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Arganöl - Die Wunderwaffe Marokkos

Veröffentlicht am 22.07.2019

Wenn wir von Marokko sprechen, dann denken wir an die sandigen Dünen der Sahara Wüste, traditionelle Berber, frische, saftige Datteln und so mancher vielleicht auch an Arganöl. Um dieses Wundermittel Arganöl geht es in diesem Ratgeber.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Arganöl ist auch als das marokkanische Gold bekannt
  • Es wird sowohl in der Kosmetik-, als auch in der Gesundheitsbranche verwendet
  • Arganöl wird vor allem für Haut, Haare und Nägel eingesetzt

Was ist Arganöl?

Unter Experten auch als marokkanisches Gold bekannt, hat das Arganöl mittlerweile die Kosmetik- und Gesundheitsbranche erreicht, da ihm einige interessante Vorteile nachgesagt werden. Wie das Arganöl hergestellt wird und wie du es am besten anwenden kannst, klären wir in diesem Artikel.

Arganöl wird heutzutage in vielen Bereichen des Alltags integriert, wie in der Kosmetik, dem Gesundheitswesen und auch der Ernährung. Es erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da es mit vielen positiven Eigenschaften verbunden wird. Es ist schließlich nicht nur eines der wertvollsten Öle der Welt, sondern auch eines der vielseitigsten. Das Öl, welches damals noch von Berbern traditionell gewonnen wurde, wird in Marokko schon seit Jahrhunderten in vielen Bereichen des Alltags eingesetzt und verbreitet sich seither über die ganze Welt. Um zu verstehen, was dieses Öl so wertvoll und kostbar macht, beginnen wir bei der Herkunft.

 

Die Herkunft des Arganöls

Arganöl wird vom Arganbaum gewonnen und ausschließlich im Südwesten Marokkos, dem sogenannten Arganeraie Gebiet, gewonnen. Der Largania spinosa, also der Arganbaum, lässt sich dabei nur in spezifischen Gebieten finden, sodass es an den Generationen der Marokkanern liegt, dieses Terrain zu pflegen und die wertvollen Arganbäume zu erhalten.

Herkunft des Arganöl

Auch die UNESCO hat die Wichtigkeit dieses Gebietes erkannt und diese Umgebung zum Biosphärenreservat erklärt. Somit wurden die Arganbäume unter speziellen Schutz gestellt, sodass auch noch für Generationen nach uns die Möglichkeit besteht, das wertvolle Arganöl zu gewinnen.

Wie wird Arganöl gewonnen?

Es gibt heutzutage verschiedene Mittel und Wege, um das kostbare Arganöl zu gewinnen. Neben der traditionellen Variante, die damals von den Berbern und vereinzelt heute noch anzutreffen ist, gibt es auch einen maschinellen Weg, das Öl zu gewinnen. Dieser ist besonders zeitsparend und ermöglichte es, Arganöl zu kommerzialisieren. Wie die beiden Vorgehensweisen der Öl-Gewinnung genau aussehen, klären wir im Folgenden.

Der traditionelle Weg

Die Herstellung des Arganöls beginnt mit der Ernte der Beeren des Arganbaums. Hierbei beläuft sich die Erntezeit meistens auf die Sommermonate, da die Beeren bereits an den Ästen trocknen und schließlich vom Baum fallen. Es wäre nicht möglich, die Beeren schon vorher vom Baum zu pflücken, da die Äste von Dornen bedeckt sind. Im Sommer fallen dann die trockenen Früchte auf den Boden und können von den Frauen aufgelesen werden.

Im traditionellen Marokko ist es gang und gäbe, dass die Frau das Sammeln und Verarbeiten der Früchte des Arganbaums übernimmt.

Die aufgelesenen Früchte werden daraufhin bis zur Weiterverarbeitung gelagert und schließlich aussortiert. Schlechte Beeren und faulende Beerenkerne werden nicht für das Arganöl verwendet. Zudem wird das Fruchtfleisch entfernt und die Kerne mithilfe von Steinen aufgebrochen. Dabei werden die sogenannten Samenplättchen entnommen und traditionell mithilfe eines offenen Feuers geröstet.

Diese werden nun mit einer Mühle gemahlen und mit heißem Wasser vermehrt abgekocht, bis die ganze Komposition eine musartige Konsistenz erreicht. Schließlich wird der Teig so lange gerührt und geknetet, bis das Öl langsam austritt und gesammelt werden kann. Zur Gewinnung eines Liters handgepressten Arganöls sind so etwa zwei Tage Arbeit erforderlich.

