutung.

Darreichungsformen von Citrullin

Neben natürlichem Vorkommen in Lebensmitteln wird Citrullin in unterschiedlichen Formen angeboten.

Natürliches Vorkommen – diese Lebensmittel enthalten Citrullin

Citrullin ist in unterschiedlichen Lebensmitteln zu finden. Dabei können nicht nur Fleischesser die Aminosäure über ihre Nahrung aufnehmen. Da Citrullin sowohl in Obst und Gemüse, aber auch in Nüssen enthalten ist, steht es auch Vegetariern und Veganern zur Verfügung.

Wie bereits erwähnt, stammt der Name Citrullin von der Wassermelone ab. In Wassermelonen findest du auch tatsächlich die höchste Menge an Citrullin. Der größte Anteil befindet sich allerdings in der Schale. Doch auch das Fruchtfleisch bietet sehr hohe Mengen. Auch weitere Melonensorten enthalten diese Aminosäure.

Doch auch in Gemüse ist Citrullin vertreten. Gurken, Zwiebeln und Knoblauch können hier mit hohen Mengen punkten. Weiterhin ist es in Hülsenfrüchten wie Kichererbsen sowie in Nüssen und vor allem Mandeln zu finden.

Außerdem ist die Aminosäure in Fisch und rotem Fleisch vorhanden. Eine besonders hohe Menge enthält Leber.

Hohe Mengen an Citrullin in Lebensmitteln auf einen Blick:

  • Melonen, vor allem Wassermelone
  • weitere Kürbisgewächse
  • Gurken
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kichererbsen
  • Fisch
  • Fleisch, vor allem Leber

Info.

Du solltest allerdings beachten, dass Lebensmittel keine so hohe Bioverfügbarkeit bieten können wie konzentrierte Produkte. Das liegt daran, dass sie im Körper erst Verdauungs- sowie Umwandlungsprozesse passieren müssen, ehe die notwendigen Nährstoffe verfügbar sind.

Citrullin in Pulverform

Citrullin als Pulver wird entweder in reiner Form oder jedoch in Kombination mit weiteren Stoffen, sehr oft leider auch Füllstoffen, angeboten. Am empfehlenswertesten ist allerdings die Reinform. Diese ist frei von:

  • Süßstoffen
  • Laktose
  • Gluten
  • Hefe
  • Geschmacksstoffen
  • Farbstoffen
  • Gelatine
  • Konservierungsstoffen
  • und Aromen

Während bei Citrullin-Pulver gemischt mit weiteren Stoffen die Dosierung variieren kann, ist sie für die reine Form gleich: Es wird pro Tag ein halber gestrichener Teelöffel an reinem Pulver empfohlen. Das entspricht in etwa ein bis zwei Gramm Citrullin. Da Citrullin eine sehr gute Wasserlöslichkeit besitzt, wird es einfach in Flüssigkeit aufgelöst und zu einer Mahlzeit getrunken. Für Menschen mit Schluckbeschwerden gestaltet sich die Einnahme des Pulvers deutlich einfacher als etwa in Kapselform.

Die Pulverform bietet den Vorteil eines meist niedrigeren Preises. Weiterhin kann die Dosierung ganz nach eigenen Wünschen gestaltet und jederzeit angepasst werden. Auch lässt sich das Pulver einfach mit anderen Präparaten mischen.

Citrullin in Kapseln

Vor allem Ärzte neigen dazu, Citrullin in Kapselform zu verschreiben, da sie so die Gefahr einer falschen Einnahme minimieren. Auch gestaltet sich die Einnahme von Kapseln insgesamt einfacher – du brauchst hierfür keine Waage oder ein Messutensil. Zudem kannst du die Kapseln auch sehr einfach unterwegs einnehmen.

Doch auch bei den Kapseln musst du dir die Inhaltsstoffe genauer ansehen. Nicht selten mischen Hersteller unerwünschte Füllstoffe unter. Achtest du auf ein reines Produkt, dann machst du alles richtig.