Bei der traditionellen Gewinnung des Arganöls entstandene Abfallstoffe wie die Reste der Kerne und das Fruchtfleisch werden ebenfalls weiterverarbeitet. Oftmals dienen diese als Brennmaterial oder als Nahrungsmittel für Tiere.

Der Prozess der Gewinnung von Arganöl nimmt viel Zeit und Arbeit in Anspruch und verlangt zugleich die Verarbeitung von reichlich Früchten. Ungefähr 30 Kilogramm Früchte werden für nur einen Liter des kostbaren Öls verwendet. Dies bedeutet, dass die Ernte von circa drei bis vier Bäumen für nur einen Liter benötigt wird.

Die traditionelle Gewinnung des Arganöls in 5 Schritten

Der Prozess der Gewinnung des Arganöls ist ein langwieriger, der sich in fünf Schritte zusammenfassen lässt:

Schritt 1: Die Ernte

Ernte im Sommer
Auflesen der getrockneten Beeren des Arganbaums

Schritt 2: Kerne öffnen

nur gute Beeren verwenden
Fruchtfleisch entfernen
Kerne öffnen

Schritt 3: Samenplättchen rösten

Rösten der Samenplättchen auf offenem Feuer

Schritt 4: Mahlen und Kochen

geröstete Samen mahlen
mit heißem Wasser zu Brei kochen

Schritt 5: Das Mus verarbeiten

den Brei kneten und rühren
Prozess wiederholen bis Öl austritt

Die maschinelle Gewinnung

Die Industrialisierung in den 1990er Jahren kam auch der Gewinnung von Arganöl zugute. Die getrockneten Beeren müssen nicht mehr per Hand aufgelesen werden, sondern lassen maschinell vom Baum rütteln. Die Beeren werden daraufhin mithilfe eines Netzes aufgefangen und in Fabriken zur Weiterverarbeitung transportiert. In diesen werden die Früchte getrocknet, das Fruchtfleisch entfernt und die Kerne geöffnet. Die größten Fabriken für die Arganöl-Produktion finden sich in den Städten Agadir und Casablanca.

Das Problem hinter der maschinellen Gewinnung von Arganöl

Durch den Umschwung in den 1990er Jahren und der Industrialisierung des Arganöls verloren viele Familien ihre Haupteinnahmequellen. Die ursprüngliche Gewinnung von Arganöl wurde von Generation zu Generation weitergegeben und vor allem in den Bergregionen von Marokko ist diese Tradition.

Probleme bei der Arganöl-Gewinnung

Als Folge wurde die UCFA (Union der Frauenkooperativen zur Herstellung von biologischem Arganöl) gegründet. Das Hauptanliegen der UCFA ist es, die Tradition hinter der Gewinnung des Arganöls zu erhalten und zugleich die 6000 Familien, die durch die Industrialisierung negativ betroffenen sind, finanziell zu unterstützen. Auch die steigende Nachfrage nach Arganöl durch die Entdeckung der Schönheits- und Kosmetikindustrie hilft, die traditionelle Gewinnung weiterhin zu unterstützen.

Aus welchen Inhaltsstoffen besteht Arganöl?

Doch was macht Arganöl so besonders? Nicht nur die aufwendige Herstellung und Gewinnung sind einzigartig, sondern auch die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Hierbei wird deutlich, dass Arganöl im Vergleich zu anderen Ölen nicht durch eine besonders große Anzahl an Wirkstoffen glänzt – vielmehr liegt das Geheimnis in deren Kombination.

Es ist schwer, die Inhaltsstoffe von Arganöl genau zu messen, da die Werte, wie bei jedem Naturprodukt, abweichen können. Generell wird angenommen, dass sich folgende Inhaltsstoffe bei einer Menge von rund 100 Milligramm finden lassen:

  • gesättigte Fettsäuren: 19 g
  • einfach ungesättigte Fettsäuren: 46 g
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 35 g
  • Ölsäuren: 48 mg
  • Linolsäuren: 32 mg
  • Vitamin E oder Tocopherole: 74 mg
  • Provitamin A und E: 63 mg

Die Fettsäuren

Es gibt verschiedene Fettsäuren, die sogenannten Omega-Fettsäuren, die nicht vom Körper selbst gebildet werden können. Aus diesem Grund müssen sie von uns durch die Nahrung aufgenommen werden. Arganöl enthält ungefähr 0,3% Omega-3 Fettsäuren und ungefähr 34% Omega-6 Fettsäuren, zudem lässt sich noch 45,4% Ölsäure finden, die als einfach ungesättigte Fettsäure gilt.

Der Fokus liegt hier aber vielmehr auf den mehrfach gesättigten Fettsäuren wie Omega-6 und Omega-3, da wir diese brauchen, um verschiedene Prozesse in unserem Körper zu unterstützen: So beispielsweise die Funktion des Gehirns, den Stoffwechsel oder das Herz-Kreislaufsystem. Es wird diesen ungesättigten Fettsäuren sogar nachgesagt, dass sie Depressionen und schlechter Laune vorbeugen sollen, da sie helfen, das Gehirn ideal zu versorgen und somit die Stimmung aufrechtzuerhalten.

Tocopherole

Wenn wir von Tocopherolen sprechen, dann meinen wir das Vitamin-E, welches zu den fettlöslichen Vitaminen gehört und über die Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin E ist besonders wichtig, da es die Zellmembranen schützt und somit den Körper vor freien Radikalen, Umweltgiften und Bakterien. Es ist wichtig für die Abwehrkräfte des Körpers und baut zudem einen natürlichen UV-Schutz gegen Sonnenstrahlen auf. Das Vitamin-E steht im Arganöl im perfekten Einklang mit den Omega-Fettsäuren, da diese im Körper aufgebaut werden und das Vitamin-E diesen Prozess mit den Abwehrkräften schützt.

Phytosterine

Das Arganöl ist auf viele Weisen besonders und hebt sich von anderen natürlichen Ölen ab, beispielsweise auch durch die enthaltenen Phytosterine. Diese lassen sich in der Kombination von ungefähr 48% D-7-Schottenol und 37% Alpha-Spinasterol in keinem anderen Öl finden.

Inhaltsstoffe des Arganöls

Die Stoffe haben verschiedene positive Effekte, die von zahlreichen Wissenschaftlern bestätigt wurden. Beispielsweise sollen sie die Cholesterinaufnahme im Darm mindern und so den Cholesterinspiegeln in Takt halten.

Triterpenalkohole

Die Substanzen in Bio-Arganöl setzen sich aus vielschichtigen Bestandteilen zusammen, so auch die Triterpenalkohole. Arganöl enthält rund sieben verschiedene Triterpenalkohole, denen nachgesagt wird, dass sie besonders gut gegen Bakterien, Viren und Schadstoffe helfen. Sie hemmen Entzündungsprozesse und sollen sogar das Wachstum von Tumoren einschränken.

Ferulasäure

Die Ferulasäure ist ein weiterer aktiver Sonnenschutz, der den Körper auf natürliche Weise vor UV-Strahlen schützen soll. Zudem gilt die Ferulasäure als Antioxidant und hilft dir somit, dich vor äußeren Umwelteinflüssen zu schützen.

Arganöl für Haut, Haare und Nägel

Nun haben wir bereits thematisiert, wie Arganöl gewonnen wird und wieso es so einzigartig ist. Doch was macht es genau und wieso ist es vor allem in der Schönheitsindustrie so beliebt geworden? Wie kannst du das Arganöl optimal in deine Schönheitsroutine involvieren? Diese und weitere Fragen möchten wir hier klären.

Arganöl und deine Haut

Die Liste der Arganöl-Produkte für deine Haut ist lang und reicht von Arganöl Cremes und Arganöl Gesichtscremes über Arganöl Shampoo bis hin zum Arganöl Sonnenschutz. Die Schönheitsindustrie hat bereits vor einigen Jahren die vielen positiven Eigenschaften der Inhaltsstoffe des Arganöls für sich entdeckt und bringt seither regelmäßig neue Produkte auf den Markt.

Vorteile

Vor allem das Vitamin-E im Arganöl hat viele Eigenschaften, die sich positiv auf unsere Haut ausüben können. Es hilft gegen äußere Umwelteinflüsse, schützt vor Hautalterung und ist vor allem effektiv als Schutz vor UV-Strahlen. Schon seit Jahrzehnten wird Arganöl in Marokko von Berbern und deren Frauen als Sonnenschutz verwendet. Die Trockenheit und Hitze können hierbei die Haut stark strapazieren, doch das Vitamin-E und die Ferulasäure im Öl sind natürliche Mittel, die gegen den Einfluss der Sonne helfen können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sonnencremes besteht Arganöl aus natürlichen Substanzen, welche weder die Umwelt noch die Haut belasten.

Info.