Auf die richtige Einnahme kommt es auch an

Zuerst solltest du für dich einige Fragen klären, bevor du mit der regelmäßigen Einnahme von Citrullin beginnst:

  • Welche Dosierung ist für dich die richtige?
  • In welcher Form möchtest du Citrullin einnehmen?

Die Dosierung

Wenn du Citrullin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchtest und dein Interesse in der Förderung deiner Gesundheit besteht, dann kannst du mit der üblichen Einnahmeempfehlung starten. Diese liegt bei drei Mal täglich jeweils ein Gramm. Wichtig ist hierbei, dass du auf wirklich reines Citrullin zurückgreifst, denn genau darauf beziehen sich die Richtwerte.

Hast du dich dagegen für Citrullin-Malat entschieden, dann entsprechen drei Gramm pro Tag an reinem Citrullin etwa 5,28 Gramm dem Präparat Citrullin-Malat. Genau hier liegt auch die empfohlene Tagesmenge. Es sollen täglich zwischen sechs und acht Gramm Citrullin-Malat eingenommen werden.

Höhere Dosen wie zehn Gramm täglich werden eher im Profisport und Bodybuilding genutzt. Manchmal soll auch aus medizinischen Gründen eine höhere Dosis gewählt werden. Wichtig ist, dass du immer mit einem Arzt abklärst und ggf. regelmäßig deine Blutwerte kontrollieren lässt. Nur dann kannst du sicher sein, dass die höher gewählte Citrullin-Dosierung für dich auch die Richtige ist oder ob diese noch angepasst werden muss.

Kapseln oder Pulver?

Mediziner neigen dazu, eher Tabletten oder Kapseln zu verschreiben, denn dann wird das Risiko der Falscheinnahme automatisch reduziert. Das ist auch tatsächlich der Vorteil. Sportler jedoch bevorzugen meist das Citrullin in Pulverform. Das lässt sich sehr einfach erklären: Das Pulver ist in der Anschaffung nicht nur oftmals günstiger, zusätzlich kann die Dosierung individuell gestaltet und wenn notwendig jederzeit geändert werden. Außerdem lässt es sich einfacher mit weiteren Präparaten wie etwa Malat oder Arginin mischen. Bei fertigen Präparaten solltest du dir die Inhaltsstoffe allerdings genauer ansehen, um eine ungewollte Einnahme von weiteren Stoffen zu vermeiden und potentielle Nebenwirkungen vorzubeugen.

Info.

Wenn du unsicher bei der medikamentösen Einnahme von Citrullin bist, dann kannst du auch erst eine gezielte Ernährungsumstellung durchführen und mehr Lebensmittel mit Citrullin zu dir nehmen.

Die richtige Lagerung des Citrullins

Damit du möglichst lange etwas von deinem hochwertigen Produkt hast, solltest du auf die richtige Lagerung des Citrullins achten. Diese gestaltet sich bei der Aminosäure Citrullin allerdings recht unkompliziert. Wenn keine anderen Hinweise auf der Verpackung zu finden sind, kannst du das Präparat überall bei Raumtemperatur lagern. Wichtig ist nur, dass die Stelle keine direkte Sonneneinstrahlung erfährt sowie trocken und sauber ist. Auch bei Citrullin gilt: Bewahre es außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern auf.

Hat L-Citrullin Nebenwirkungen?

Wie bereits erwähnt, steckt die Forschung bezüglich der Aminosäure L-Citrullin trotz des hohen Potenzials in den Kinderschuhen. Dennoch wurden bereits unzählige Beobachtungen gemacht, bei welchen der menschliche Körper von dieser Aminosäure profitieren konnte.