Viele konventionelle Schönheitsprodukte wie Cremes und Lotionen bestehen zum größten Teil aus chemischen Substanzen. Diese wirken sich nicht nur negativ auf die Umwelt aus, sondern können unter Umständen die Haut nachteilig beeinflussen. Bio-Arganöl hingegen verstopft die Poren nicht und obwohl es einen hohen Anteil an Fettsäuren enthält, löst es keine Pickel und Unreinheiten aus.

Vielmehr kann es genutzt werden, um unreine Haut von ungewollten Pickeln und Mittessern zu befreien. Die Triterpenalkohole und die Tocopherole im Arganöl machen es möglich, denn sie sind natürliche Antioxidantien, die dabei helfen, die Haut vor Umwelteinflüssen, Bakterien und Viren zu schützen. Somit haben sie die Fähigkeit, die Haut auf natürliche Weise zu reinigen.

Selbst bei Akne können die Substanzen im Arganöl helfen, da die bereits erwähnten Stoffe entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Zudem gleicht das Öl die Talgproduktion aus, was mithilfe der Omega-Fettsäuren geschieht, die den Kreislauf regulieren und diesen positiv beeinflussen können. Dies zeigt auch, dass Arganöl bei vielen verschiedenen Hauttypen eingesetzt werden kann, da es zum einen die Produktion von Talg ausgleicht, zum anderen aber auch durch den hohen Fettanteil bei trockener Haut helfen kann.

Diesen Effekt haben sich einige Kosmetikfirmen zunutzen gemacht und integrieren Arganöl als essenzielle Substanz in ihre Produkte. Sei es als Pflegeprodukt für trockene Haut oder als Mittel gegen Hautunreinheiten.

Wenn du unter Cellulite oder Dehnungsstreifen leidest, dann ist es kein Geheimnis, dass ausreichend Feuchtigkeit hilft, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Hierbei hilft das Fett im Arganöl. Die Fettsäuren unterstützen den Aufbau der Haut und können so zu einer Verbesserung von Cellulite und Dehnungsstreifen beitragen.

Anwendung

Die Frage aller Fragen ist nun, wie kannst du Bio-Arganöl optimal anwenden, um von den Vorteilen zu profitieren? Es gibt mehrere Möglichkeiten:

Traditionell wie die Berber

Schon die Berber haben damals reichlich Arganöl genutzt, um ihre Haut schön glatt und straff zu halten. Vor allem als Mittel gegen UV-Strahlen haben sie es direkt auf die Haut gegeben und diese so geschützt. Als ausschließlichen Sonnenschutz ist es zwar nicht ausreichend, dennoch hat es eine unterstützende Wirkung. Wichtig bei der Anwendung ist, dass du das Öl nur auf die gereinigte Haut gibst, sodass es nicht zu unnötigen Verstopfungen der Poren kommt. Zudem hat das den Vorteil, dass die Inhaltsstoffe bei gereinigter Haut besser aufgenommen werden können und du demnach schneller vom Öl profitierst.

Modernisiert in Form von Schönheitsprodukten

Die Kosmetik- und Schönheitsprodukte mit Arganöl sind regelrecht aus dem Boden geschossen. Es gibt Unmengen an Cremes und Lotionen, die verschiedene Ziele verfolgen, um das Hautbild zu verbessern. Du kannst demnach nicht nur das Öl direkt auf deine Haut geben, sondern zugleich spezielle Produkte wählen, die weitere Inhaltsstoffe enthalten, um deine Haut positiv zu beeinflussen.

Argan für die Schönheit

Beachte dennoch, dass es sich bei Arganöl um ein natürliches Produkt handelt. Versuche deshalb, nur Endprodukte zu verwenden, die ebenfalls natürlichen Ursprungs sind. Hierbei ist es ratsam, noch vor dem Kauf die Inhaltsstoffe zu kontrollieren und gegebenenfalls Bewertungen heranzuziehen, die dir bei der Wahl des Produkts helfen können.

Arganöl für dein Gesicht

Auch speziell für dein Gesicht kann die richtige Anwendung von Arganöl einige Vorteile mit sich bringen. Mit reichlich guten Inhaltsstoffen wie Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien ist Bio-Arganöl schließlich vielen handelsüblichen Tages- oder Nachtcremes mit hohem Chemieanteil langfristig weit überlegen.

Vorteile

Wie auch im Allgemeinen haben die Inhaltsstoffe des Arganöls viele positive Effekte auf die Gesichtshaut. Vor allem das Vitamin-E schützt vor äußeren Einflüssen und hat eine antibakterielle Wirkung. Die Berberfrauen nutzen das Arganöl neben dem Schutz vor UV-Strahlen auch dazu, um ihre Gesichtshaut straff und faltenfrei zu erhalten. Das enthaltene Vitamin-E hilft dabei, die Haut aufzubauen und unterstützt die Regeneration der Zellmembranen, zugleich wird die Durchblutung gefördert, sodass die Gesichtshaut länger frisch aussieht und einen rosigen Ton erhält.

Info.

Besonders in Regionen wie dem trockenen und heißen Marokko kann es schnell passieren, dass deine Haut durch die Sonne oder andere äußere Einflüsse stark belastet wird. Die Folge ist, dass die Hautstruktur beschädigt wird. Die Inhaltsstoffe im Arganöl helfen dabei, die dann dringend notwendige Regeneration zu fördern und eine regelrechte Schutzbarriere aufzubauen.

Anwendung

Arganöl kann für dein Gesicht auf verschiedenen Wegen verwendet werden, je nachdem, was dein Ziel ist. Im Prinzip gilt in Bezug auf Arganöl die Devise „weniger ist mehr“, denn schon ein paar Tropfen hochkonzentriertes Arganöl reichen am Tag, um dein Gesicht optimal zu pflegen. Das Arganöl kann dabei überall auf deinem Gesicht verwendet werden, sei es als Unterstützung gegen Mitesser, zur Reinigung, als Make-Up Entferner, zur Pflege deiner Augenbrauen, zur Pflege deiner Wimpern, als Lippenpflege oder Pflege für den Bart. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.

Der direkte Kontakt von Haut und Arganöl ist tendenziell effektiver als die Nutzung von Kosmetik-Mischprodukten. Du kannst Bio-Arganöl sogar als Peeling verwenden. Ein solches Peeling ist dazu da, die alten Hautschuppen zu entfernen. Hierbei nutzt du lediglich ein paar Tropfen des Arganöls, mischst diese mit Zucker und Milch und gibst sie unter leichtem Druck auf dein Gesicht. Massiere diese Mischung langsam auf dein Gesicht und spüle sie mit lauwarmen Wasser ab.

Info.

Achte auf möglichst reines Arganöl, um die Vorteile für Haut und Haare genießen zu können!

Arganöl für deine Haare

Arganöl ist auch für die Haare sehr interessant. Viele Hersteller nutzen bereits Arganöl in ihren Produkten und das auch aus gutem Grund: Die Inhaltsstoffe des Arganöls bieten viele Eigenschaften, welche die Haarstruktur positiv beeinflussen können.

Vorteile

Die Inhaltsstoffe des Arganöls helfen, das Haar und die Kopfhaut zu pflegen. Der Alltag, vor allem in der kalten Jahreszeit, kann die Haare stark beanspruchen. Sei es durch die Heizungsluft, das Tragen von Mützen, den stetigen Kontakt mit rauer Kleidung oder die vielen Umwelteinflüsse. Auch die Sonne kann deine Haare und vor allem die Haarspitzen stark austrocknen, sodass es zu Spliss und Haarbruch kommen kann.

Arganöl für die Haare

Das regelmäßige Stylen mit Föhn, Glätteisen oder Lockenstab sowie das stetige Färben greift die Haarstruktur an und kann das Haar negativ belasten. Hierbei helfen die Inhaltsstoffe von Arganöl als UV-Schutz und als feuchtigkeitsspendendes Mittel.

Anwendung

Es gibt zahlreiche Conditioner auf dem Markt, die jedoch zum größten Teil aus chemischen Zusätzen bestehen. Es bietet sich daher an, stattdessen ein paar Tropfen Bio-Arganöl zu nutzen und somit den Conditioner mit einem natürlichen Produkt zu ergänzen. Auch Haarmasken kannst du mit Arganöl ganz einfach selber machen. Dabei nutzt du pures Arganöl und gibst es auf die Haare, lässt es gut 15 bis 30 Minuten einwirken und spülst es dann aus.

Info.

Durch die Antioxidantien und die entzündungshemmende Funktion der Inhaltsstoffe ist Arganöl auch ein gutes Mittel bei gestresster Kopfhaut. Vor allem das regelmäßige Stylen kann die Kopfhaut sehr stark reizen, daher ist es ratsam, vorab das Arganöl direkt auf die Kopfhaut zu geben und es einzumassieren. Wasche es nicht aus, sondern lasse es so lange wie möglich einziehen.