Wie bei nahezu allen Nahrungsergänzungsmitteln können dennoch Nebenwirkungen nie ganz ausgeschlossen werden. Bekannt sind bisher jedoch nur Übelkeit oder leichte Bauchbeschwerden. Meist hängt das allerdings mit der Einnahme auf nüchternen Magen zusammen. Um diese zu vermeiden, solltest du deshalb die Einnahmeempfehlung beachten und das Citrullin mit den Mahlzeiten einnehmen. Weiterhin kannst du auf Nummer sicher gehen und erst mit einer kleinen Dosis bei der Einnahme beginnen, bevor du sie dann langsam steigerst bis zur empfohlenen Dosierung. So gibst du deinem Körper nicht nur die Zeit, um sich an das neue Nahrungsergänzungsmittel zu gewöhnen, auch kannst du beobachten, ob dein Körper Citrullin ohne Probleme aufnimmt und kannst dich ggf. auch bereits bei der Dosierung ausprobieren. Manchmal reichen auch schon kleinere Dosierungen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Hast du allerdings eine der folgenden Erkrankungen, dann solltest du vor der Einnahme von Citrullien erst einen Arzt konsultieren:

  • niedriger Blutdruck
  • hoher Blutdruck oder du musst blutdrucksenkende Medikamente zu dir nehmen
  • Diabetes
  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • rheumatoide Arthritis
  • du hattest bereits einen Herzinfarkt oder gehörst zur Risikogruppe

Auch ist ein Vorgespräch mit einem Arzt zu empfehlen, wenn du eine Diät mit nur wenigen Proteinanteilen durchführst oder generell andere Medikamente zu dir nimmst. Denn dann kann eine Wechselwirkung nicht ausgeschlossen werden.

Bist du allerdings Schwanger oder in deiner Stillzeit, dann solltest du auf die Einnahme von Citrullin aufgrund von fehlenden Studien gänzlich verzichten.

Info.

Interessanterweise zeigen sich negative Begleiterscheinungen beim Einnehmen von reinem L-Citrullin oder Citrullin-Malat deutlich seltener als in Kombination mit Arginin. Auch das kann dazu führen, dass es sinnvoller ist, auf Citrullin oder Citrullin-Malat zurückzugreifen, um den Arginin-Spiegel zu erhöhen.

Insgesamt lässt sich deshalb sagen, dass es nur selten zu Nebenwirkungen kommt. Das liegt vor allem daran, dass der Körper überschüssiges Citrullin einfach mit dem Urin ausscheidet – vorausgesetzt natürlich, dass keine Störungen im Harnstoffzyklus bestehen.

Wenn du dennoch unsicher bist, dann kannst du vor der Einnahme deine Blutwerte überprüfen lassen. Weisen diese einen signifikant erhöhten Citrullinwert auf, dann solltest du auf die zusätzliche Aufnahme von Citrullin verzichten und ggf. überprüfen lassen, aus welchen Gründen deine Werte erhöht sind.

So verfährst du, wenn es doch zu ungewünschten Begleiterscheinungen kommt

Solltest du den Verdacht haben, dass dein Körper auf das Citrullin mit Nebenwirkungen reagiert, ist es wichtig, die Einnahme zumindest vorerst zu beenden. Weiterhin solltest du dich mit jemandem austauschen, der sich mit Citrullin sehr gut auskennt – am besten einem Arzt. Außerdem solltest du dich mit Fragen auseinander setzen wie:

  1. Hast du stets die richtige Dosierung an Citrullin eingenommen?
  2. Nimmst du weitere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu dir, mit denen Wechselwirkungen wahrscheinlich sind?
  3. Hast du bei der Einnahme den richtigen Zeitpunkt gewählt?
  4. Hast du erstmalig Nebenwirkungen? Und bist du sicher, dass diese mit Citrullin zusammenhängen?

Kannst du mögliche Fehler beispielsweise bei der Einnahme ausschließen und es besteht weiterhin Unklarheit, warum du auf Citrullin mit Nebenwirkungen reagierst, dann solltest du auf die Einnahme solange verzichten, bis der Grund für die negativen Begleiterscheinungen gefunden wurde.

Was ist eine Citrullinämie?