Wenn du Arganöl gerne täglich in deine Haarpflege implementieren möchtest, kann die Nutzung reinen Konzentrats langfristig etwas zu hoch dosiert sein. Aus diesem Grund ist es ratsam, ein Shampoo mit Arganöl zu verwenden. Bei solchen Produkten ist die Konzentration viel geringer und deine Haare werden nicht ölig/fettig. Achte dennoch bei der Wahl deines Shampoos auf überwiegend natürliche Stoffe.

Arganöl für deine Nägel

Wie auch für Haut und Haare bietet Bio-Arganöl viele Vorteile für deine Nägel. Besonders wenn deine Haut rund um die Nägel dazu neigt einzureißen oder deine Nägel sehr brüchig sind, bieten die Inhaltsstoffe von Arganöl eine Option, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Vorteile

Arganöl bietet durch den großen Anteil an ungesättigten Fettsäuren eine gute Basis für feuchtigkeitsspendende Effekte, was sich positiv auf raue Stellen auswirkt. Das Vitamin-E unterstützt zudem die Regeneration der Haut, sodass du bei eingerissenen Hautpartien rund um deine Nägel den Prozess der Heilung unterstützen kannst. Auch das gesunde Wachstum der Nägel kann durch die Inhaltsstoffe des Arganöls unterstützt werden.

Anwendung

Bei der Anwendung des Arganöls auf deinen Nägeln ist es ratsam, eine paar Tropfen direkt auf die betroffenen Stellen zu geben. Dies unterstützt die Heilung und zugleich den Aufbau der Hauptpartien. Denke daran, die offenen Hautpartien vorher zu reinigen, sodass du sicher gehen kannst, dass sich keine Bakterien oder Dreck in ihnen befinden. Gerne kannst du das Arganöl als eine Art Spa-Behandlung für die Hände auch sanft einmassieren oder einreiben.

Die Relevanz von Arganöl für die Haut

Hautkrankheiten wie Neurodermitis sind alles andere als angenehm, doch die meisten von uns haben früher oder später mit Hautunreinheiten, bis hin zu Ausschlägen und Erkrankungen zu kämpfen. Neurodermitis ist beispielsweise eine Autoimmunkrankheit, die sich durch stark juckende Ausschläge und Ekzeme auf der Haut bemerkbar macht. Das Immunsystem der betroffenen Person ist demnach aus dem Gleichgewicht geraten, was zu Stress und der Verschlimmerung der Krankheit führen kann.

Arganöl für die Haut

Es ist nicht erforscht, welche Ursachen diese Krankheit genau hat, da die möglichen Ursprünge vielseitig sind. Beispielsweise spielt die Ernährung eine wichtige Rolle und eine Ernährungsumstellung kann unter Umständen das Hautbild bereits verbessern. Auch die Sonne kann die Haut dahingehend belasten, was verbunden mit häufigem Schwitzen die Neurodermitis verschlimmern kann.

Arganöl ist hierbei kein Mittel zur Bekämpfung der Hautkrankheit, sondern kann vielmehr helfen, die Symptome zu lindern. Die enthaltenen Stoffe spenden Feuchtigkeit und vor allem das Vitamin-E unterstützt die Regeneration der Zellen, sodass die oftmals sehr brüchige Haut bei Neurodermitis-Patienten besser und effektiver heilen kann.

Die Inhaltsstoffe des Arganöls können zugleich der Haut helfen, nach Verbrennungen zu heilen. Hierbei kann es davor schützen, dass sich Entzündungen bilden und sich Dreck und schädliche Stoffe in der Wunde sammeln.

Auch Tiere können Arganöl nutzen

Arganöl hat nicht nur für Menschen einige Vorteile zu bieten, auch für unsere haarigen Freunde gibt es verschiedene Anwendungsgebiete. Egal ob Katze, Hund oder Meerschweinchen — du kannst das Arganöl für verschiedenste Tiere nutzen. Da Arganöl ein rein natürliches Produkt ist, das weder allergen ist noch die Haut reizt, hat es längst seinen Weg zu Haustierbesitzern gefunden.

Vorteile

Dein Hund oder deine Katze leidet unter fahlem Fell? Das kann vor allem im Alter passieren. Da, wie auch beim Menschen, die Haut rauer wird, lässt die Vitalität der Haut und der Haare des Tieres nach. Die feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe im Arganöl helfen hierbei, die raue Struktur zu glätten und zugleich dem Haar neuen Glanz zu verleihen.

Doch das Öl hat noch weitere Vorteile! Wenn beispielsweise Hunde miteinander spielen, kann es schnell passieren, dass diese sich kleinere Wunden zuziehen. Um hier die natürliche Heilung zu unterstützen, kann Arganöl verwendet werden. Es unterstützt beispielsweise mit Vitamin-E die Regeneration der Haut und schützt zugleich vor Entzündungen, sodass dein Hund bald wieder unbedacht herumtollen kann.

Anwendung

Die Anwendung ist ähnlich wie beim Menschen, denn auch hier genügt es, ein paar Tropfen in das Tierhaar zu geben. Kombiniere das doch gleich mit einer kleinen Massage. — Nicht nur Menschen genießen Massagen, auch Tiere lieben Sie!

Info.

Für die Wundbehandlung ist es ratsam, die Wunde zu reinigen und schließlich das Öl ganz sanft auf diese zu geben.

Arganöl in der Ernährung

Genau wie Olivenöl oder Kokosnussöl bietet sich auch Arganöl in der Ernährung an. Neben den vielen Vorteilen für die Schönheit hat sich dieses Öl daher längst in Marokko als Nahrungsmittel etabliert. Neben Tajine, einer mit Fisch, Fleisch und/oder Gemüse gefüllten Schale, die auf offenem Feuer gekocht wird, gibt es meistens Brot mit jeder Menge Arganöl. Das Brot wird hierbei ganz einfach in das Öl getunkt und mit den Händen gegessen.

Arganöl ist ein wichtiger Bestandteil in den Küchen vieler Marokkanern. Sie nutzen es oftmals für die traditionelle Küche, beispielsweise für Hummus, Tajine, Couscous oder Linsensuppe. Rein theoretisch kannst du das Öl auch direkt zum Braten nutzen, doch sollte dir bewusst sein, dass dadurch viele der wichtigen Inhaltsstoffe verloren gehen.

Auch als Nahrungsergänzungsmittel ist Arganöl geeignet. So bietet es sich zum Beispiel an, zwei bis drei Teelöffel pures Arganöl zu trinken.

Es gibt viele Mittel und Wege, Arganöl in die Ernährung einzubauen, denn im Prinzip kann es dank des angenehmen Geruchs und Geschmacks in vielerlei Gerichten integriert werden. Sei es als simples Salatdressing, als leckerer Dip oder für eine warme Suppe. Es ist also sehr einfach, einen guten Anteil an Arganöl durch die Ernährung zu konsumieren.

Info.

Wenn du Arganöl gekauft hast, das du als schlecht riechend oder zu stark riechend beschreiben würdest, dann hast du entweder ein Mischprodukt erworben oder dein Öl ist durch die falsche Lagerung schlecht geworden. Reines Arganöl riecht kaum beziehungsweise hat keinen starken Geruch.

Was du beim Kauf von Arganöl beachten musst

Du möchtest dich von den positiven Effekten des marokkanischen Goldes überzeugen und dein erstes Arganöl kaufen, weißt aber nicht so recht, worauf du beim Kauf achten solltest? Genau deshalb haben wir nachfolgend für dich die wichtigsten Kriterien zusammengefasst, sodass du schnell und leicht das perfekte Produkt finden kannst!

1. Preis

Wie du bereits beim Thema “Herstellung von Arganöl” lesen konntest, ist mit der Gewinnung viel Arbeit verbunden. Eine Vielzahl an trockenen Früchten wir größtenteils händisch zum „Gold aus Marokko“ verarbeitet. Diese Arbeit spiegelt sich natürlich auch im Preis hochwertiger Produkte wider. Du solltest für einen Liter mit gut 90 bis 120 Euro rechnen. Da du aber tendenziell nur sehr wenig Öl benötigst, kannst du ruhigen Gewissens auch deutlich geringere Mengen kaufen. Schon ein paar Tropfen des Öls gehen einen weiten Weg. Für die Anwendung als Conditioner für die Haare benötigst du bei dicken Haaren beispielsweise nur ungefähr fünf Tropfen, sodass du eine Flasche Arganöl sehr lange nutzen kannst.

Arganöl kaufen

Natürlich sind auch günstigere Produkte erhältlich, dabei handelt es sich allerdings meist um Mischprodukte, die an Reinheit einbüßen. Zudem gibt es auf dem Markt viele Produkte von Kosmetikherstellern, die, gemessen am Gesamtinhalt, nur eine sehr geringe Dosis des Arganöls enthalten.