Wie bereits beschrieben, beteiligt sich Citrullin am Harnstoffzyklus. Besteht ein Überschuss, dann wird es über den Urin wieder ausgeschieden. Wenn nun ein Mangel des Enzyms Argininbernsteinsäuresynthetase (ASS) besteht, dann ist es dem Körper nicht möglich, das überschüssige Citrullin abzubauen. Es kommt zur vermehrten Ammoniakbildung. Das ist die sogenannte Citrullinämie. Sie wird in zwei unterschiedliche Fälle unterteilt: die neonatale und die adulte Citrullinämie.

Neonatale Citrullinämie Adulte Citrullinämie

angeborene Citrullinämie

tritt erst im Erwachsenenalter auf

wird auch als Typ 1 bezeichnet

wird auch als Typ 2 bezeichnet

zeigt sich bereits nach der Geburt durch eingeschränkte Kontrolle der Hirnfunktion, Atmung, Nervensystem und Muskulatur; körperliche und psychische Folgen möglich, wenn die neonatale Citrullinämie unentdeckt bleibt

führt zur Beeinträchtigung des Harnstoffzyklus, äußert sich als Hyperammonämie

Behandlung besteht in der Reduktion der Eiweißzufuhr

von Verminderung der Eiweißmenge wird abgeraten

Versorgung mit notwendigen Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien steht im Fokus

Einnahme von Natriumpyruvat, L-Arginin, L-Citrullin und Citrat steht im Fokus

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Risiko an einer Citrullinämie zu erkranken sehr gering ist. Ein minimal höheres Risiko besteht für:

  • Neugeborene aufgrund des höheren Infektionsrisikos
  • Schwangere
  • Menschen mit stark proteinhaltiger Ernährung
  • Menschen, die über eine Sonde ernährt werden
  • Menschen, die intravenös ernährt werden
  • Menschen, die mit einer Behandlung mit Valporat (Antiepileptikum) kürzlich begonnen haben

Die Behandlung von Citrullinämie wird durch eine eingestellte Supplementierung von Citrullin sowie weiteren Substanzen begleitet.

Wer bietet Citrullin an?

Da L-Citrullin frei verkäuflich ist, findest du es auf unterschiedlichen Plattformen und teilweise auch in Märkten. Kaufen kannst es du in:

  • Online-Shops, die sich auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert haben
  • größeren Online-Shops wie Amazon und eBay
  • Online-Apotheken
  • Apotheken vor Ort
  • teilweise auch in Drogeriemärkten

Welches Citrullin-Produkt ist das richtige für dich?

Zuerst musst du dir Bewusst machen, welche Bedürfnisse das Citrullin-Präparat abdecken soll. Soll es gesundheitsunterstützend eingenommen werden oder bist du ein Profisportler und hast ambitioniertere Ziele?

Sobald du ein Präparat in die engere Auswahl genommen hast, solltest du dich über mögliche Vor-, aber auch Nachteile genauer informieren. Guck dir sowohl die Dosierungsempfehlungen als auch die Gesamtmenge an. Auch die Einnahmeform und die Inhaltsstoffe spielen eine wichtige Rolle. Denk daran, dass sich das Pulver beispielsweise einfacher dosieren lässt und die Dosierung auch jederzeit individuell angepasst werden kann. Auch lässt es sich leichter einnehmen, was wichtig ist, wenn du beispielsweise Probleme mit Schlucken von Kapseln hast. Bei der Kapselform bist du dagegen flexibler bei der Einnahme – eine Einnahme unterwegs verläuft unkompliziert. Auch kann bei der Dosierung selbst nicht viel schief gehen, da das Citrullin in den Kapseln bereits abgewogen ist.

Weiterhin solltest du dir die Qualitätsunterschiede genauer ansehen. Verzichte am besten auf unnötige Zusatzstoffe und wähle ein möglichst reines Naturprodukt, das aus einer pflanzlichen Herstellung gewonnen wird und keine synthetischen Restbestandteile aufweist. Dann kannst du auch das Risiko von Nebenwirkungen auf ein Minimum reduzieren.