2. Reinheit

Die Reinheit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, denn je reiner das Produkt ist, desto weniger benötigst du davon für ein optimales Resultat. Leider gibt es viele Händler, die das Arganöl großzügig mixen. Hierbei ist es wichtig, solltest du das Produkt persönlich in einem Shop kaufen, auf die Konsistenz und den Geruch zu achten. Es sollte dickflüssig sein und zugleich einen sehr dezenten Vanilleduft haben. Wenn es zu wässrig wirkt, kannst du dir sicher sein, dass es mit Wasser oder ähnlichem gestreckt wurde.

3. Produkt

Stelle dir die Frage, was für ein Produkt du wirklich suchst. Wenn du deine Haare am liebsten regelmäßig mit Arganöl waschen möchtest, dann kann das pure Öl zu stark sein. In diesem Fall ist es sinnvoller, ein Shampoo mit gewissem Ölanteil zu kaufen, das die Haare reinigt, dabei aber nicht erschwert und du dennoch von den Vorteilen des Öls profitieren kannst. Wenn du jedoch eine intensive Pflege für Gesicht, Augenbrauen oder Wimpern suchst, bieten sich ein paar Tropfen eines reinen Produktes an.

4. Herkunft

Reines Arganöl kann nur aus Marokko kommen! Wenn dir ein Händler ein Öl verkaufen möchte, das beispielsweise aus Tunesien stammt, dann handelt es sich nicht um ein Originalprodukt.

Info.

Leider gibt es viele Verkäufer, die mit Fälschungen das große Geld verdienen wollen und bei einem Preis von 90 Euro bis 120 Euro ist es einmal mehr ratsam, genau hinzuschauen und sich wirklich zu vergewissern, dass es sich um ein gutes Produkt handelt.

Wo kannst du Arganöl kaufen?

Wo du hochwertiges Arganöl kaufen kannst und was die jeweiligen Vor- und Nachteile der Kaufmöglichkeit sind, erfährst du hier.

Im Shop in deiner Stadt

Je nachdem wo du herkommst, kann es einen Spezialitätenladen in deiner Stadt geben. Um einen orientalischen Shop zu finden, kannst du ganz einfach das Internet oder die Gelben Seiten nutzen. Der lokale Kauf bringt folgende Vor- und Nachteile mit sich.

Vorteile Nachteile

Persönlicher Kauf

Extrakosten durch Import

Ggf. Möglichkeit des Umtausches

Geringe Auswahl

Ggf. Möglichkeit des Testens

Schwer zu finden

Im Online-Shop

Gerade für speziellere Produkte sind Onlineshops häufig das Mittel der Wahl. Du musst lediglich kurz Google bemühen und hast direkt eine Vielzahl an passenden Angeboten. Doch auch diese Variante hat nicht nur Vorteile.

Vorteile Nachteile

Große Auswahl

Kein persönlicher Kauf

Vergleichsmöglichkeiten

Kein Testen möglich

Oftmals schneller Versand

Risiko eines Fehlkaufes

Arganöl selbst importieren

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Arganöl auch selbst zu importieren. Du kannst es beispielsweise direkt über das Internet bei einem Händler vor Ort bestellen oder einfach im Rahmen eines kleinen Marokko-Urlaubs einen echten orientalischen Markt besuchen.

Vorteile Nachteile

Originales Produkt

Umständlich

Gute und qualitative Auswahl

Ggf. horrende Touristenpreise

Unterstützung von lokalen Händlern

Ggf. Zollgebühren bei großen Mengen

Fazit: Die vielen Facetten des Arganöls

Arganöl ist ein echter Allrounder - sei es als essenzieller Bestandteil der Kosmetikindustrie oder in der Ernährung. Die einzigartige Kombination aus hochwertigen Wirkstoffen bietet für Konsumenten viele Vorteile. Schon allein die Gewinnung dieses Produktes, die vielen Arbeitsschritte und die optimale Zusammensetzung machen aus dem Öl ein Unikat. Es gibt zudem keinerlei Öle, die dem Arganöl wirklich nahekommen.

Beim Kauf solltest du auf verschiedene Punkte achten. So sind vorab die Fragen zu klären, was du mit dem Öl überhaupt erreichen möchtest, wie viel Geld du investieren kannst und wie rein das Produkt sein soll. Zudem gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie und wo du das optimale Arganöl für dich erwerben kannst. Sei es in Person bei einem lokalen Händler, über einen Online-Shop oder als Import bei deinem nächsten Marokko Trip.

Arganöl ist mehr als ein hochwertiges Pflegemittel, es verkörpert ein Stück marokkanische Geschichte, die bis heute andauert.

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