Willst du dagegen Citrullin-Malat einnehmen, dann ist das Verhältnis von zwei Einheiten Citrullin zu einer Einheit Malat wichtig. Viele Anbieter verkaufen Produkte mit einem Verhältnis von eins zu eins. Das hat den Grund der günstigeren Herstellung von Malat. Empfehlenswert sind außerdem Produkte, die in Deutschland oder zumindest in der EU hergestellt worden sind. Seriöse Hersteller weisen außerdem daraufhin, dass sie ihre Produkte regelmäßig Laboruntersuchungen unterziehen, um das Citrullin auf Rückstände zu prüfen.

Wenn du keinen erfahrenen Ansprechpartner hast, der dir ggf. ein Produkt empfehlen kann – etwa ein Arzt oder ein Sporttrainer, dann kann es sich lohnen, dir Erfahrungsberichte im Internet durchzulesen und Tipps einzuholen. Achte darauf, dass du dir die Erfahrungen anderer möglichst auf einer seriösen und unabhängigen Plattform einholst.

Zusammenfassend solltest du also auf folgende Punkte bei der Kaufentscheidung achten:

  • reines Citrullin oder ein Citrullin-Malat-Produkt mit einem Verhältnis von zwei zu eins
  • Hergestellt in Deutschland oder EU
  • Deklarierung von regelmäßigen Labortests
  • vegane und nachhaltige Herstellung
  • ohne synthetische Rückstände
  • Dosierungsempfehlung
  • Gesamtmenge
  • Darreichungsform

Fazit

Bei L-Citrullin handelt es sich um eine Aminosäure, welche für uns lebensnotwendig ist. Diese kann vom Körper zwar selbst hergestellt werden, allerdings müssen dem Körper dann auch alle notwendigen Nährstoffe zugeführt werden. In bestimmten Lebenslagen kann eine eigene Herstellung entweder nicht mehr in ausreichender Menge stattfinden oder jedoch es wird mehr an Citrullin benötigt als der Körper produzieren kann. In solchen Fällen empfiehlt es sich, L-Citrullin als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Beim Kauf gilt es jedoch die Augen offen zu halten. Nicht jeder Hersteller hält, was er verspricht. Achte auf ein reines Produkt. Benötigst du eine zügige Bioverfügbarkeit, dann kannst du auch auf ein Kombiprodukt Citrulllin-Malat zurückgreifen. Hier sollte das Verhältnis von zwei zu eins eingehalten werden. Manchmal macht es auch Sinn, ein Präparat aus Arginin und Citrullin einzunehmen. Bei Unsicherheiten solltest du jedoch immer auf Nummer sicher gehen und einen Arzt konsultieren. Das gilt auch für die Dosierung. Es macht einen enormen Unterschied, ob du deine Ernährung nur ergänzen willst oder ob du im Leistungssport aktiv bist. In beiden Fällen musst du darauf achten, dass du die Einnahmeempfehlung keineswegs überschreitest. Denn obwohl bisher nur geringe Nebenwirkungen in Zusammenhang mit Citrullin bekannt sind, verhält es sich hierbei wie mit allen Nahrungsergänzungsmitteln auch – ein zu viel ist immer möglich.

Weiterhin gibt es bei den Produkten enorme Qualitätsunterschiede. Citrullin kann nämlich sowohl aus einer tierischen Quelle – Entenfedern, aber auch aus einer pflanzlichen Quelle – Mais, hergestellt werden. Die pflanzliche Herstellung bietet ein hochwertiges Produkt, auf das du zurückgreifen solltest. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass es sich um keinen gentechnischen Mais handelt und dass die Herstellung natürlich erfolgt. Nur dann kannst du davon ausgehen, dass du sowohl ein nachhaltiges Produkt erhältst als auch keine synthetischen Rückstände im Citrullin enthalten sind.

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